Warum gibt es so viele Holzhäuser in Amerika?

4 Antworten

Interessant, wieviele sinnlose man von ahnungslosen Leute bekommen kann.

Holzhäuser sind mit Ausnahme weniger Ausnahmen weltweit keine Seltenheit. Ausser in den USA sind auch in Skandinavien, Australien, Kanada weiten Teilen Asiens und Afrika, Großbritanien, ... Holzhäuser sehr verbreitet - warum ? Deutlich günstiger, besser isoliert (entgegen den Aussagen mancher "Experten" gilt dies auch für die USA), wohnökologisch sinnvoller (z.B. wegen der Diffusionsoffenen Bauweise) und flexibler.

Warum ausgerechnet in der "Tornado-Alley" auch viele Holzhäuser stehen ? Warum nicht ? Bei diesen Tornados sind regelmäßig auch alle Massivhäuser dem Erdboden gleich gemacht. Holzhäuser sind danach schneller wieder aufgebaut, ...

Neuere Holzhäuser in den USA sind mit Fertighäusern in Holzständerbauweise in Deutschland zu vergleichen. Die Gründe, weshalb sich diese in DE immer größerer Beliebtheit erfreuen kann man ja überall nachlesen ...

Zu den Bauvorschriften; Manchmal habe ich das Gefühl, in einem Land der Vorschriftsfetischisten zu leben. Auch anders wo wird qualitativ hochwertig gebaut - ohne die deutschen Vorschriften. Deutschland wurde nach dem Krieg mit einem dünnen Heft der Bauordnung (nicht einmal 100 Seiten) wieder aufgebaut - heute wird das gesamte Vorschriftswerk nicht mehr in Seiten, sondern in Regalmetern gemessen. Die deutschen Vorschriften haben einen größeren Umfang als die Regelungen aller unserer Nachbarn zusammen. Das ist doch krank - und darauf seit Ihr stolz !?

Das Massivbauhäuser von Tornados abgerissen werden halte ich für ein Gerücht. Sicher treten bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten große Schäden, vor allem an der Dachkonstruktion auf. Trotzdem halten moderne Beton/Kalksandsteinhäuser selbst einem F5- Tornado (höchster nachgewiesener Wert auf der Skala) stand. Als kleines Beispiel könnte man hier den momentanen Fall eines F3- Tornados (320 km/h) mit einwerfen der sich in Moore ereignet und beinahe die halbe Stadt niedergewalzt hat. Zum Vergleich möchte ich einmal an den Orkan Lothar von 1999 erinnern, der ebenfalls Spitzenwerte von 270 km/h erreicht hat und im Durchschnitt bei 200 km/h lag. Ich wüsste nicht dass da halbe Städte von der Landkarte gefegt wurden ? Tatsächlich wurden viele Dächer abgedeckt und der Wald gerodet. Nicht annähernd vergleichbar mit den USA. Sollte dieses Exempel immer noch nicht ausreichen könnte man auch ein Extrembeispiel hinzuziehen. Den großen Tornado von Pforzheim 1968. Damals ereignete sich in Pforzheim ein Tornado der stärke F4/F5. Also stärker als der justamente Fall in den USA und selbst damals blieben die Strukturen der Massivhäuser bestehen. Es waren wie aus zahlreichen Berichten und Fotos im Internet zu entnehmen überwiegend große Schäden an der Dachstruktur, eingestürzte Fertigungshallen und Bauernhäuser/Schuppen zu verzeichnen. Auch kamen damals "nur" 3 Menschen ums Leben.

Um jetzt noch einmal auf die eigentliche oben stehende Frage zu antworten. Vermutlich hat das etwas mit der amerikanischen Mentalität und deren "American Way of Life" zu tun. Da Massivhäuser viel teurer sind, es im mittleren Westen der USA aber zum guten Ton gehört ein Eigenheim zu besitzen greifen die meisten eben zur billigeren Variante. Warum man dann ausgerechnet in der Tornado Alley darauf bestehen muss ein Eigenheim zu besitzen, anstelle einer soliden Wohnung als Schutz für seine Familie kann ich allerdings auch nicht so wirklich nachvollziehen. Vermutlich spielen da die oben genannten Faktoren wie Flexibilität usw. noch eine Rolle.

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Neben der Kostenfrage ist es auch eine Art Lebensphilosophie in den USA mobil zu sein. Man wechselt öfters mal den Wohnort. Und da baut man nunmal einfach ein Haus, welches evtl. nur 5-10 Jahre hält und zieht um, wenn es verschleißt ist. Dazu kommt noch der Gesetzgeber. Hätten wir in Deutschland eine ähnliche Gesetzesage in der Baubranche wie in den USA, würde es hier mit Sicherheit auch viele instabile Holzhäuser geben.

Sorry, Holzhäuser können mal gar nichts und die in Amiland sind sowas von schlecht isoliert. Das ist eindeutig 2. Welt Standart! Ich kann mir das nur dadurch erklären, das die Energiekosten einfach noch viel zu billig sind. Die werden sich noch umschauen! Wer freiwillig in USA leben möchte hat in meinen Augen einen Schatten! (Habe selber dort gelebt und bin sehr froh wieder hier zu leben)

Dämmaterial "interessiert es nicht" in was für einem Haus sie stecken. Es ist völlig egal ob es zwischen/auf Holzbalken oder Ziegelsteinen ist. Was ist Fachwerk anderes als die Gerippe wie in den USA? Außer dass beim alten Dt. Fachwerk die Zwischenräume mit irgendeiner Masse, evtl. aus Kuhdung, Lehm, Stroh gefüllt wurden.

Da kann im US-Fachwerk Dämmmaterial eingesetzt werden. Gleich die Matten dazwischen, oder erst die Platten drauf, und ein Füllmaterial einblasen. Kann auch Wolle sein.

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Keine Ahnung wo du gelebt hast, aber die neueren Häuser sind dort ebenfalls sehr gut isoliert. Die älteren - so wie unsere älteren Massivhäuser - eben noch nicht.

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Holz hat ein wesentlich höheren K Wert als anderes Baumaterial und ist somit die fast beste Isolierung.

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