Was ist der Unterschied zwischen Planwirtschaft und Marktwirtschaft?

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In der Planwirtschaft wird alles geplant, wie z. B. früher in der DDR. Da wurde in Berlin beschlossen, wieviel Rollen Toilettenpapier produziert werden sollen, ebenso wieviel Socken. Jetzt hatten sich die Planer aber verrechnet, weil der Bedarf an Toilettenpapier höher lag und bei den Socken niedriger. Was war die Folge: Es fehlte Toilettenpapier, aber Socken gab es zu viel. Gegenteil ist die Marktwirtschaft.Das stellen die Unternehmer soviel Ware her, wie der Markt (evtl.) gebraucht.

Hallo omidd, die Planwirtschaft sagt mir jeden Monat, das ich mit 1200 Euro einen 3-Pers. Haushalt von A-Z zu bewirtschaften habe.Ohne wenn und aber. Die Marktwirtschaft beweißt mir dann umgehend, ob ich es ohne/mit Kreditaufnahme,schlimmstenfalls Insolvenz(nach sieben Jahren wohlfeilem verhalten Neuanfang, schuldenfrei)oder Bankrott(Hartz4/Grundsicherung)schaffe. In der Planwirtschaft(DDR)kosteten die Kartoffeln jeden Tag gleich(wenn es welche gab) In der Marktwirtschaft gibt es i.d.R.stets Kartoffel,nur weiß man nicht, ob die Preise jeden Tag gleich sind.Das kann sowohl negativ oder positiv für ein 1200Euro-Budget(Deflation/Inflation)sein.

Also die Planwirtschaft war in der DDR und bedeutet es wurde alles nach Plan gemacht. z.B wenn man jetzt nicht rechzeitig nachschub an Brot sich besorgt hat gab es halt keins mehr, weil die Bäcker von der Regierung aus nicht mehr Backen durften. Die Marktwirtschaft war in der BRD und bedeutet dort wurde soviel produziert,wie man halt eben gebraucht hat. Deswegen wurde dort auch manchmal überproduziert und dann war halt einfach zu viel da.

Die allgemeine Antwort, in der Planwirtschaft werde alles geplant, ist irreführend, es klingt, als sei das in der Marktwirtschaft nicht so. Entscheidend ist, geplant wird in beiden WDirtschaftsordnungen. In der Planwirtschaft gibt es einen zentralen Plan, den der Staat aufstellt, in der Marktwirtschaft plant jede Unternehmung für sich. Dabei ist in der Marktwirtschaft die am stärksten beachtete Größe der Markt, also das Nachfrageverhalten. Andere Gesichtspunkte wurden schon gesagt.

Der Begriff Marktwirtschaft ist irreführend, denn er zeigt lediglich die Erscheinungsebene einer bestimmten Gesellschaftsordnung auf. Der Markt ist ursprünglich der Ort, an dem Käufe und Verkäufe konzentriert sind. Er umfaßt im Kapitalismus den gesamten Bereich der Warenzirkulation, wo sie dort spontanen Marktkräften überlassen werden. Dort unterliegen sie den Waren-Geld-Beziehungen und dem Wertgesetz. Die Preisbildung am Markt erweckt den Anschein, als würden dort die Werte geschaffen, tatsächlich geschieht dies aber in der Produktion. die anarchistische Produktion und die damit verbundene volkswirtschaftliche Unwirtschaftlichkeit , bei gleichzeitig vorliegender betrieblicher Wirtschaftlichkeit, in dem Fehlen einer Koordination in der Produktion wird über die nachträgliche Marktkoordination korrigiert. Es entstehen unverkäufliche Lagerbestände bei dem einem Kapitalisten, sowie Profite bei dem anderen, die ihre Produktion ausdehnen. Mit der zunehmenden Marktbeherrschung durch Monopole verändern sich die Marktgesetze. Eine Planwirtschaft kann sowohl zentralistisch (sozialistische Staaten) oder auch dezentral erfolgen (Jugoslawien) Parallelproduktionen entfallen und es wird im Allgemeinen das produziert, was auch gesellschaftlich notwendig ist. Dies schloss allerdings nicht aus, dass es oftmals zu Fehlplanungen kam. Dies auch deshalb, weil bei der Zentralplanung sowohl örtliche, als auch spezifische Bedürfnisse teils nicht berücksichtigt wurden, teils nicht bekannt waren. Da es nun keine Abwählbarkeit der Planer von Unten gab, als auch eine Partizipation der einzelnen Betriebe nicht vorgesehen war, war die Distributionsfrage stets ein Problem der soz. Staaten. Hinzu kam dann noch, dass die fehlende EDV die Flut an Daten nicht bewältigen konnte. Dieses Problem gäbe es allerdings heute so nicht mehr! Es sei übrigens noch abschließend gesagt, dass auch der Kapitalismus unter ganz bestimmten Umständen eine zeitweilige Planwirtschaft kennt, nämlich die Kriegswirtschaft, so geschehen im Weltkrieg I und II. Erwähnt sei auch, dass es im Kap. einzelne Planungselemente gibt, so hervorgerufen durch staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen, zu Gunsten vor allem der Monopole. In Frankreich nennt man das Planifikation.

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