Warum können viele Menschen nicht mehr miteinander reden?

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8 Antworten

Ich denke mir, dass es damit zusammenhängt, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben: Jeder muss alles perfekt bringen, egal ob im Beruf oder als Hausfrau oder..oder. Die Werbung gibt uns das perfekte Bild ab. Und dann kommt da jemand, der kritisiert MICH!!! ;-) Das ganze "perfekte Bild" stürzt zusammen! Also wird geblockt, man schaut der Wahrheit nicht ins Gesicht und dann immer frei nach dem Motto: Frechheit siegt, also demjenigen, der mich kritisiert, ordentlich selber einen drübergeben, dann ist er wenigstens ruhig. So kann man danach in Ruhe wieder seinem Traum nach Perfektionismus nachgehen. Dies gilt natürlich auch im Umkehrschluss. In dem ganzen Stress, den man sich macht, findet man kaum noch Zeit einmal innezuhalten und auf seine Mitmenschen zu blicken um dann ggfs. ein offenes Gespräch zu suchen. Das ist unangenehm und schwierig, dazu haben wir keine Zeit mehr! Leider! Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich das alles wieder umkehrt - und andere Werte zählen außer die so geliebte Scheinwelt!

Deine Worte in der Welt Ohr!!!

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Tolle Antwort, du sprichst mir aus der Seele.

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sehe ich genauso! :-)

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Auch von mir.Gute Antwort.

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Schwere Frage...ich denke, da wir Menschen im Durchschnitt sowieso nur wenige Minuten am Tag mit unserem Partner oder unseren Freunden reden, sind wir "außer Übung" und wissen nichtmehr, wie man aufeinander zugeht. Ich denke, ein Problem sind auch die neuen Kommunikationsmittel wie Handy und e-mail. Der Tonfall fehlt und oft wird etwas fehlinterpretiert und Missverständnisse kommen auf.

Weil einige Meschen keinen Vorteil darin sehen auf einen anderen Menschen zuzugehen. Viele Menschen müssen einen Vorteil geboten bekommen um wirklich auf andere zuzugehen. Nachteile halten Menschen erst recht vom kommen ab. Gruß,Crubble

Ja das stimmt.Wenn es für andere kein Vorteil gibt ist man schnell vergessen.

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Kann das nicht teilweise auch damit zusammenhängen, dass viele Menschen der Sprache nicht mehr mächtig sind?

Wenn jemand eine Frage stellt, sie aber leider nicht richtig formuliert, dann wird er im Zweifelsfall mit der Antwort wenig anfangen können, weil der Partner die "gestellte" Frage beantwortet hatte, nicht aber die "eigentlich gemeinte" - dafür gibt es ja auch hier bei GF immer wieder schöne Beispiele.

Wenn es bei der Frage vielleicht um Gefühle ging, dann wird der Fragesteller dem Antwortenden vielleicht mangelnde Sensibilität oder Unverständnis für die Gefühle anderer Menschen vorwerfen, obwohl er eigentlich nur seine Frage schlampig formuliert hatte.

Da es den meisten Menschen schwerfällt, Kritik ruhig vorzubringen, wird er dann eher nichts sagen, dafür aber dem Nachbarn die Geschichte erzählen und dabei seine Frage und die Antwort natürlich nicht "genau" im Wortlaut wiederholen, sodass das schon wieder eine andere Geschichte ist.

Und wenn Menschen sich Bösartigkeiten um die Ohren hauen, dann liegt das auch häufig daran, dass sie ihre Kritik nicht mehr sauber und treffsicher formulieren können und dann "knallen" sie ihre Emotionen eben "einfach so" raus - eigentlich aus purer Hilflosigkeit.

Ein gutes Beispiel ist etwa die "Stille Post", die wir als Kinder schon spielten. Drei Sätze mit zehn Personen, ergeben beim Letzten angekommen, schon eine völlig verdrehte Geschichte! LG

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Ich weiß auch nicht, warum das so ist. Aber aufgefallen ist mir das schon oft. Ich versuche, immer alles auf den Punkt zu bringen, auch wenn es mal weh tut und man auch schon mal nicht das Ergebnis bekommt, dass man gerne hätte. Dabei ist es doch so einfach zu sagen, komm lass uns mal reden. Und manchmal auch echt befreiend

Bei mir ist es so dass ich keinen Sinn darin sehe, weil ich weiß, dass sich durch Reden nichts verändert. Das ist halt die Erfahrung, die ich gemacht habe. Und ich fühle mich unwohl dabei. Aber irgendwann ist das Fass auch vollgelaufen und da kommt alles explosionsartig zum Vorschein... Ich bin eher der Typ, der alles in sich hineinfrisst.

Ja so is` es... und viele haben das noch gut verdrängt. Als Ergebnis rutscht man gemeinsam ohne Worte leichter ab - nur weil man nicht mehr fähig ist mit den Anderen zu sprechen. Ein Großteil kommt von der oben vorgelebten und teils in Schulen gezüchteten Arroganz. Eine Umkehr wird - wenn überhaupt noch realistisch - noch länger auf sich warten lassen.

Weil die Krenkung zu tief war und weil der andere nicht meinen Wünschen entsprochen hat.

Viel interssanter währe für mich die Frage wie ich es schaffe den Streithahn an den Tisch zu kriegen und das Problem zu klären, wenn er nicht will.

Das geht sehr wohl.. Ich habe mir gelernt, sozusagen die/denjenigen (Schwätzer) mir vorzuknöpfen und ihn zur Rede zu stellen. Das ist meist sehr befreiend für beide Teile. Danach war es plötzlich nicht so gemeint, und man respektiert sich wieder mehr. Dadurch habe ich mir aber schon öfters Feinde geschaffen, weil ich das Miteinander reden sehr wichtig finde. LG

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