Warum sagt man immer, wenn man gefragt wird, "Wie geht es dir", dass es einen gut geht, obwohl es einen schlecht geht?

21 Antworten

Naja, wenn dich jemand mal zwischen Tür und Angel fragt "Hey, Wie geht's dir" dann kommt ein "Gut, danke und dir" halt besser rüber als ein "Ich bin seit 52 Tagen unheilbar schwerhörig, habe in den letzten Monaten fünf enge Freundschaften verloren, mein Studium überfordert mich, das Mädchen in das ich verliebt bin ist unerreichbar für mich und ich hab kein Geld mehr auf dem Konto um die Miete zu bezahlen" *

* Fun-Fact: Alle diese beschrieben Sachen sind wahr und treffen aktuell auf meine momentane Lebensituation zu. ;-)

Hey schnaggii

Ich glaube das liegt daran, dass das "wie gehts dir" meist nur proforma gefragt wird und nicht ernst gemeint ist bzw. es viele gar nicht interessiert wie es einem geht.

Deswegen sage auch ich i.d.R. immer das es mir gut geht, obwohl es mir beschissen geht. Nur wenn es halt gar nicht mehr geht, öffne ich mich Menschen gegenüber, bei denen ich der Meinung bin, dass ihre Worte mir gut tun.

Ich wünsche dir und deinen liebsten einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebe Grüße

Andre

Also ich weiß nur zu gut was du meinst. Ich glaube weil es meistens einfach so ein "förmliches" wie geht es dir ist und man es einfach gewohnt ist "Gut" zu sagen.

Ist nur eine Floskel und keiner interessiert sich wirklich dafür wie es dir geht.

Wie hälst du es denn?

Achtest du darauf ob dein Gegenüber dir nur einfach Ja sagt oder nimmt es dich wirklich wunder?

Und wenn du es weist, bist du bereit zu helfen.

Denn was nützt es deinem Gegenüber wenn du dann doch nicht hilft in seinem Leid.

Weil man sich mit einem positiven Selbstbild identifizieren möchte.

Ich sah mal eine Reportage: Da kommt ein Mann wiederholt zum Facharzt mit einer schweren Krebserkrankung. Der Arzt fragt: Und, wie geht's? Der Patient antwortet: Och ja, ganz gut soweit.

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