Warum wird "Die Sucht" und "er sucht" ander ausgesprochen?

8 Antworten

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Ich versuch es mal knapp und anschaulich. ;-)

(Die) "Sucht" ist ein einsilbiges Substantiv ohne Betonung auf dem ersten Vokal (also dem U). Es gibt auch welche, die da eine Betonung haben (z.B. "Wut"), aber "Sucht" nunmal nicht.

(Er) "sucht" ist eine konjugiertes Verb. Infinitiv wäre hier "suchen" - mit Betonung auf dem ersten Vokal (also dem U). Einsilbig ist das konjugierte Verb in diesem Fall deshalb, weil an den ebenfalls einsilbigen Stamm "such-" das "t" für 3. Person (Singular, Präsens, Aktiv, wer's braucht :-)) angehängt wurde.

Kurz: Die Betonung auf dem ersten Vokal wird einfach vom Infinitiv an das konjugierte Verb "vererbt". Und da muss auch nichts plötzlich revolutionsmäßig anders geschrieben werden, weil es sich aus der Grammatik erschließt. Gibt's auch in anderen Sprachen. Und wenn man schon so weit ist, dass man "suchen" konjugieren kann, ist die Betonung vermutlich eh das kleinste Problem. ;-)

Die anderen Antworten sind so unsensibel wie uninformiert. Während das lange "u" bei "er sucht" den normalen Regeln der Phonetik unterliegt, wird das Wort "(Drogen-)Sucht" (kurz ausgesprochen) von "Siechen" abgeleitet, und durch die andere Aussprache läßt es sich gut unterscheiden. Die deutsche Sprache ist leider nicht so phonetisch, wie manche behaupten. Mir ist auch nicht ganz klar, warum "Ruhm" (Berühmtheit) lang ist, aber "Rum" (Getränk) kurz, oder erst recht "Hochzeit" (Zeit des Aufblühens) lang, und Hochzeit (Eheschliessung) kurz.

Gegenfrage: wie würdest du denn eins von beiden anders schreiben?

Der aussprache zufolge suchen = suucht

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@Geazel88

Oder mit "H", auch wenns dann recht doof aussieht^^ Er suhcht (Jaaaaaa ich weiß, ein "H" vor einem "CH" gibts nicht blablabla =D

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@Rakthas810

Oha...das wäre aber gegen alle Regeln der deutschen Rechtschreibung!

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