Warum hören Hunde auf Menschen?

9 Antworten

Gute Frage, habe ich mich auch schon öfter gefragt. z.B auch, ob Hunde Männer und Frauen unterscheiden können und wenn ja, wieso sie auch auf 'Frauchen' hören, wo es doch in Wolfsrudeln meistens eher männliche Rudelführer gibt.

Meist ist die Wölfin der Chef im Rudel, nur so nebenbei ;-). Aber ja Hunde können Geschlechter unterscheiden, auch bei Menschen. Es gibt auch Hunde die vor Männern, auf grund schlechter Erfahrung, Angst haben. Das sind dann Frauenhunde, da sie mit Männern nicht klar kommen. Aber das ist zum Glück nicht die Regel.

Das Geschlecht ist Hunden in der ersten Linie egal. Es kommt beim Chef nur darauf an, dass er zuverlässig, stark und nicht labil ist.

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@Certainty

Es kommt beim "Chef" an erster Stelle auf Vertrauen an, in einer Wolfsfamilie gibt es keinen einzigen und allmächtigen Alpha, dass würde eine lineare Rangordnung vorraussetzen und diese bildet sich nicht in einer Familie aus, sondern folgen die Jungtiere denjenigen die wissen wie man überlebt, denen man vertrauen kann, die nicht unangemessen aggressiv reagieren.

Somit gibt es keinen Rudelführer, diese Verhaltensweisen hat man von in Gefangenschaft lebenden Tieren abgeleitet, aber das waren Tiere die nicht miteinander verwandt waren, die wurden wild durcheinander gewürfelt in Gehege gesetzt, man hat diese beobachtet und das mit dem Rudelführeregehabe welches noch durch die Forschungen an Hühnern von Schjelderupp-Ebbe untermauert wurde (zudem noch auf sämtliche Tierarten einfach 1:1 übertragen wurde).

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Als Hunde noch eine Aufgabe hatten haben sie auf die Tiere und Behausungen der Menschen aufgepasst und bekamen dafür Reste die der Mensch übrig hatten zu fressen und einen warmen Platz am Feuer. Das war für den Mensch gewinnbringend und auch Hunde hatten ihre Vorteile davon. Daher blieben Hunde freiwillig bei den Menschen bei dem es Fressen und einen warmen Platz gab.

Heute werden Hunde auf bestimmte vom Menschen gewünschte Dinge (nicht zu jagen, zu kommen wenn sie gerufen werden usw.) trainiert und bekommen dafür eine auf den Hund zugeschnittene Belohnung. Das ist bei den meisten Hunden etwas zu fressen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich lebe seit mehreren Jahren mit Hunden zusammen.

Wie schon geschrieben worden ist: Hunde sind Rudeltiere. Sie hören aber nicht ohne Weiteres. Du musst ihnen erst zeigen wer das sagen hat und das ist manchmal nicht so leicht, denn Hunde sprechen ja nicht unsere Sprache. Man muss ihnen auf für sie verständliche Weise zeigen, was man von ihnen will.

Am besten ist wenn man bestimmte Sachen so macht wie die Hunde sie auch im Rudel machen würden. So verstehen Hunde schneller was man von ihnen will. In jedem Fall sei aber gesagt: Sowohl der Hund und der Mensch müssen erst einen Weg finden um sich wirklich "verständigen" zu können. Man kann sich das ein bisschen so vorstellen als ob jeder (sowohl Hund als auch Mensch), ein Stück weit, eine neue, ihm unbekannte Sprache lernt:)

Hunde sind so 'gestrickt' , daß sie sich dem Stärksten im Rudel freiwillig unterordnen, weil sie daraus Vorteile ziehen. Sie bekommen Futter, Streicheleinheiten, Schutz und Wärme. Das hat sich im Laufe der Evolution so in den Genen des Hundes verankert. Der Urvater unseres Haushundes, der Wolf hat im Laufe der Zeit gelernt, daß die Nähe des Menschen für ihn äußerst positiv sein konnte.

Das konnte aber nur funktionieren, wenn der Mensch die 'Sprache' des Hundes verstehen lernte und umgekehrt. Also mußte der Mensch die Körpersprache des Hundes verstehen und der Hund mußte verknüpfen, daß der Mensch mit bestimmten Gesten immer dasselbe meinte. Diese Dinge haben sich im Laufe der Zeit manifestiert.

Es ist also mit viel Fleiß, Geduld, Kontinuität in der Körpersprache, vorallem aber auch Liebe verbunden, bis ein Hund 'seinem' Menschen vertraut und sich ihm unterordnet.

Es gibt aber auch eine negative Art Mensch, die sich einen Hund durch Schläge, Tritte, Eletroschockhalbänder etc. gefügig macht.. Das sorgt dafür, daß man eine gefügige, willenlose Hülle vor sich hat, die aber nur aus Angst, nicht aus Vertrauen und Liebe gehorcht. Aber über diese Art der 'Hundeerziiehung' möchte ich nicht nachdenken; sie ist mir zuwider und entspricht nicht meinen ethischen Grundsätzen.

Angefangen hat diese wunderbare Beziehung als Wolfswelpen als Abfallvernichter genutzt wurden, sie wurden sogar von den Müttern mit gesäugt und galten damalig auch als Spielgefährten für die Kinder.

Dann fing es an, dass man bestimmte Wölfe kreuzte die eben hervorzuhebende Eigenschaften besassen, daraus entstanden im Laufe der Zeit die heutigen Haushunde also der Canis Lupus Familiaris.

Ein Hund hört aber nicht von Natur aus auf den Menschen aber er zeigt eine hohe Affinität zum Menschen hin, denn genau darauf sind alle Hunde domestiziert worden, die Zusammenarbeit mit dem Menschen hat der überleben gesichert und das wird dann den Welpen direkt mitgegeben. Gegenteiliges ist bei Wölfen zu beobachten die in freier Wildbahn leben, die doch oftmals sehr scheuen Gefährten meiden Menschen weil sie immer wieder von diesen geschossen worden sind, so sicherte das fern bleiben vom Menschen das überleben daraus ist im Laufe der Zeit die extreme Scheu der Wölfe entstanden, denn auch das wurde als genetische Grundausstattung von der Wolfsmutter an den Welpen weiter gegeben.

Wenn man einen Hund hat dann ist Vertrauen das A und O in dieser Beziehung, in dieser zeigt keiner dem anderem wer das sagen hat, denn ein Hund folgt jemandem von ganz alleine wenn er dieser Person vertraut.

Hunde stammen vom Wolf ab, Wölfe leben in echten Familien es gibt keinen Alphawolf, dass sind Verhaltensweisen die man von in Gefangenschaft nicht miteinander verwandten Tieren gesehen hat, dort treten auf Grund von starkem Stress Verhaltensweisen auf die nicht der Natur eines Wolfes entsprechen nämlich eine Rangordnung, diese aber ist bei freilebenden Wölfen nicht festzustellen, da gibt es eine Mama, einen Papa und die Welpen.

Je nach Nahrungsangebot wandert auch schon mal ein fremder Jährling dazu und hilft z.B. bei der Aufzucht der Welpen, aber das Grundgerüst bleibt bestehen, es ist und bleibt eine echte Familie.

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