Warum stehen Heizkörper immer unter dem Fenster?

6 Antworten

Um im Winter die durch die Fenster eindringende Kälte gleich an Ort und Stelle abzublocken.

Um einen optimalen Wärmekreislauf im Raum zu gewährleisten: die Warme Luft steigt vom Heizkörper auf, trifft auf die kältere Luft vom Fenster kommend, wandert zur Zimmerdecke, durchquert den Raum, erkaltet hiebei, fällt an der Wand am Fenster gegenüberliegend wieder nach unten, wandert Richtung Heizkörper und der Kreislauf beginnt von neuem. Natürlich kann die Heizquelle auch wonaders stehen im Raum, das Zimmer wird trotzdem warm allein durch die aufsteigende Dynamik warmer Luft. Unter dem Fenster ist halt der optimale Standort.

Spelsberg bringt es auf den Punkt, zwecks der besseren Wärmeverteilung und der Tatsache daß Frischluft bzw. vom Fenster kommende kühlere Luft erwärmt wird. Und die Luft muss nicht extra durch Ventilatoren (außer in riesigen Hallen) bewegt werden, da sie durch die Temperatur eine Eigendynamik entwickelt.

Was für eine "Eigen-Dynamik"? Wielleicht solltest du die meinen Thermodynamik-Professoren mal erklären.

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@Knowledge

Eigendynamik durch die Temperaturdifferenz die vorhanden ist wenn die kalte Luft von außen, durchs Fenster, auf die wärmere vom Heizkörper abgestrahlte Luft trifft. In dem Moment erwärmt sich die von außen kommende Luft ja ebenfalls, und steigt daher nach oben. Dadurch entsteht ja eine Luftbewegung, die wiederum den Wärmekreislauf in Gang setzt. In ganz großen Räumen kannst Du den Effekt sogar mit der Hand fühlen. Und Ventilatoren braucht man in einem normalen Raum nun wirklich nicht. Das wäre verschwendete Energie und ist laut , da man sich ja auch den oben beschriebenen Effekt zunutze machen kann. In Altbauwohnungen kommt das häufig vor daß Heizkörper versenkt eingebaut sind. So war das nun einmal früher. Heute lohnt es sich definitiv den Körper (meist ein dicker Gusskörper) auszubauen, die Wand zu isolieren und abzudichten, und durch einen neuen, schlankeren Heizkörper zu ersetzen. Wer handwerklich begabt ist kann das selbst, sollte das aber mit dem Hausmeister absprechen falls vorhanden (da die Heizungsanlage an Druck verlieren wird und danach entlüftet werden muss). Am besten wendet man sich aber an den Hausi und an den Fachmann. Es macht viel aus. Ach ja, ein Heizkörper kann natürlich überall im Raum an der Wand hängen oder stehen. Am optimalsten ist es jedoch am Fenster, da die dort eintreffende kühlere Luft (und deren Teilchen, siehe auch Konvektion) erwärmt und so verhindert wird daß der Raum zu stark abkühlt. Außerdem natürlich ist es von Vorteil daß dadurch das Raumklima gefördert bzw. die Luft bewegt wird.

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@sunshinefire

Das hört sich ja erstmal ganz logisch an, bevor man nachdenkt. Aber Sie sagen die ganze Zeit etwas von kalter Luft, die durch das Fenster reinkommt. Wer heizt aber bei offenem Fenster? Die Luft die trotz Dichtungen hineinkommt, ist minimal und trägt kaum zur Abkühlung des Raumes bei. Es kommt keine kalte Luft von draussen, sondern die Luft im Zimmer kühlt sich am Fenster ab. Vor allem ist die Begründung unlogisch, die Zirkulation damit verbessern zu wollen. Kalte Luft fällt nach unten, heiße steigt nach oben. Wenn jetzt die Heizung und das Fenster auf der gleichen Seite des Raums sind, dann wird doch dadurch die Zirkulation eher abgeschwächt.

Nehmen wir an wir schauen uns ein Raum von der Seite an, links das Fenster, rechts die Heizung. Dann fällt links die kalte Luft am Fenster nach unten, während rechts bei der Heizung die warme Luft nach oben steigt. Das ergibt dann ein super Kreislauf gegen den Uhrzeigersinn.

Ich glaube man will genau das verhindern, denn einerseits braucht keiner die warme Luft an der Decke, wo sich im Normalfall keine Personen befinden, andererseits will man auch keine Zugluft haben.

Dass das nach zweieinhalb Jahren endlich jemand klargestellt hat...

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