Was ist der Unterschied zwischen Halbäquivalenzpunkt und Neutralpunkt (Säure Base Titration)?

2 Antworten

Nehmen wir mal CH3COOH + NaOH (beides 0,1 Molar)
Wenn wir jetzt 50 ml Essigsäure haben und 25 ml Natronlauge reintröpfeln dann wird natürlich 25 ml Essigsäure verbraucht.
Ich glaube hier hast du jetzt Verständnisprobleme.
Es sind jetzt nämlich NICHT 25 ml Natronlauge im Behälter, die Natronlauge reagiert schließlich mit der Essigsäure.
CH3COOH + NaOH <==> CH3COO- + H20 + Na+

In dem Moment wo wir Natronlauge dazugeben, entsteht Acetat.
Bei 25 ml Natronlauge entsteht 25 ml Acetat und 25 ml Essigsäure bleiben über.

Erst nachdem die komplette Essigsäure aufgebraucht ist und schließlich 100 ml Acetat in der Lösung sind, dann gibt es den PH-Sprung und der Neutralpunkt wird erreicht und überschritten.
Den neuen PH-Wert kannst du dann mit der normalen PH-Formel für schwache Basen ausrechnen (die Base ist Acetat, PH-Wert 9,25).
Aber Vorsicht, die Konzentration ist jetzt nicht 0,1 mol/l, sondern 0,05 mol/l, weil wir ja jetzt 100 ml Lösung haben und nicht mehr 50 ml.

also die erste Frage: wenn ich 100 ml insgesamt an Essigsäure habe heißt das doch nicht, dass 100 ml NaOH dazugeben muss, um den ÄP zu erreichen?

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Wenn beides die selbe Konzentration hat dann heißt es genau das.

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Die Konzentration ist hier nur wichtig, weil ja Essigsäure und Natronlauge 1:1 reagieren. Wenn jetzt Natronlauge 0,2 molar wäre, dann bräuchte man nur 25 ml Natronlauge um den ÄP zu erreichen, weil in 25 ml (0,2 molarer) Natronlauge genau soviele Teilchen Natronlauge drin sind wie in 50 ml (0,1 molarer) Natronlauge. Hat in dem Beispiel mit Stöchimetrischen Gründen zu tun und eher weniger mit der stärke.

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@ThenextMeruem

Okay...ist folgendes so richtig?

Bei Titration einer schwachen Säure mit einer starken Base, ist der HÄP der Punkt, an dem die Hälfte des Volumens dazugegeben wurde, das man zur vollständige Titration bis zum ÄP braucht. den Punkt braucht man nur um die Kurve zu zeichnen.

Der ÄP ist der Punkt wo Stoffmengen von Säure und Base gleich sind. Wenn die Säure schwach ist, dann liegt der Punkt im basischen. den ÄP kann man einzeichnen, indem man das entspr. Volumen der Base abliest und den PH Wert berechnet mithilfe des Wissens : n=n

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Beim HÄP gilt das mit den Stoffmengen auch, nur wenn die Konzentration gleich ist, dann ist die Hälfte des Volumens der Maßlösung. Ich weiß übrigens nicht genau, was du mit n=n meinst. Den neuen PH-Wert berechnest du halt einfach mit dem Pks-Wert der korrespondierenden Säure/Base und dem Wissen, dass sich die Konzentration verdünnt hat.

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Wenn Du z.B. Essigsäure mit Natronlauge titrierst (s. Anlage), dann ist der Halbäquivalenzpunkt erreicht, wenn die halbe Stoffmenge Essigsäure umgesetzt worden ist. Du kannst den pH aus der beigefügten Grafik ablesen. Der Äquivalenzpunkt ist erreicht, wenn die ganze Essigsäure umgesetzt worden ist.

Beachte aber, dass der Äquivalenzpunkt in diesem Fall nicht der Neutralpunkt (pH = 7) ist.

Titrationskurve - (Schule, Chemie)

1. mit ganze Essigsäure ist doch die Menge gemeint bis zum Umschlagpunkt oder?

2. ja aber am HalbÄP gilt doch c (A-) = c (HA) ...genau wie am Neutralpunkt ??????????

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@BubiKopf12345

Zu 1)

Bei dieser Titration waren V(Essigsäure) = 10 mL vorgegeben worden. Die Konzentration der Säure und der zufließenden Natronlauge waren c(Essigsäure) = c(Natronlauge) = 0,1 mol/L.

Nach der Zugabe von V(Natronlauge) = 10 mL wurde der Äquivalenzpunkt bei pH = 8,72 erreicht. Durch die Natronlauge war jetzt die ganze Essigsäure umgesetzt worden.

Noch einmal: Du musst zwischen Neutralpunkt (pH = 7) und Äquivalenzpunkt (nur hier bei dieser Titration: pH = 8,72) unterscheiden.

Nur wenn Du eine starke Säure mit Natronlauge titrierst, dann fallen Neutralpunkt und Äquivalenzpunkt zusammen.

Es ist also grundsätzlich gefährlich bei einer Titration von einer "Neutralisation" zu sprechen.

Zu 2)

Beim Halbäquivalenzpunkt, hier pH = 4,76, wurde die Hälfte der vorgegebenen Essigsäure durch die Natronlauge umgesetzt. Dies war nach Zugabe von V(Natronlauge) = 5 mL der Fall.

Wahrscheinlich später wird für Dich interessant sein, dass für schwache Säuren am Halbäquivalenzpunkt pH = pKs.

Der pKs-Wert charakterisiert eine Säure.

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Wieso ist das pH Optimum nicht am Äquivalenzpunkt?

pH = pK_s + lg ( c(konjugierte Base)/ c(Säure))

Bei der Hälfte des Äquvalenzpunktes wird die Hälfte der Säure (z.B.Essigsäure) in die konjugierte Base (Acetat-Ion) umgesetzt. Die Konzentrationen sind gleich --> lg(1) = 0

pH = pK_s

Aber am Äquivalenzpunkt sind müssten doch auch die Konzentration der Säure und der konjugierten Base gleich sein. An sich wird der Äquivalenzpunkt erreicht, wenn die Stoffmengen der Base (nicht konjugierte) und der Säure gleich sind.. Dann müsste doch aber auch gena so viel Actetat Ionen entstehen, wie Säure vorhanden ist. Wo liegt der Denkfehler?

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