Was ist die beste Nahkampftechnik die auch einfach zu lernen ist?

11 Antworten

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Ich trainiere seit anderthalb Jahren Krav Maga. Es lässt sich einfach erlernen, da die Techniken auf Reflexen basieren. Man muss dennoch immer dabei bleiben,um in Form zu sein. Ein Kampf dauert in der Regel länger als 5 Minuten. Krav Maga beschäftigt sich auch mit Stress-szenarien. Also man wird von mehreren angegriffen, oder man liegt ganz klassisch am Boden und wird getreten. Man lernt mit Stress umzugehen und verinnerlicht die Techniken durch Wiederholungen. Ich finde Krav Maga auch sehr effektiv, da realistische Angriffe nach"gespielt" werden. Stichwaffen, abgebrochene Bierflasche, Schlägerei in der Disco sind heut zu Tage normal. Im Krav Maga wird darauf eingegangen. Judo und Wurftechniken finde ich eher sehr schlecht. Ich käme in einer Notsituation nie darauf, meinen Gegener über die Schulter zu werfen.

Wer elementare Techniken wie Würfe oder ganze Systeme wie Judo kategorisch ausschließt, hat Garnichts begriffen und ist dem Selbstverteidigungs-Faschismus verfallen, bei der nur eine einzige Kampfsportart der heilige Gral der Selbstverteidigung ist.

Ein Wurf/Ausheber/Überstürzer kann in einer bestimmten Situation die beste Wahl sein und den Gegner augenblicklich außer Gefecht setzten.

Wer schon einmal, selbst im sicheren Umfeld des Trainings, eine solche Technik zu spüren bekommen oder selbst angewandt hat, weis wie unglaublich gefährlich es ist wenn sich zwei Körper von 70 Kilogramm mit 30 kmh abwärts bewegen und der Kopf des geworfenen diesen Sturz abfangen muss.

Wenn das Genick meines Gegners mit einer Energie von knapp 5000 Joule zusammenstaucht wird, würde ich sagen, das ICH durch aus darauf kommen würde einen Wurf in einer Notsituation anzuwenden und danach nur befürchten muss das er vermutlich nie wieder aufstehen wird.

Aber Arroganz, Dummheit und Verblendung sind die größten Gefahren in der Selbstverteidigung, vor ihnen muss man sich in Acht nehmen!

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@AlessandroDolce

Allessandro, da überziehst du aber gewaltig und missinterpretierst Sophia - wohl auch nur zu dem Zweck, dich hier selber zu inszenieren.

Krav Maga ist ein eklektisches System und als solches wie JiuJitsu auf Sebstverteidigung hin optimiert. Ich habe früher Taek-Won-Do gemacht. Sehr schöner Sport, prima zum auspowern, mit schönen kampfchoreos und ausgefeilten techniken. meine lieblingstechnik waren eingesprungene Fersendrehschläge. In alltagspraktischen Situationen in einer Disko oder Kneipe würde ich mir damit aber eher selber das bein brechen, als einen gegner erschrecken... :-) gemessen an den situativ optimierten techniken des kra maga sind klassische Judotechniken für realistische Alltagsszenarien wirklich "eher sehr schlecht". Das ist weder arrogant, noch dumm, noch verblendet, sonder vielmehr recht realistisch.

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@Atzec

Schön das du Teak-Won-Do gemacht hast, aber da ich mich hier, anders als von dir vorgeworfen, nicht selbst in Szene setzen will, werde ich darauf verzichten meinerseits Kampfsportarten die ich trainiert habe vorzuhalten. Ich habe reichlich Erfahrungen gesammelt, Judo war da nur eine kurze Etappe.

Du reihst dich wieder mal in die lange Reihe Derjenigen ein die mit einem Finger auf eine Kampfsportart zeigen die sie mal gemacht haben, ein kleines Loblied drauf singen und eine andere dann schlecht reden ("....klassische Judotechniken für realistische Alltagsszenarien...eher schlecht...") -.-

Das zeigt nur das man es mit keinem Experten zu tun hat, sondern mit einem Kleinkind, dass seinen Bagger besser findet weil er rot ist.

Ich weis was Krav Maga ist und ich habe zu keinem Zeitpunkt gegen IRGENDEINE Kampfsportart etwas gesagt, weil ich keine einzige Ablehne, sondern jede als eine Möglichkeit der Weiterbildung sehe und nutze.

Um mich mal auf deine Eben zu begeben:

Wenn du wirklich Ahnung von Krav Maga hättest wüsstest du, dass Judo (wie auch Ringen und Jiu-Jitsu) in vielen Bereichen, gerade im Übergang Stand/Boden und Bodenkampf, Krav Maga sehr bereichert und das praktisch keine Technik aus dem Teak-Wo-Do übernommen wurde.

Autsch und Aua,

Alessandro

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Am schnellten geht Thaiboxen. Die Basis, Vorwärtsfußtritt, Lowkick, Boxen, hat man in 6 Monaten à 3X1 Stunde/Woche drauf. Mit der gebotenen Härte,  Kompromisslosigkeit,  ...und Makiwaratraining zuhause, damit man sich nicht die Hand bricht, soll erst mal Einer stehen bleiben.

Hallo,

woher weißt Du denn, dass Krav Maga leicht zu erlernen ist? Hat Dir das einer der großen Meister oder Straßenkünstler erzählt oder aus eigener Anschauung? Das würde mich mal interessieren.

Die beste Nahkampftechnik ist, jenseits aller rein akademischen Diskussion über Kampfsport, -kunst, -system, die eine Technik, die leicht zu erlernen, ohne viel Training jederzeit abrufbar und dazu wirkungsvoll ist. Und selbst wenn es sie gibt, garantiert sie keinen Sieg!

Beispiel: William Fairbairn, einer der Miterfinder des Fairbairn-Sykes-Kommandomessers, war in den Zwanziger und Dreißiger Jahren 30 Jahre lang Polizist in Shanghai. Nach einem BBC-Bericht hat er mit seinem Nahkampfsystem in der Zeit mindestens 800! dokumentierte Angriffe aller Art (Schläge, Tritte, mit Knüppeln, zerbrochenen Flaschen, Messern und Pistolen) abgewehrt und den Nahkampf siegreich beendet.

Die britische Regierung holte ihn dann Anfang 1940 zurück nach England, um dort die britischen und holländischen Commandos sowie Agenten des OSS (des US Office of Strategic Service) für den Kampf hinter deutschen Linien auszubilden. Fairbairn hatte mehr Nahkampferfahrung vorzuweisen als selbst ein Soldat im Krieg sie je machen wird.

Und was war das System? Eine Mischung aus hauptsächlich Judo und Ju-Jutsu und ein paar chinesischen Kampftechniken.

Also, was immer Dir ein Meister, Sifu, Lehrer und Kampfkünstlermeister sagt, frage ihn einfach, wie viele echte Angriffe er schon erlebt und siegreich beendet hat und vergleiche.

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