Was ist der Unterschied zwischen einer Klassen- und einer Ständegesellschaft?

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4 Antworten

Von einer Klassengesellschaft spricht man erst seit der Klassentheorie von Karl Marx. Davor hieß es ständische Ordnung, es ist der ältere Begriff für dieselbe Sache. Im Mittelalter gab es noch keine KLassen im Marxschen Sinne, aber Stände.

Eine Ständegesellschaft ist eine soziale Ordnung, in die man hinein geboren wurde. Dies war im MA oder in der FNZ i.d.R. die Dreiständegesellschaft (Adel,Klerus,Bauer), in der jeder seinen festen Platz hatte und in der es kaum möglich war vom einen in den anderen Stand zu gelangen. Den Begriff der Klassengesellschaft prägten Soziologen des 19. Jh.s und meinten damit die Gesellschaft der Industrialisierung, in der nicht mehr die soziale Herkunft im Vordergrund stand, sondern das Vermögen und der Besitz, den jemand besaß. Es handelt sich dabei im Gegensatz zur Ständegesellschaft (soziale Ordnung) um eine Wirtschaftsordnung, in der es eher möglich ist auf- oder abzusteigen.

klassen sind individuen: bauern, bürger, aristrokraten,clerus. in der vordemokratischen zeit ergaben sich rechte und pflichten aus der zugehörigkeit ;u.a. mitsprache, steuern usw.

stände sind institutionen: bauernbund, arbeitnehmerbund, industriellen bund--oder früher zünfte. sie bestimmen mit in politischen entscheidungen (typisches Beispiel: Österreich).

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