Warum soll man sich heute noch mit Literatur aus der griechischen Antike beschäftigen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Heutzutage ist die allgemeine Beschäftigung mit altgriechischer Literatur (vgl. Lateinische Literatur) überflüssig geworden, auch wenn "unsere" Kultur auch zum Teil auf deren Gedankenwelten aufgebaut ist. Natürlich sollte jeder wissen, dass die Grundlagen des Denkens durch die SPA-Philosophen gelegt wurde (Sokrates - methodischer Zweifel, Platon - Deduktion (Idee > logische Beweise), Aristoteles - Induktion (experimentelle Beweise)), da würden z. B. viel mehr Menschen die fachbegrifflichen Anglizismen so vieler Master- und Doktorarbeiten oder Gutachten oder..., die man für wissenschaftlich modern halten soll, als uralt modernd entlarven können... In der fiktiven Literatur sind wir aber Lichtjahre weitergekommen - über Shakespeares Dramen und "Schiller und Goethe" und.... und... zur Filmkunst bis in 3D-Form. Interessanter, vielleicht auch lehrreicher sind heutzutage z. B. die inhaltlich relativ neutralen, sprachlich gewandten Essays (auch filmisch) über nicht-fiktive Biografien aller möglichen Menschen. - Nur Fachleute greifen da für ihre Themen auf altgriechische Literatur zurück - eben um zu einer Wurzel ihres "Problems" zu kommen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Generell baut unsere Kultur auf der Antike auf und gerade in Kunst und Literatur wurde sie über Jahrhunderte hinweg gerne zitiert. Kenntnisse in der Antike können also viele andere Werke erschliessen.

Denk nur mal an all die Sprichwörter und Redewendungen, die der griechische Mythologie entstammen: Sisyphosarbeit, Medusenblick, Achillesverse, etc.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo potterrheadd!

Wer sagt denn, dass man soll?

Ein Großteil der Menschheit hat sich ja bereits für die Dummheit entschieden und beschäftigt sich nicht im geringsten mit der Frage, was man soll, geschweige mit der Literatur der griechischen Antike. Allerdings sind in der griechischen Antike die grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz behandelt und zwar so tiefgründig, dass nahezu alle Schriftsteller der folgenden Generationen und Zeitalter sich mit diesen Inhalten auseinandergesetzt haben, Erzählungstypen übernommen haben, Stoffe wieder aufgearbeitet, modernisiert neu formuliert haben, und das bis auf den heutigen Tag.

Nur unsere heutige Zeit beschäftigt sich vor allem mit der Frage: "Wie kann ich noch ein bisschen reicher werden?" - und fährt dabei die ganze Welt vor die Wand. Aber auch dies Motiv gab es schon in der griechischen Antike.

Gruß Friedemann

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der erste Grund heißt Ilias und der zweite Odyssee, um mal von Platon, Aristoteles, Sappho etc zu schweigen.

Wer Homer liest, lernt den Menschen kennen, seine Psychologie, seine Größe und seine Abgründe. 

Liebe, Hass, Gewalt, Treue, Verrat, Hochmut, Täuschung und Selbsttäuschung, Heldentum, Feigheit, Glaube - alles da.

Dazu selbst in der Übersetzung eine mitreißende Sprache.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ArnoldBentheim
26.11.2016, 19:05

Du hast auch die "Väter der Geschichtsschreibung" verschwiegen, Herodot und Thukydides.  :-))

1

Was möchtest Du wissen?