Was ist repräsentative Demokratie?

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6 Antworten

Die Repräsentative Demokratie ist eine Regierungsform in der das Volk seine Repräsentanten wählt und dann nix mehr zu sagen hat, bis zur nächsten Wahl in 4 Jahren.

Die Repräsentanten, sprich in unserm Falle die Abgeordneten, der verschiedenen Parlamente, Bund, Land, Kommune, Bürgermeister, können also fast schalten und walten wie sie es für richtig halten. Jüngstes Beispiel Stuttgart 21.

Da wird ja der Wille von großen Teilen der Bevölkerung, die eigentlich der Souverän sein sollte, einfach nicht zur Kenntniss genommen, sondern mal wieder mit Polizeieinsätzen unterdrückt.

Lieber erweh,

das hast Du sehr schön beschrieben, deshalb ein dickes Dh!

Wenn ich dürfte, Deine Antwort bekäme das Sternchen.

LG Peter Kleinsorge

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Dankeschön fürs Sternchen.

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Hi, ein Bruchteil der Wähler wählt einige Parteien, deren Liste nicht beeinflußbar ist. Die machen dann 4 Jahre lang ihr Ding, regieren nach Gutsherrenart (Stuttgart 21, Hartz4, Rente mit 67, Kriegseinsätze usw.), wollen keinesfalls durch Volksentscheide behindert werden (Beibehaltung der DM, Minarettbau-Abstimmung, Rücknahme der Schlechtschreibreform, Abstimmung über S21 usw.) Per Volksentscheid hätten die Hotels bspw. nie die Steuergeschenke bekommen, Politiker ihre unverschämten Pensionen, skrupellose Banker ihre Millionengehälter. Repräsentative Demokratie ist eine Mogelpackung, die Demokratie (Mitwirkung des Volkes) nur vortäuscht. Würden Wahlen was verändern, wären sie schon längst verboten. Gruß Osmond http://www.zeit.de/2010/28/01-Plebiszit-Demokratie-Bundespraesident

ACK!

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die parteiendiktatur der brd tarnt sich im wesentlichen mit dem begriff "repräsentative demokratie" oder auch "stellvertreter".

eine kleine minderheit der delegierten der mitglieder einer partei stellt kandidaten zur verfügung, die ein wahlberechtigter über eine liste wählen kann. (na, wie viele stellvertreter oder repräsentanten waren da im spiel?)

diese scheinbare legitimation setzt sich ja dann in den gremien und ausschüssen fort. ziel ist es, möglichst wenig macht (einfluss) den bürgern (wählern) zu überlassen.

im deutschen reich kam dies ursprünglich durch kriegsverbrecher wie bismarck zustande, dass diese repräsentanten im 19. jahrhundert durch parteien in den reichstag kommen. später haben die parteien sich dies zunutze gemacht und sich selbst so legitimiert.

demokratie sieht anders aus.

Wir wählen demokratisch unsere politischen Vertreter und geben ihnen dann für die jewweilige Legislaturperiode einen Freibrief zum Handeln. Den Politikern steht ein äußerst williger Polizeiapparat zur durch und umsetzung ihrer teilweise absurden Interpretationen der Wahlversprechen zur Verfügung, während den Wählern, die dummerweise auch gleichzeitig das Volk sind, für die Zwischenzeit kein reale handlungsmaßnahme durch irgendeine Verfaßung oder Verordnung gegeben ist. Tja, selbst ausgehebelt.

In der Repräsentativen Demokratie werden politische Sachentscheidungen im Gegensatz zur direkten Demokratie nicht durch das Volk selbst, sondern ausschließlich durch Volksvertreter getroffen. Die Volksvertreter werden gewählt. Sie entscheiden eigenverantwortlich und ohne Eingriffsmöglichkeit durch das Volk.

Es gibt aber auch Volksentscheide.

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@erweh

Stimmt, sogar doppelt. Erst müssen genug Stimmen für die Einbringung des "Volksentscheides erbracht werden und dann gibt es noch die 2. Hürde bei der eigentlichen Abstimmung, die nicht mit einfacher Mehrheit geht. Ach ja, es gibt ja noch die 3. Varainte, in Kommunen besonders gerne angewandt. Jeder Entscheid oder jeder Änderungsvorschlag beispielsweise zu Haushaltsaufstellungen muß mit Gegenfinanzierung dargestellt werden, sonst nix machbar. Tja, langsam sollte man aber was machn, Herr Nachbar. Sonst kommt die graue Flut.

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Die Schweiz besitzt eine repräsentative Demokratie (Basis-Demokratie), denn dort wird die Bedeutung des Wortes "Demokratie" = Volksherrschaft auch noch ernst genommen.

Nicht die Abgeordneten haben in der Schweiz das Sagen, sondern unmittelbar das Volk.

Nicht in der ganzen Schweiz, sondern nur in 2 oder 3 Halbkantonen, und dort bis vor nicht all zu lange auch nur die Männer, die mit einem Schwert am Versammlungsort waren.

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Du drehst hier die Begriffe genau um 180°.

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