Warum wird der Kommunismus nicht stärker verurteilt?

5 Antworten

Von Experte Ralph9 bestätigt

Der Grund, warum der Kommunismus möglicherweise nicht so stark verurteilt wird wie der Faschismus, liegt vielleicht darin, dass die Opfer des Kommunismus oft weniger bekannt sind und weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten als die Opfer des Holocausts oder anderer faschistischer Verbrechen. Die Gräueltaten des Nationalsozialismus sind in der Geschichte sehr präsent und haben einen tiefen emotionalen und moralischen Schock hinterlassen, was zu einer breiten Ablehnung und Verurteilung geführt hat.

Außerdem wird der Kommunismus in einigen Teilen der Welt immer noch als eine Ideologie angesehen, die für soziale Gerechtigkeit und Gleichheit kämpft, während der Faschismus eindeutig mit rassistischer Unterdrückung, Völkermord und anderen grausamen Verbrechen in Verbindung gebracht wird. Dies kann dazu führen, dass der Kommunismus nicht in gleichem Maße als moralisches Tabu betrachtet wird.

Sag mir mal ein Land das kommunistisch war oder ist .

Vorher informierst du dich was Kommunismus wirklich ist.

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@Blume8576

Sowjetunion

Jugoslawien

DDR (Deutsche Demokratische Republik)

Tschechoslowakei

Polen

Ungarn

Rumänien

Bulgarien

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@Sahra2007

Keines davon ist oder war kommunistisch .

Versuch es noch mal , wenn Du weist was Kommunismus wirklich ist und woran man ihn erkennt.

Falls du keine Ahnung hast schau mal bei meiner Antwort nach

Lg

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@Sahra2007

Wenn das so Leute geschrieben haben wie du dann ist das alles falsch.

Hast du meine Antwort gelesen und das Beispiel im Link?

Dann weist du was Kommunismus wirklich ist.

Frage : Welches land auf der Erde hat oder hatte Basisdemokratie?

Welches Land existiert ,oder hat existiert , in denen die Menschen sich ohne Geld gegenseitig geholfen haben, alle Arbeiten zu erledigen.

Oder die Aufforderung nochmal :

Nenne mir ein Land das kommunistich ist oder war .

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@Blume8576
Wenn das so Leute geschrieben haben wie du dann ist das alles falsch. Hast du meine Antwort gelesen und das Beispiel im Link? Dann weist du was Kommunismus wirklich ist.

Weil ich hier zufällig grad drüberfalle:

Das ist allenfalls Deine sehr eingeschränkte private Sichtweise, die von den Tatsachen und Fakten nicht gedeckt wird. Denn Dein abwegiger Versuch beruht darauf, die Bedeutung des Begriffs Kommunismus einzuschränken auf die reine gesellschaftstheoretische Utopie.

Aber diese Einschränkung steht wider der Bedeutungen, die der Begriff "Kommunismus" in Wirklichkeit umfasst und bezeichnet, siehe z.B. kurz zusammengefasst hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus

Kommunismus (...) ist ein (...) politisch-ideologischer Begriff mit mehreren Bedeutungen:
Er bezeichnet erstens gesellschaftstheoretische Utopien, die auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung beruhen.
Zweitens steht der Begriff, im Wesentlichen gestützt auf Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, für ökonomische und politische Lehren mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.
Drittens werden damit Bewegungen und politische Parteien (vgl. Kommunistische Partei) bezeichnet, die das Ziel verfolgen, Gesellschaften zum Kommunismus zu überführen bzw. kommunistische Theorien praktisch umzusetzen.
Viertens bezeichnet er (...) daraus hervorgegangene Diktaturen unter Vorherrschaft kommunistischer Parteien. Die größte Ausdehnung erreichte dieses Herrschaftssystem mit der Sowjetunion und ihren verbündeten Ostblockstaaten sowie der Volksrepublik China während des Kalten Krieges.
In einigen kommunistischen Parteidiktaturen (Realsozialismus) kam es zu Massenverbrechen, wie dem Großen Terror in der stalinistischen Sowjetunion der 1930er-Jahre, in der Volksrepublik China während der maoistischen Kulturrevolution in den 1960er- und 1970er-Jahren oder zuletzt unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha. Der Zerfall der Sowjetunion um das Jahr 1990 besiegelte das Ende der meisten realsozialistischen Staaten.
Eine Abgrenzung zum Sozialismus ist nicht immer möglich.

ALL DAS sind nunmal Bedeutungen des Begriffs "Kommunismus", auch wenn Du das ganz privat für Dich vielleicht lieber anders sehen willst.

Wenn Du den Begriff Kommunismus allein auf seine gesellschaftsutopische Dimension einschränken willst, dann kannst Du vielleicht zu einer solchen Meinung kommen, wie Du sie schreibst.

Aber eine solch eindimensionale Einschränkung ist nunmal allenfalls Deine private Sichtweise und entspricht bei weitem nicht dem, was der Begriff Kommunismus in Wirklichkeit alles bezeichnet, s.o..

Wahrscheinlich weißt Du das sogar und klammerst Dich trotzdem an die bewusste Reduzierung auf die "reine Lehre".

Du kannst aber nicht den Begriff "Kommunismus" auf diese Weise kapern und nichts anderes als Deine rein private Sichtweise dazu gelten lassen und dieser gegenüber alles andere ausschließen, was damit in Deinen Augen nicht zu tun haben soll.

Allein schon im verlinkten Artikel werden die verschiedenen Strömungen kommunistischer Richtungen in Grundzügen dargestellt. Bekanntlich gibt es außerdem nicht "den Kommunismus", sondern dieser Begriff bezeichnet schon von Anfang an etliche verschiedene Gesellschaftsentwürfe und deren Umsetzungsversuche.

Daher gibt es auch nicht "den Kommunismus, wie er wirklich ist" und Deine private Sichtweise mag eine von vielen sein, aber die Deutungshoheit dafür hast Du nicht und Du kannst sie auch nicht für Dich beanspruchen; weil der Begriff in Wirklichkeit weit mehr bezeichnet als Du offenbar rein privat für Dich darunter verstehen und gelten lassen willst.

Im Grunde genommen sind wir damit sogar bei einem der wesentlichen Feststellungen: Die Utopie des Kommunismus ist noch bei jedem Versuch, sie umzusetzen und Wirklichkeit werden zu lassen, gnadenlos gescheitert und hat stattdessen nur unsagbares Leid gebracht. Natürlich gab es in Wirklichkeit bekanntlich bereits etliche kommunistische Umsetzungsversuche; und allesamt haben zahllose Tote zur Folge gehabt.

Natürlich gab es Regime und Diktaturen unter der Vorherrschaft kommunistischer Parteien, wie Sahra2007 völlig zurecht aufgezeigt hat; und auch für diese wird der Begriff "kommunistisch" bekanntlich völlig zurecht verwendet. Da ändert auch Deine private Sichtweise und Dein unberechtigter Engführungsversuch des Begriffs nichts dran.

Der Kommunismus ist und bleibt eine utopische Ideologie, deren Umsetzung in einer Staatsform gar nicht anders kann als entweder mit brutaler Gewalt einher zu gehen oder gnadenlos zu scheitern; und mittelfristig wahrscheinlich zunächst das Eine und dann das Andere, wie man z.B. an der realsozialistischen Sowjetunion gesehen hat.

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abei wird als Ausrede gesagt, dass man Kommunist sein und gleichzeitig diese Verbrechen (z.B Gulag) ablehnen kann, aber man kann ja auch nicht sagen :"Ich finde die Ideologie des Faschismus und Nationalsozialismus gut, verurteile aber den Holocaust"

Das ist der entscheidende Unterschied: Die Ideologie des Faschismus geht von der Überlegenheit einer Rasse oder Nation aus, daraus leitet sich (aus der Sicht der Faschisten) das Recht dieser Rasse ab, andere zu dominieren und zu vernichten. Die Ideologie des Kommunismus geht von der Gleichheit aller Menschen aus, nur wurde dies nie von denjenigen respektiert, die vorgaben, kommunistisch zu sein.

Die Systeme in denen es zu Menschenrechtsverletzungen kam waren nicht wirklich sozialistisch. Der Grundgedanke des Sozialismus/Kommunismus sollte nicht verurteilt werden da der Kommunismus die gerechteste Gesellschaftsform ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Politik interessiert und Mitglied der Linksjugend

Sehr gerecht wenn alle Verhungern dürfen. Der Nationalsozialismus tötet andere Völker. Der Kommunismus das eigene.

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@Dolfuss

Es gab noch nie Kommunismus auf der Erde.

Somit hat er auch noch nie jemand getötet.

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@Blume8576

Doch gab es und gibt es. Kuba ist Kommunistisch UND arm.

Kommunistmus endet IMMER in einem Drama weil es nicht zum Menschen passt.

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@Dolfuss

Kuba ist doch nicht kommunistisch.

Da gibt es keine Basisdemokratie und es existiert noch Geld.

Die Kibuzze in Israel sind nah drann am Kommunismus. Die Menschen dort leben sehr gut .

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@Blume8576

Nur wenn es im kleinen Rahmen funktioniert, heisst das nicht das das im grossen Rahmen auch geht.

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@Manu2007het

Darum geht es in deiner Frage nicht.

Der Kommunismus hat keine 100 Million Tode verursacht, weil es ihn noch nirgends gab.

Deine Annahme in deiner Frage ist falsch.

In den Kibuzze sind sie nah drann und dort geht es den Leuten gut .

Willst du das jetzt verurteilen, wie sie dort friedlich zusammen leben, mit Basisdemokratie ?

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@Blume8576

Dann warens halt Versuche den Kommunismus einzuführen, die 100 Millionen Tote verursacht haben

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Um diese Gerechtigkeit zu erlangen, muss man die "Ungerechten" beseitigen und dafür braucht es Menschenrechtsverletzungen

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Für die absolute Mehrheit der Menschheit, die im Kapitalismus ausgebeutet und unterdrückt wird, wäre der Kommunismus natürlich eine bessere Alternative als das derzeitige kapitalistische System. Ein objektives Interesse an der Erhaltung des Kapitalismus hat hingegen nur die kleine herrschende Minderheit der Kapitalisten, die vom derzeitigen System profitiert.

Gerade weil diese Klasse der Kapitalisten aber die wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht auf sich konzentriert, hat sie auch die Möglichkeiten, unter der breiten Bevölkerung Rechtfertigungen für ihre privilegierte und herrschende Stellung zu streuen und alternative Vorstellungen zu verteufeln, mit anderen Worten Ideologie und Propaganda zu verbreiten.

Die angeblichen 100 Millionen Toten sind genau so ein Propagandamachwerk. Diese Zahl wurde ursprünglich von Stéphane Courtois in seinem "Schwarzbuch des Kommunismus" aufgestellt und war dermaßen unhaltbar, dass sogar drei seiner fünf Koautoren sich später davon distanzierten und ihm Schludrigkeit, Übertreibung und Voreingenommenheit vorwarfen.

In die Zahl fließen tatsächliche Todesopfer von politischer Repression ebenso ein wie Tote durch Hungersnöte und Kriege, die allesamt eindimensional auf die Ideologie der jeweils regierenden kommunistischen Partei zurückgeführt werden, ohne dass äußere Einflüsse oder historische Umstände zur Geltung kommen.

Mehr als die Hälfte der Todesfälle gehen allein auf die Hungersnot in China infolge der schlecht geplanten Industrialisierung (Großer Sprung nach vorne) zurück, obwohl es hierzu keine verlässliche Zahlen und keinen Konsens über die tatsächliche Zahl der Todesopfer gibt, und Courtois hat sich natürlich die allerhöchste Schätzung rausgepickt, ohne sie belegen zu können.

Es ist legitim, den Stalinismus für sein autoritäres politisches System und die gewaltvolle Repression zu kritisieren. Diese Kritik wurde bereits früh von demokratisch-sozialistischer, räte- und linkskommunistischer sowie von trotzkistischer Seite geleistet und nach Stalins Tod teilweise auch von marxistisch-leninistischer Seite.

Davon mal ganz abgesehen, dass Faschismus und Kommunismus völlig gegensätzliche Inhalte haben, übersieht das stumpfe Bodycounting noch etwas Wesentliches: Die Errichtung einer stalinistischen Diktatur war keine Folge des kommunistischen Programms, und die Verursachung von Hungersnöten war auch kein Ziel der stalinistischen Bürokratien, sondern eine Folge ihrer Fehleinschätzungen. Die Massenmorde und Vernichtungskriege der Faschisten hingegen sind eine logische Folge ihrer Ideologie der Ungleichwertigkeit.

Kommunismus führt zu Totalitarismus und Totalitarismus zu Massenmord

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