Was ist die soziale Marktwirtschaft?

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6 Antworten

S.M. bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, die auf der Basis kapitalistischen Wettbewerbs dem Staat die Aufgabe zuweist, sozialpolitische Korrekturen vorzunehmen und auf sozialen Ausgleich hinzuwirken. Das wirtschaftspolitische Modell der S.M. wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem von L. Erhardt und A. Müller-Armack entwickelt und gilt als Grundlage der dt. Wirtschafts- und Sozialordnung. Der Aufbau eines Sozialstaates als Korrektiv kapitalistischen Wirtschaftens ist aus Sicht der S.M. notwendig, weil die sozialen Verwerfungen des ungehemmten Kapitalismus wesentlich mit zu den politischen Erschütterungen und den beiden Weltkriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beitrugen. http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=7JF4V0

Die Grundzüge der Sozialen Marktwirtschaft gründen in der christlichen Soziallehre, deren Vordenker unter anderem Oswald von Nell-Breuning und Alfred Müller Armack waren. Der Grundgedanke ist zum einen die Garantie des Eigentums, auch an Produktionsmitteln, bei gleichzeitiger Einbindung desselben in die soziale Verantwortung. Das hat zum Beispiel seinen Niederschlag in den Artikeln 14 und 15 des Grundgesetzes gefunden, und diese haben als Grundrechte Ewigkeitsgarantie. Grundgesetz Artikel 14 (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. ist gewissermaßen die Essenz dieses Gedankens. Die Soziale Marktwirtschaft legt dem schrankenlosen Kapitalismus Zügel an, werden sie zu lasch gehalten, gehen die Pferde durch (ungezügeltes Profitstreben einzelner Bankmanager, das 2008 fast zum Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystems geführt hätte), zieht man sie zu straff, erlahmt die Eigeninitiative (Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus in den Jahren 1989/92 oder dessen Mutation in einen Staatskapitalismus wie in China). Die Soziale Marktwirtschaft ist eine schwierige Gradwanderung, bei der zahlreiche Instrumentarien entwickelt wurden, die zu unterschiedlichen Zeiten ganz unterschiedlich wirken können und daher immer neu zu justieren sind. So funktionierten die Rezepte, die in den 50er Jahren in der Bundesrepublik hervorragende Ergebnisse gezeitigt hatten, in den 90er Jahren in der abgewickelten DDR nur sehr unzureichend. Pauschalkritik an diesem sehr schwierig zu beherrschenden, aber - wenn es dann funktioniert - mit Sicherheit effizientestem und gerechtesten Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird den Realitäten nicht gerecht und ist in der Diskussion wenig hilfreich.

  • Soziale Marktwirtschaft ist ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Leitbild mit dem Ziel, „auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden“. ...(wikipedia)

  • Einfacher erklär:

= Die Soziale Marktwirtschaft ist so gelegt, dass der Staat nur den Rahmen für das Miteinander schafft aber die Unternehmen und Verbraucher, den Rest erledigen...

= Es regiert das Angebot und die Nachfrage

  • Der Zusatz „sozial” weist darauf hin, dass in das System auch soziale Sicherungen für die Bevölkerung eingebaut sind. In diesem Sinne stellt die soziale Marktwirtschaft den Versuch einer Synthese zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und sozialer Gerechtigkeit dar.

Soziale Marktwirtschaft ist, zumindest in Theorie, die Idee, dass man eine Mischform sucht zwischen reinem Kapitalismus und Sozialismus. Also dass man zum einen zwar schaut, dass Firmen liberal Produkte herstellen und am Markt positionieren können, auf der anderen Seite aber auch, dass Sozial schwache nicht unter die Räder kommen.

Dies geschieht zum einen durch Progressive Steuern die einen Sozialausgleich ermöglichen sollen, also eine Umverteilung des Geldes von Oben nach unten - dadurch wird versucht, die Schere zwischen Arm und Reich nicht allzugross werden zu lassen. Zum anderen geschieht das durch Protektionistische Massnahmen, die dafür sorgen, dass Produkte von Einheimischen Firmen auf dem Einheimischen Markt bevorzugt behandelt werden, was Konkret durch Zölle und Einfuhrkontrollen reguliert wird.

Zweiteres hat vorallem den Effekt, dass Firmenstandorte im Land bleiben, da sie zwar höhere Löhne und Steuern bezahlen müssen als wenn sie Outsourcing betreiben würden (Sicherung des Stellenmarktes), diese Finanziellen Einbussen dadurch kompensieren können, dass ihre Produkte besser am Markt positioniert sind.

Ansich ein gutes Wirtschaftssystem

die Marktwirtschaft in denen die menschlichen Bedürfnisse im Vordergrund stehen... also zb Dienstleitung.

Du sprichst mir aus der Seele xD

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Wir leben z.B. in einer sozialen Martkwirtschaft (was ich ziemlich scheiße finde, aber sowa skann man sich nicht als geborener Deutscher aussuchen^^)

Schau doch einfach unsere Wirtschaft an, dann weißt du was eine soziale Martkwirtschaft im Gegensatz zur freien Marktwirtschaft (z.b. USA) ist.

Wir haben z.b. gesetzliche Versicherungen usw. Sowas wie Hartz4 gibt es in en USA gar nicht.

Deutschland war mal eine Soziale Marktwirtschaft... heute ist Deutschland blos noch auf dem Papier sozial, de facto ist sie ein Neoliberaler Staat

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Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass grade die USA ein Vorzeige-Land ist!

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