Was hat sich Diego Velázquez möglicherweise gedacht, als er das Gemälde "Las Meninas" 1656 gemalt hat ?

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5 Antworten

Diego Velázquez war nicht der einzige Hofmaler und es gab Konkurrenz. Er wird darauf bedacht gewesen sein, einerseits den Geschmack am Hof zu treffen und andererseits in Anordung und Darstellung zu überraschen. Das Bild ist eine Auftragsarbeit und ein großer Gunstbeweis des Königs. Durchaus denkbar, dass er Anordnung und Ausgestaltung des Bildes (das ja nicht an einem Tag gemalt wurde) mit König Philipp IV besprochen hat, der sich ja für einen großen Kunstkenner hielt. Ihm war sicher alles daran gelegen, sich die Gunst des Königs zu erhalten.

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Kommentar von Happiness88
13.02.2016, 02:58

👍🏼👍🏼👍🏼 Danke danke danke !

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Nunja, versuchen zu verstehen was er sich dabei gedacht hat als er es malte ist recht schwierig. Aber zu interpretieren was er damit bezwecken wollte, dies kann man jedoch.

Im Mittelpunkt ist die Königstochter Margarita, weshalb er sie in den Mittelpunkt malte, hat vielleicht den Sinn das sie die Zukunft da stellt. Sie war die einzige Tochter von König Phillipp IV die das Erwachsenenalter erreichte. Sie war nicht von hoher Bedeutung, sie war 'nur' eine von vielen Töchtern die aus mehreren Ehen hervorgingen. Was Margarita damals für einen Ruf hatte, ist schwer zu sagen. Jedoch schätze ich das sie etwas besonderes hatte, vielleicht durch ihre Schönheit, durch ihre Anerkennung, durch eine besondere Rolle für die Familie/ das Reich..

Jedoch denke ich nicht das die Königstochter der relevante Punkt des Bildes ist. Übersetzt heißt das Bild "Die Hoffräulein" und man sieht auch ein Hoffräulein auf dem Bild, vondaher nehme ich an das sie noch eine relevantere Position in dem Bild da stellt. Was sie jedoch da stellt ist fragwürdig, sie ist nicht im Mittelpunkt, ihr Gesicht ist nicht zum Betrachter gerichtet sondern zu der Prinzessin und ihre Haltung ist nicht auffällig oder extravagant. Es ist eher als würde sie sich ganz ihrer Aufgabe am Hof hingibt und Loyalität der Königsfamilie schwört. Sie weiß was sie tut und ist ihrer Aufgabe gewachsen. Vielleicht macht genau ihre Loyalität und ihre Selbstverständlichkeit gerade sie besonders...

Man sieht außerdem einen Wächter. Ihr stellt nocheinmal die hohe Position, Besonderheit und Wichtigkeit der Familie da. Sein Blick und seine Haltung ist wachend über die Personen....

Der Hund hat ebenfalls eine Bedeutung. Es ist kein irischer Wolfshund, normalerweise gilt dieser Hund in Königsfamilien als Statussymbol für Reichtum und Macht. Aber dieser Hund ist kein Jagdhund und er ist kein Statussymbol. Er sieht nicht aus wie ein Rassehund. Außerdem ist er dick. Der Hund kann viele Bedeutungen haben, beispielsweise kann er dafür stehen das die Familie für jeden Bürger egal in welcher Position etwas übrig hat und sich um die Bürger sorgt. Es kann sein dass das Land im Wohlstand und Reichtum steht und keine Statussymbole braucht um dies zu beweisen...

Man sieht in einer Art Spiegel den König und die Königin, sie sind im Hintergrund und haben die Bedeutung das sie über ihre Tochter wachen. Das Königspaar ist im Hintergrund nicht mal sicherlich anwesend in dem Zimmer. Man sieht nur eine Reflexion von ihnen. Es stellt auch da, dass das Königspaar überall ist und über jeden und alles wacht...

Der Maler des Bildes ist der Künstler selbst. Sein Blick gilt dem Betrachter des Bildes. Er steht abwesend von dem Bild was er gerade malt und dies ist ein wenig merkwürdig. Vielleicht steht er weiter weg um sein Kunstwerk zu betrachten, aber dann würde es nicht erklären weshalb sein Blick dem Betrachter gilt und nicht dem Bild selbst. Vielleicht ist er auch nur in Gedanken, vielleicht lässt er sich durch die Anwesenheit der Königstochter und des Hoffräulein inspirieren. Ich finde gerade in am schwierigsten zu interpretieren, da er selbst der Maler des Bild ist.

Die anderen Personen halte ich für eher unwichtig, sie unterstreichen für mich nur den Wohlstand und den Stand der Familie.

Das ist ein Teil meiner Interpretation, natürlich gibt es tausend verschiedene, aber dass ist das was mir gerade spontan zu dem Bild einfällt.

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Kommentar von Happiness88
13.02.2016, 03:03

danke danke danke 👍🏼

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Kommentar von wwalter59
13.02.2016, 03:30

Der französische Philosoph Michel Foucault sieht das Bild als Musterbeispiel für die Vorstellungswelt des 17./18. Jhs. Alles wird repräsentiert, selbst der malende Künstler ist im Bild.

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Wahrscheinlich hat er sich etwas gedacht wie:

"Und nun hier ein bisschen dunkelbraun und da ein paar Tupfen gelb. Einfach ein wenig mit den Farben spielen. Jetzt nehmen wir die Spachtel und fügen dem Hund ein paar Details hinzu. Ein fröhlicher Hund ist das."

etc.etc.

So ein Bild zu malen hat reichlich lange gedauert, ich denke er hat sich einige Gedanken dazu gemacht. Möglicherweise auch so etwas banales wie:

"Hoffentlich bezahlen sie auch das was sie versprochen haben. Immer diese raffgierigen Adeligen. Ich würde ihm ja ne Warze ins Gesicht malen, aber dann fällt Weihnachten dieses Jahr mit Sicherheit aus. Hoffentlich krepiert keiner von denen an der Pest bevor ich fertig bin, sonst kann ich von vorn anfangen."


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Kommentar von Herb3472
12.02.2016, 21:07

Ich würde ihm ja ne Warze ins Gesicht malen, aber dann fällt Weihnachten dieses Jahr mit Sicherheit aus."

LOL

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Er wollte eigentlich sein Atelier malen und hat sich gedacht: "Mensch, wo kommen denn plötzlich die vielen Leute her? Und ein Hund auch noch dazu - soll ich den auch malen?"

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Kommentar von Happiness88
12.02.2016, 21:05

Sie bekommen eine glatte mangelhafte Note von mir :)

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"Sind das Kinder, Puppen, oder Marionetten?"

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Kommentar von Happiness88
12.02.2016, 21:04

Das sind  erwachsene Personen, ein Kind, ein Hund und zwei kleinwüchige Personen abgebildet, deren Namen mir mittlerweile auch bekannt sind.

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