Was meinte der Philosoph Immanuel Kant damit?

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Der kategorische Imperativ ist von Immanuel Kant in seinen Werken „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" und „Kritik der praktischen Vernunft" in mehreren Varianten formuliert worden. Eine Fassung heißt (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten BA 52): „Der kategorische Imperativ ist also nur ein einziger, und zwar dieser: handle nur nach derjenigen Maxime, durch die Du zugleich wollen kannst, daß sie allgemeines Gesetz werde.

[…].

Weil die Allgemeinheit des Gesetzes, wornach Wirkungen geschehen, dasjenige ausmacht, was eigentlich Natur im allgemeinsten Verstande (der Form nach), d. i. das Dasein der Dinge, heißt, so fern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist, so könnte der allgemeine Imperativ der Pflicht auch so lauten: handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte.“

Ein kategorischer Imperativ ist ein unbedingter, allgemeingültiger und enthält ein Gesetz als sittliches Gebot.

Kant sieht eine Pflicht, als vernunftbegabtes Wesen dem Sittengesetz zu folgen, weil dies die Achtung vor dem mittels der Vernunft eingesehenen Gesetz gebietet. Das moralisch Gute existiert nur als guter Wille. Entscheidend ist die Handlungsabsicht (eine Maxime ist ein dem Vernunftinteresse entnommener subjektiver Grundsatz), nicht die tatsächlich eingetretene Handlungsfolge (eine ausreichender Einsatz der praktischen Vernunft bliebt aber trotzdem geboten).

Wichtig ist die Anforderung einer Verallgemeinerbarkeit der Maxime (kann ich wollen, daß sie Bestandteil einer allgemeinen Gesetzgebung ist?). Nur das, was ein allgemeingültiges Gesetz sein kann, wird als gut anerkannt. Gut ist ein Handeln aus einem Pflichtgefühl gegenüber dem vernünftigen Sittengesetz, nicht ein durch Neigungen motiviertes.

Der kategorische Imperativ ist eine formale Überprüfung. Wäre es in meiner Vorstellung in Ordnung, wenn so gehandelt würde und dies Bestandteil einer allgemeinen Ordnung wäre, kann ich dies als allgemeines Gesetz wollen und anerkennen. Wenn in der Überprüfung Widersprüche auftreten, ist die überprüfte Maxime kein kategorischer Imperativ.

Das Vorhanden in der Anwendung ist:

1) Beschreibung einer überlegten Handlungsweise

2) Formulierung der Handlungsweise als allgemeiner Grundsatz (Maxime des Willens)

3) Überprüfung dieses Grundsatzes auf widerspruchsfreie Verallgemeinerbarkeit zu einem Gesetz

4) Ausführen einer Handlung, deren Grundsatz dem kategorischen Imperativ entspricht/Unterlassen einer Handlung, deren Grundsatz ihm widerspricht

Ein Beispiel ist die Handlungsweise, sich von jemand Geld zu borgen mit dem Versprechen, es nach einiger Zeit wieder zurückzuzahlen, aber in der Absicht, dieses Versprechen nicht einzuhalten. Als allgemeines Gesetz kann dies nicht gewollt werden, weil es nicht mit sich selbst zusammenstimmen kann, sondern ein Widerspruch auftritt. Ein solches allgemeines Gesetz würde Versprechen und den mit ihnen verfolgten Zweck unmöglich machen. An die Erfüllung von Versprechen kann ja dabei vernünftigerweise nicht geglaubt werden. Menschen würden dabei auch zu bloßen Mitteln gemacht, obwohl sie als vernunftbegabte Wesen auch Zweck an sich selbst sind.

Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der sogenannten Goldenen Regel: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!". Sie kann aber dem kategorischen Imperativ nicht gleichgesetzt werden (Kant erklärt dies auch selbst „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" BA 68 in einer Fußnote). Es geht um den Grundsatz bei der Handlung, nicht die Tat selbst. Eine äußerlich ähnliche Tat kann in ihrem Grundsatz anders sein (auf der Grundlage eines Tuns könnte mit der goldenen Regel auch ein Verbrecher gegen einen ihn verurteilenden Richter argumentieren). Die goldene Regel enthält in einer direkten Aussage nur ein Vermeiden. Sittliche Pflichten gegen sich selbst, andere und untereinander fehlen. Was jemand für Neigungen hat, kann Bedeutung bekommen (nicht für alle ist genau das Gleiche störend).

Du sollst nach dem Maßstab handeln, von dem Du wollen kannst, dass er  für eine ganze Gesellschaft  gelten würde. Beispiel : Du behandelst die Menschen gut, weil Du dies für richtig befindest.Dieser Maßstab ist ja ein guter für die gesamte Gesellschaft.

Handle nach einer Richtlinie, bei der du willst das sie zum allgemeinen Gesetz wird.

 

Beispielsweise Klauen.

Du siehst wie jemand etwas klaut im Supermarkt.

Was würde Kant tun? Er würde es den Verkäufern im Supermarkt sagen, das die Person gekaut hat, denn wenn es jeder machen würde, würde es zum Gesetz werden. und das wäre nicht gut. Ähnlich beim Fahrschein für die Bahn kaufen oder ähnliches..

Bei einem Unfall hilst du der Person, weil du weißt das es Gesetz ist du handelst also nach der Maxime bzw der Richtlinie!

 

 

Fall Daschner/Folter auf Moralität mit dem kategorischen Imperativ von Kant prüfen?

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Ich hba beim ersten viele hilfreiche antworte bekommen . dafür möchte ich mich erstmal bedannken, Meine 2 und letzte  frage ist was der Philosoph Kant mit seinem Zitat sagen würde beim fogendem beispiel. 

 

Beispiel:

Euer Partner liegt ist schwer krank , da er/sie eine neue krankheit hat  und die ärtzte können im krankenhaus die krankheit nicht behandeln da sie keine medizin dafür haben. Aber ein anderer Artzt hat genau die Medizin entwickelt die der Mensch für seinem Partner braucht , aber der Artzt gibt die Medizin nur für 100.000 euro her aber der Mensch hatt nicht genug geld um sich die medizin zu leisten. 

 

was würde kant tun wenn er in dieser lage wäre.

 

-würde er stehlen und so das leben des partners zu retten , aber dafür ins gefängnis zu gehen da er ja gestohlen hat,

 

-oder nach dem gesetzt handeln  und dann zu sehen wie seine Frau stirbt? c

 

 

hier sein Zitat.

 

"Handle immer nur nach derjenigen Maxime, durch die Du zugleich wollen kannst, daß sie allgemeines Gesetz wird !"

 

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Was ist mit dieser Aussage von Immanuel Kant über die Autonomie gemeint? „Autonomie des Willens ist die Beschaffenheit des Willens, dadurch derselbe ihm selbst (unabhängig von aller Beschaffenheit der Gegenstände des Wollens) ein Gesetz ist. Das Prinzip der Autonomie ist also: nicht anders zu wählen, also so, daß die Maximen seiner Wahl in demselben Wollen zugleich als allgemeines Gesetz mit begriffen sein“ danke schonmal im vorraus.

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