Warum sprechen Afrikaner englisch so anders?

5 Antworten

Zum einen sind Engländer und Amerikaner englische Muttersprachler, während - genau wie wir - diejenigen Afrikaner, die englisch sprechen, das in der Schule gelernt haben. Es kommt immer die Aussprache der eigenen Muttersprache durch. Ein Franzose, der englisch spricht, hört sich anders an als ein Deutscher, der englisch spricht. Und die Wlt ist groß und hat unendlich viele Sprachen, da hört sich auch Englisch immer etwas anders an, je nachdem, wo man gerade ist.

Afrikaner sind auch Muttersprachler und lernen es nicht erst in der Schule zumindest in einigen Ländern.

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@couch0gamer

Ich kenne kein einziges Land, in dem das so ist. Welche schweben Dir denn so vor?

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@musso

Sierra Leone, Ghana und noch andere du musst einfach nur googeln, dann steht da auch, dass Englisch dort Amtssprache ist und keine andere.

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@couch0gamer

Amtssprache hat nichts mit Muttersprache zu tun! In Gambia ist Englisch auch Amtssprache, im Senegal französisch, aber es gibt keine Muttersprachler. Vielmehr ist das ein Relikt aus der Kolonialzeit und der Tatsache geschuldet, dass es so viele einheimische Sprachen gibt. Englisch bzw. französisch wird erst in der Schule gelernt, wo es Unterrichtssprache ist.

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@musso

Ich würde mal sagen, dass die Amtssprache sehr wohl was mit Muttersprache zu tun hat, weil sie die jeweiligen Sprachen ja auch einfach als Amtssprache abschaffen könnten. Die Länder, die früher Teil der UdSSR mussten ja auch alle Russisch als Amtssprache haben und haben es jetzt zum Teil auch nicht mehr. Mein Vater hat auch von klein auf Englisch gesprochen schon vor der Schule.

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@musso
Mit 79 verschiedenen Sprachen und Idiomen ist die Sprachvielfalt recht groß. Amtssprache ist  Englisch.
SpracheSprecher Akan8.300.000 Ewe2.250.000 Abron1.050.000 Farefare820.000 Dagbani800.000 Dangme800.000 Ga600.000 Konkomba500.000 Hausa202.000
Die meisten Ghanaer wachsen bereits vor ihrem Schulbesuch mehrsprachig auf und lernen dann in der Schule zusätzlich die lokal dominierende Sprachgruppe Akan (80 Prozent) und/oder Englisch (70 Prozent). 

In Sierra Leone spricht ein kleiner Bevölkerungsteil auf englisch basierendes KRIO. Das sind die Nachfahren freigelassener Sklaven aus Amerika, die hier angesiedelt wurden. Der Rest sind auch hier afrikanische Sprachen (90 %)

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@couch0gamer

nein, Muttersprache ist das, was Du als erstes sprechen lernst, nicht erst später in der Schule oder in der Vorschule. Das hat nichts mit der Amtssprache zu tun. Viele Menschen beherrschen gar nicht die Amtssprache ihres Landes. Nur, wenn sie eine Schule besucht haben.

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Es gibt auch in Afrika sehr unterschiedliche Aussprachen der Sprache "Englisch".

So klingt zumeist das Englisch eines Menschen in Ägypten völlig anders als das Englisch in Nigeria. Und auch in Südafrika hört sich das Englisch völlig anders anders an, je nachdem, ob es von einem "Afrika(a)ner" (früher wurden sie "Buren" genannt), einem "englischstämmigen" Südafrikaner oder einem in South Africa lebenden Zulu ausgesprochen wird.

Du hast richtig gehört: Das sind alles unterschiedliche Akzente.

Gruß, earnest

Nicht nur Afrikaner sprechen anders. Englisch besteht aus unzähligen Dialekten und Versionen, die in diversen Ländern auch als die jeweils korrekte angesehen werden. Exklusivste Unterteilung ist zwischen British und US-Amerikanisch. Wenn ich z.B. in einem Text an einer Deutschen Universität Amerikanische Ausdrücke verwende, gibts "Punktabzug".

Aber man muß gar nicht soweit gehen: Durchquere London von Norden nach Süden und Du triffst auf mindestens acht verschiedene Varianten der Englischen Sprache. Für Ungeübte zum Teil kaum verständlich.

Michael Jackson brauchte am Anfang auf seinen Tourneen einen Dolmetscher, weil kaum jemand seinen - gesprochenen - heftigen Südstaaten-Akzent verstehen konnte.

Und auf den Englisch-Sprachigen Inseln der Karibik existieren ebenfalls sehr unterschiedliche Varianten des Englischen. Auf manchen Inseln sogar mehrere.

Auf Trinidad kann ich sofort an der Aussprache erkennen, wer von der North-Coast, oder aus der Hauptstadt, oder aus dem Caroni-Gürtel oder aus dem Süden kommt.

Und was mich in letzter Zeit echt ärgert, ist dieses - Ich nenne es "Justin-Bieber-Englisch" - künstliche genuschelte Englisch, das vor allem im Fernsehen immer mehr Verwendung findet, und sich bereits auch in Filmen verbreitet. Zum Beispiel haben sich Sylvester Stallone und Sandra Bullock in Interviews beschwert, daß sie diesen Kauderwelsch lernen mußten, weil die Produzenten es verlangen. (Die Hauptklientel, die Jüngeren, bestehen darauf)

Die grundsätzliche Fähigkeit, Laute zu bilden, erlernt man in der Kindheit. Wenn man eine Sprache später erlernt, kann man die später gelernte Sprache nur mit den in der Kindheit erlernten Lauten nachsprechen. Man kann zwar noch neue Laute lernen, aber in weitaus geringerem Umfang.

Demnach spricht man später erlernte Sprachen immer mit dem Akzept der ursprünglich erlernten Sprache.

Warum sollen sie nicht? Die Bayern reden ja auch anders als die Hamburger, die Schweizer auch anders als Berliner, die Franzosen auch anders als die Kanadier und und und.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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