Warum sind manche Menschen in Ostdeutschland so ?

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14 Antworten

Ist ein bisschen komplizierter. Für viele hat sich subjektiv nach der Wende einiges verschlechtert. Die Umstellung auf den Kapitalismus haben viele nicht richtig nachvollziehen können - auf einmal ist man für Erfolg, Wohlstand, Urlaubsreisen etc. selbst verantwortlich, wo früher vieles über den Staat und seine Organisationen geregelt wurde.

Hinzu kommt das Tempo der Wende - wenn man sich anschaut, dass innerhalb eines Jahres ein komplettes Land, mit allem, was die Leuten kannten und ihnen vertraut war, verschwunden ist, dann kann das schon sehr verstören. Gehört man dann zu den Leuten, die durch die Umstellung arbeitslos wurden und den Anschluß nicht bekamen, z.B. weil ihre Ausbildung im Westen nicht anerkannt wurde, dann geht es ganz schnell abwärts mit dem Selbstbewusstsein.

Viele haben das Gefühl, "abgehängt" worden zu sein und in ihren Augen kommen da jetzt die Flüchtlinge her und kriegen ihrer Meinung nach alles hinterhergeschmissen. Die Unzufriedenheit, die sich seit der Wende angestaut hat, sucht sich jetzt ein Ventil - und wählt AfD, gerade, weil sie wissen, dass es die bestehenden Parteien provoziert. Es ist eher eine Trotzreaktion als eine reife, durchdachte Wahlentscheidung.

Das Gedächtnis der Menschen ist kurz und arbeitet selektiv.

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Im Osten sind die meisten unzufrieden mit Flüchtlingen obwohl es wenige im Osten sind warum?

Schau dir mal an, wie viele Menschen im Osten nicht AfD gewählt haben. Das sind bedeutend mehr als die AfD-Wähler. Außerdem werden im Osten immer noch viel mehr Stimmen an die Linke gegeben als im Westen. Wieso ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen, den Osten als Land der Linken zu bezeichnen?

Weshalb durften Menschen aus Ostdeutschland an die West Rentenkasse ran obwohl die Nie einbezahlt haben.

Du solltest dich mal mit der Finanzierung der Renten befassen. Renten werden nicht aus einem zuvor angesparten Vermögen bezahlt. Renten werden im Umlageverfahren finanziert, was bedeutet, dass sie im Wesentlichen aus den laufenden Einnahmen der Rentenkassen bezahlt werden, in die auch die Beiträge der im Osten Beschäftigten einflossen, als die ersten Renten an Ost-Rentner flossen.

Außerdem haben die Bürger der DDR mit ihrem Volkseigentum bezahlt, das für'n Appel und'n Ei an "Wessis" gegangen ist. Weiterhin waren es Westfirmen, die von der Übernahme der DDR profitiert haben. Die Einverleibung der DDR war kein altruistischer Gnadenakt der alten Bundesrepublik. Das war ein gigantischer Raubzug. Die Anerkennung und Umrechnung von DDR-Rentenanwartschaften war eine der politischen Notwendigkeiten dafür.

Westdeutschland hat den Osten wieder aufgebaut sei es mit Industrie Autobahnen usw.

Die Neuen Bundesländer wurden in einem historisch beispiellosen Prozess bewusst und willentlich deindustrialisiert und dadurch dauerhaft abhängig von Alimentierung aus dem Westen gemacht. Autobahnen und Verkehrswege sind Infrastruktur, die der Wirtschaft nutzen, die fast ausschließlich in westdeutscher Hand ist.

Es gibt keinen Grund für Dankbarkeit gegenüber dem Westen.

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Kommentar von Lazarius
07.09.2016, 11:39

DH! Man kann es nicht besser zum Ausdruck bringen.

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Hallo Kout78,

woher weisst du, dass wir unzufrieden sind? Hast du mit uns Ossis schon mal gesprochen oder uns besucht?

Lass mich raten, du hast es in der BILD gelesen....


Im Osten sind die meisten unzufrieden mit Flüchtlingen obwohl es wenige im Osten sind warum?

Wir haben vor Weihnachten knapp 60 Flüchtlinge in unsere Gemeinde bekommen und keine Probleme gehabt sie zu integrieren, im Gegenteil, sie lernen fleißig und wollen arbeiten.


Ich kann dir nur sagen, dass wir NICHT nachts mit weißen Kapuzen und ner Fackel in der Hand rumrennen....


Sind die nicht selbst geflüchtet?

Vor wem oder was und vorallem warum?

Bei uns ist es doch wunderschön;-)


Westdeutschland hat den Osten wieder aufgebaut sei es mit Industrie Autobahnen usw.

Wieviel VEB Betriebe und Ländereien wurden für einen Spottpreis verscherbelt? Wer hat da wohl zugeschlagen....

Ausserdem hast du schon mal was von Rotkäppchensekt, Florena, Spee oder sogar Hallorenkugel gehört? Na?


Eigentlich müssten die doch Glücklich sein oder?


Ich bin jedensfalls zufrieden mit meinem Leben!  Ich hab alles, was ich brauche, ein Dach über dem Kopf, ein warmes Bett, jeden Tag etwas zu Essen, Zugang zu  medizinscher Versorgung, alles andere sind Luxusprobleme.

Ich weiss echt nicht, warum es dieses Schubladendenken nach dieser
langen Zeit immer noch gibt, ich hab genügend sogenannte "Wessi-"
Freunde und komme prima mit ihnen klar, genauso hab ich "Ossi-"Freunde.

Was soll das? Irgendwie kam mir der Gedanke, dass hier der Neid aus dir spricht....

Was beweckst du eigentlich mit deiner Frage?

Das Lg spar ich mir an dieser Stelle hier.

kruemel

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Kommentar von Startrails
06.09.2016, 18:29

Welche wahre Antwort - hierfür DH inkl. Danke!

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Kommentar von Stellwerk
06.09.2016, 19:49

Hm... Hallorenkugeln...

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Westdeutschland hat den Osten wieder aufgebaut ...

Die DDR hat viele Jahre den Wohlstand der Bürger der BRD gesichert.

Tausende von vielen fleißigen Arbeitern aus der DDR arbeiteten zum Teil rund um die Uhr, um Waren zu produzieren, die für einen Apel und ’n Ei in den Westen gingen.

Nur so war es möglich, dass der Bundesbürger damals z. B. einen Herrenanzug für 10 oder 15 DM kaufen konnte, während der DDR Bürger zum Teil 500 Mark dafür zahlen musste.
Das beste Gemüse, was im Osten angebaut wurde, ging weit unter Preis in den Westen, währen sich der DDR Bürger mit 3. und 4. Qualität begnügen musste.

Man kann sich auch fragen, wo der Westen heute denn währe, hätte er nicht die DDR und andere Ostblockländer gehabt, die ihnen einen Wohlstand garantierten, den sie ohne den Osten niemals erreicht hätten.

Nach der Wende wurden alle Ossis als faul hingestellt, die Industrie wurde platt gemacht und deren Kundenkarteien für Handelspartner aus der ganzen Welt gingen in den Westen.

Nein - wir müssen nicht dankbar sein.

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Die deutsche Teilung war eine Folge des Handelns des gesamten damaligen deutschen Reiches, ich weiß nicht ob Ostdeutsche damals überproportional in das NS-Regime verstrickt waren, eher nicht. Anders als der Westen, wurde die DDR nicht wieder in diesem Maße aufgebaut, insofern war es nur gerecht, dass die BRD - die ihrerseits durch die Amerikaner wieder aufgebaut wurde, nun selbst den Osten wieder aufbaute. Der Aufbau Ost waren letztlich verschleppte Kriegskosten in meinen Augen. Letztlich mussten die DDR Bürger für die Sünden aller Deutschen büßen, während die Westdeutschen über Jahrzehnte einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten, es gibt keinen Grund für diese Feindseligkeit ggü. den Ostdeutschen (Ich selber bin Schwabe btw.).

So wenige Flüchtlinge leben außerdem garnicht nicht im Osten, viele Jugendliche aus dem Osten sind in den Westen gezogen, viele Ostdeutsche wissen vermutlich aus erster Hand um die Zustände dort und wollen sie nicht bei sich.


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Wir haben gedacht, dass wir den Ossis die Neue Welt bringen. Aber sie wollten sie gar nicht haben. Daher haben sie auch die AfD gegründet. Mit ihrer HIlfe wollen sie einen Nachfolgestaat der DDR aus unserer schönen BRD machen. Zu viele sehen sich einfach zu doll zurück. Auf ihrer Ostalgiewelle haben sie ganz vergessen wie es wirklich war.

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Kommentar von beangato
06.09.2016, 17:42

So einen Blödsinn habe ich lange nicht gehört.

Kennst Du das Programm der AfD? Wenn nicht, solltest Du es mal lesen.

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Kommentar von JoachimWalter
06.09.2016, 20:13

Für diese Antwort gibt es kommentarlos erstmal einen Pfeil nach unten!

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Die "Ossis", wie Du sie abwertend nennst, haben für ihre Rente gearbeitet. Und sie bekommen heute noch weniger als ein "Wessi".

"Aufgebaut" wurde in den neuen Bundesländern GAR nichts - fast alle Betriebe wurden ABGWICKELT.

Wieso soll ein "Ossi" geflüchtet sein? Er hat doch da gelebt.

Ich BIN "Ossi" und durchaus nicht unglücklich.

Es haben übrigens nicht alle "Wessis" in die Westrente eingezahlt - z. B. Frauen, die nie arbeiten gingen.

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Kommentar von vitus64
06.09.2016, 18:58

""Aufgebaut" wurde in den neuen Bundesländern GAR nichts - fast alle Betriebe wurden ABGWICKELT."

Die Betriebe wurden geschlossen, weil sie nicht ansatzweise überlebensfähig waren.

Dass die DDR 1989 pleite war, war ja kein Zufall.

Ich war 1990 sehr häufig in der DDR und habe die Verhältnisse dort kennen gelernt.

Hinzu kommt übrigens, dass die ostdeutschen Produkte selbst in Ostdeutschland kaum noch abgesetzt werden konnten, nachdem die DM eingeführt wurde.

Selbstverständlich hat auch ein Wiederaufbau stattgefunden.

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Ja ist halt so. Gibt Menschen denen gibt man den kleinen Finger und sie nehmen dir alle Finger weg. Ist aber nicht nur dort so. Und bestimmt nicht alle.

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Weshalb durfte der Ossi an die West Rentenkasse ran obwohl die Nie einbezahlt haben

..oha..du weißt, wovon du sprichst?

Wenn du es wüßtest, würdest du nicht solchen Unsinn mit der..deiner..Frage verzapfen!

Deine kindliche Ausdrucksweise läßt es mich ertragen denn..ich weiß, was ich in der ehem. DDR geleistet habe und weiß auch, daß ich meine Rente guten Gewissens jeden Monat in Empfang nehmen kann, ohne vor Scham erröten zu müssen!

Geflüchtet..vor wem geflüchtet? Ich lebe immer noch auf dem Stückchen Erde, was sich bis 1990 DDR nannte und hatte absolut keinen Grund zu flüchten!

Eigentlich müssten die doch Glücklich sein oder?

Wie jetzt..spricht aus dir der blanke Neid, daß DIE jetzt glücklich sind? Weißt du überhaupt, ob DIE nicht auch schon vorher glücklich gewesen sein könnten und zum größten Teil auch waren?

Du hast aber ein gewaltiges Eigentor geschossen!!

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Kommentar von Realisti
06.09.2016, 17:57

So ganz  Unrecht hat der Fragesteller nicht.

Die Bürger der DDR haben in eine Rentenkasse eines untergegangenen Staates eingezahlt. Weiß Gott was die lieben Genossen mit den eingezahlten Ostmark gemacht haben. In unsere BRD-Rentenkasse haben sie nicht einen D-Mark vor der Wende eingezahlt. Bestehen aber auf volle Leistungen daraus.

Ich hatte auch noch nie unsolidarischere Kollegen oder Nachbarn als die ehemalige DDR-Bürger. Ständig erzählen sie mir wie toll es damals dort war. Warum ist dann dieser Super-Staat nicht mehr da?

Je nach dem wie es ihnen paßt sind sie Ossis oder Bundesbürger. Aus den neuen Bundesländern kommt nur Gemotze und Ärger. Nie ist es gut genug oder reicht ihnen. Auch die liebe Ostfamilie kennt uns nicht mehr seit dem sie selber Westwaren kaufen können. Meine Schwiegermutter war todtraurig, als sie erkannte, dass sie nur fürs "Päckchen packen" gut war. Sie selber trank keine "Jakobs Krönung" aber es gab beleidigte Briefe wenn keiner im Paket war. Oma trank "Aldis Rache" und die liebe Ostverwandschaft bekam die gute Ware.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Keine Solidarität von den ehemaligen Roten und das Beste ist immer noch zu wenig. Wenn man es nicht freiwillig gibt dann macht man Druck  mit allen Mitteln.

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Ich verstehe die auch nicht. Es geht ihnen doch viel besser als früher.

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Kommentar von elli1996
06.09.2016, 17:24

oh gott....

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Vielleicht hast du jetzt leider ähnliche Vorurteile gegen "Ossis", wie einige von ihnen Vorurteile gegen Flüchtlinge haben.

Wenn rund 25% die AfD oder NPD wählen, sind das noch lange nicht "die Ossis".

Ich finde es zwar auch beschämend, wenn es in einigen Gegenden so viele sind, aber man sollte nicht verallgemeinern.

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Kommentar von Muttimussweg
07.09.2016, 06:57

Haha, ja, dass ist unser Neuzeitsprech. Überlegtes Handeln gilt inzwischen als beschämend. Schleich Di :-)

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Kommentar von PeterSchu
07.09.2016, 21:42

Achso, es ist also überlegtes Handeln, wenn AfD-Anhänger sich freuen, wenn Flüchtlinge im Meer ertrinken. Und es war von Herrn Gauland auch überlegt, als er zuerst großspurig sagte: "das habe ich nicht gesagt", und als man ihm das Video zeigte, wo er es gesagt hat, meinte er: "Ja, ich hab es gesagt, aber Herr Höcke hat es zuerst gesagt."

Für mich klingt das nicht überlegt, aber wenn du meinst...

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Eigentlich müssten die doch Glücklich sein oder?

Ich würde die Mauer wieder hochziehen....und von der Ostseite verputzen.

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Kommentar von Malavatica
06.09.2016, 17:30

Ich helfe dir von der anderen Seite, lach. Früher war alles besser (?)

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Die sind nicht selbst geflüchtet..... Die wurden ja damals teilweise auseinander gerissen als die Mauer gebaut wurde. Viele wurden bei Flucht in den Westen erschossen. Ist vielleicht auch so ein Punkt. Man macht Aufstand wegen AFD und "Schießbefehl" ,aber damals hats wohl kein Schwein gejuckt wenn ein Ossi an der Mauer abgeknallt wurde.......Zumindest wurde da nicht so ein Wirbel drum gemacht.

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...weil es in der Ex-DDR überhaupt keine Flüchtlinge gab, für die Einwohner Flüchtlinge ein völlig fremdes Phänomen sind !

pk

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