Was ist der Unterschied zwischen einem Seminar und einer Vorlesung?

4 Antworten

bei einer Vorlesung (vor u.U. sehr vielen Zuhörern) ist es primär ein Vortrag: einer redet, der Rest hört zu - Zwischenfragen oder gar Diskussionen sind weder üblich noch gewünscht, bestenfalls zum Schluss gibt es hierzu Gelegenheit. Ein Seminar läuft vor erheblich!!! kleineren Gruppen, hier sind Zwischenfragen i.d.R. erlaubt und sogar erwünscht, auch Diskussionen, je nach Seminar ist hier sogar richtig Eigenbeteiligung in Form von z.B. kürzeren Referaten vorgesehen.

Vorlesungen finden im Hörsaal statt, jede Menge Studenten und ein Prof/Dozent, der etwas vorträgt. In den Seminaren ist es fast wie in der Schulklasse. Da werden auch Fragen gestellt, die zu beantworten sind, manchmal gibt es Hausaufgaben und man muss des öfteren Referate halten.

Vorlesungen können gegen Ende des Studiums aber durchaus auch in kleineren Gruppen sein.

Es kommt außerdem auch auf das Studium an. In naturwissenschaftlichen etc. Studienfächer sind die meisten Veranstaltungen Vorlesungen, in geisteswissenschaftlichen gibt es deutlich mehr Seminare.

Ein weiterer Aspekt ist: In Vorlesung herrscht in den meisten Fällen keine Anwesenheitskontrolle. In den Seminaren jedoch fast immer. Auch werden Seminare oft durch Referate oder Hausarbeiten bewertet, während auf Vorlesungen meistens eine schriftliche oder mündliche Prüfung folgt

Bei einer Vorlesung liest einer die was vor
Bei einem Seminar tun das viele

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