Warum ist meine Mutter immer so abweisend?

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Für mich hört sich das so an, als hätte SIE Angst, ihre weiche Seite zu zeigen.
Ihre Reaktion auf Dich, wenn Du Dich schwach zeigst, deutet darauf hin, dass sie Probleme damit hat, darauf einzugehen, Vielleicht musste sie das immer unterdrücken und hat nun verlernt, sie zuzulassen....deshalb auch die Ermutigung an Dich??

Wenn es so ist und sie sich schon einen richtigen Panzer im Laufe der Zeit zugelegt hat, wird es nicht leicht sein, den zu knacken. Aber darin sehe ich die einzige Möglichkeit an sie ran zu kommen und ein offenes Miteinander zu ermöglichen.

Setze da doch mal an, versuche herauszufinden, wo die Ursachen liegen können....was hat Deine Mutter erlebt, wie ist sie aufgewachsen, wie wurde sie von ihrer Mutter behandelt?

Danke, du hilfst mir total weiter! Und stimmt, ihre eigene Mutter war sehr tyrannisch und selbstmitleidig!

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Die Beziehung ist verfahren. Sie hat ihre Vorstellungen und Du Deine. Dass sie Änderung verspricht aber nicht einhält oder nicht einhalten kann, daran kannst Du erkennen, dass die Probleme hier nicht von Wollen oder Nicht-Wollen gesteuert werden, sondern im Unterbewusstsein.

Ihr solltet Euch überlegen, ob Ihr Euch nicht professionelle Hilfe sucht (z. B. Coach oder Moderator für Familientwicklung). Hier können Euch Lösungen aufgezeigt und Hilfestellungen für den Alltag an die Hand gegeben werden, um nicht bei gleicher Situation in die gleichen Handlungsweisen zu verfallen, um Euren "Teufelskreis" zu unterbrechen. Zu zweit werdet Ihr die Situation vermutlich nicht lösen können.

Hmm.. es ist schwierig. Ich würde deine Mama mal zum essen einladen und mit ihr über deine ganzen Probleme, Bedenken etc. reden. So wie du es hier gerade runtergeschrieben hast bei gutefrage.

Sie wird dann schon was zu sagen, weil sonst wäre sie keine Mutter in meinen Augen. Du musst es ihr klar machen, was dich bedrückt oder ausquetschen, warum sie so ist.

Hallo Tiarica,

Ein paar Vorüberlegungen:

Sie hat darunter gelitten, weil sie lieber ein Kind gehabt hätte, das man verhätscheln und trösten und an die Hand nehmen kann.

Das passt absolut nicht zu ihrem Verhalten. Sie verhätschelt nicht, tröstet nicht und gibt auch keine Hand. Falls sie wirklich mal soetwas ausgepsrochen haben sollte, dann war sie sich nicht darüber bewusst, dass sie damit gar nicht umgehen hätte können.

Für meine Freundinnen bin ich ohnehin immer die Starke, da kann ich mir auch keine Durchhänger leisten, ohne gleich blöd angeguckt zu werden.

Hast du dein Leben lang keine Freundinnen/Freunde gefunden, die dir eine starke Schulter geben konnten? Keine kraftspendende Beziehung? Oder hast du solche Menschen lieber aus deinem Leben herausgehalten, den Zugang verweigert? Jeder lernt solche Menschen kennen. Es ist auch deine eigene Aufgabe, sie an die heran zu lassen. Wenn dich deine jetzigen Freundinnen nur "blöd angucken", wenn es dir schlecht geht, dann frag ich mich, ob du überhaupt unter einer herlichen Freundesbeziehung verstehst. Vielleicht täuscht du dich auch und hinter manche wären sehr gerne für dich da.

Ein weiterer Punkt, den ich nicht verstehe: Warum hast du noch nie direkt mit deiner Mutter darüber geredet? Warum hast du es ihr nicht längst (du bist 30 Jahre alt) so gesagt, wie du es uns hier geschrieben hast? Deine Mutter kann dir doch die beste Antwort darauf geben. Natürlich können wir hier vermuten: Sie ist überfordert, sie könnte denken: "Nie hast du dich öffnen wollen, und jetzt erschlägst du mich mit deinem Aufgestautem!", sie ist zur Zeit entkräftet, sie verheimlicht etwas, vielleicht bemerkt sie es selbst gar nicht und ihr fehlt schlichtweg etwas Empathie. Es könnte an so vielem liegen, aber sie steht doch vor dir. Rede doch einfach mal mit ihr darüber, es ist nicht so furchtbar schwer. Das Gespräch lohnt sich sicher, vielleicht bricht dabei irgendein Damm, der euch danach eine wunderbar emotionale und verbundene Beziehung bescherrt.

Wichtig ist aber auch: Arbeite an dir selbst, wenn du Hilfe brauchst, denn Hilfe muss man auch erstmal annehmen können. Anscheinend ist ja deine Mutter das pars pro toto deiner ganzen Umwelt: Im Freundeskreis läuft es genauso ab und du selbst sprichst ebenfalls davon, dass du immer lieber stark sein und alles mit dir selbst ausmachen willst. Niemand sollte so alleine durchs Leben gehen, das macht es unnötig schwer und traurig. Lerne, dich zu öffnen und über deine Gefühle zu sprechen, so wie du es hier getan hast. Aus dir muss ja keine Psychoterapheutin werden, aber manche Herz- und Gefühlsangelegenheiten kann man einfach nicht immer mit dem Kopf lösen, ohne dass man irgendwann um sein Herz bangt.

Liebe Grüße, Balu

Nett gemeint, aber nach hunderten von Stunden von Gesprächen mit meiner Mutter, die alle von mir ausgingen, kann es wohl kaum noch daran liegen, dass ich nicht versuche, mit ihr zu reden ...

Mag sein, dass ich verlernt habe, etwas anzunehmen. Ich bin jemand geworden, der alles alleine schaffen will, vielleicht durch meine Mutter. Vielleicht ziehe ich deswegen die falschen Leute an. Aber sogar wenn ich mal Hilfe suche, endet immer alles damit, dass mein Gegenüber von sich redet und meine Sache in Vergessenheit gerät. Ich muss etwas an mir haben, das mich aussehen lässt, als bräuchte ich keine Anteilnahme.

Kann sein, dass meine Mutter deswegen nicht auf mich zugehen kann? Ich selbst empfinde mich nicht als sonderlich stark, aber andere sehen das von außen wohl anders ... Ich scheine immer auszusehen wie der Stützpfosten von Dienst, an dem sich jeder ein Beispiel nehmen muss.

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hmmm ihr müsst euch akkzeptiern wie ihr seid und nicht versuchen den andern so zu ändern wie ihr es grad gern hättet... und du kannst dir ja jemand andern suchen dem du vertraust um mit ihm/ihr über deine probleme zu reden

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