Was meint Aristoteles mit "Sinnenwesen" und "Geistwesen"?

5 Antworten

Hi,- das sind einfach nur die 2 Ebenen oder "Kanäle" die dem Menschen zur Erkenntnisgewinnung (Verarbeitung von Informationen und/oder Ideen) zur Verfügung stehen und Aristoteles sagt eigentlich nichts anderes als das was heute in die Bereiche der Empirie (Positivismus) und der Idee (Begriffslogik) unterteilt würde mit den jeweils bevorzugten Methoden der Induktion bzw. Deduktion als grundlegende Verfahren zur Gewinnung zutreffender Aussagen.

Beispiel: Diese Aristotelische Unterscheidung findest du an den Universitäten  auch heute noch als die klassische Unterteilung der Fakultäten in Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften.

Richtig ist aber sicher, dass das Eine ohne das Andere letztlich nicht funktioniert und umgekehrt und so eine strikte Abgrenzung gar nicht möglich ist wobei ich einen gewissen Schwerpunkt in der Deduktion sehe, da auch der "härteste" Empirist letztlich seine Beobachtungsdaten "interpretieren" und zu einem schlüssigen Aussagesystem als "Idee von Etwas" formulieren muß.

Und Deduktion oder deduktive Induktion oder induktive Deduktion kann eben nur der Mensch.

Gruß

Zur Seelenlehre des Aristoteles:

"Er nennt dann die drei, sich am stärk­sten unterscheidenden Teile der Seele: den ernährenden Teil, der (außer dem Menschen) auch den Pflanzen und allen Tieren zu­kommt, den wahrnehmenden und empfindenden Teil, der bei den Tieren und beim Men­schen auftritt, und den denkenden Teil, der nur beim Menschen in Erscheinung tritt."

Mehr dazu siehe:

http://www.tabvlarasa.de/28/Bleecken1.php

besonders im Abschnitt: E. Charakterisierung der Seelenteile

der mensch ist ein geistwesen im physischen körper und deshalb auf seine sinneswahrnehmung angewiesen.

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