Warum bestehen die Glühdrähte in Lampen aus Wolfram?

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3 Antworten

Weil man unbedingt verhindern muß, daß das Metall schmilzt oder verdampft. Beim Schmelzen ist das offensichtlich, verdampfen ist aber auch ganz schlecht: Selbst wenn nur ein kleiner Teil des Metalls verdampft, so würde es sich in ganz dünner Schicht am Glas ablagern und dort Licht fressen.

Deshalb braucht man ein Metall (soll ja den Strom leiten) mit extremer thermi­scher Beständigkeit, das auch noch möglichst billig sein soll.

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Kommentar von EddiR
22.12.2015, 07:03

So isses! der Vollständigkeit halber sei noch folgendes erwähnt: 

1. Bei der Erfindung und Erprobung wurden bereits verschiedene Materialien und Metalle verwendet. Unter Anderem auch Wolfram. das hat leider nicht funktioniert. Die Metalle sind verdampft.  Die 1. Generation Glühlampe brannte mit einem carbonisierten Baumwollfaden. Bis man herausfand, daß im Glaskörper ein Vakuum erzeugt werden muß, damit der Draht nicht mit Sauerstoff reagieren kann, hat eine Weile gedauert. 

2. Auch heute noch verdampft ein Teil des Glühdrahtes und schlägt sich am Glas nieder. Ein Meilenstein in der Entwicklung der Glühlampe, war die Erfindung der Halogenlampe. Dabei wurde der Glaskolben wesentlich verkleinert und man gab etwas zB etwas Brom in den Glaskörper. Das führte dazu, daß der Metalldampf sich nicht am Glas niederschlägt sondern sich wieder am Draht anlagert. Dadurch erhält man mehr Licht und eine höhere Lebensdauer.

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Der Grund ist ganz einfach der, dass Wolfram einen sehr hohen Schmelzpunkt hat, weit über 3000°C, und man daher die Glühdrähte sehr hoch erhitzen kann. Das wirkt sich positiv auf die Lichtfarbe aus.

Die Glühdrähte müssen sehr dünn sein. Wolfram ist aber sehr hart und spröde; es ist zur Herstellung dieser Drähte gar nicht geeignet, weil es ganz leicht zerbröselt. Daher wird es mit einem anderen und ebenso schwer zu schmelzenden Metall gemischt, also legiert. Und das ist Osmium; diese Legierung ist wesentlich zäher. Damit lassen sich Glühdrähte herstellen, da sind unsere Kopfhaare dick dagegen.

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Kommentar von germi031982
22.12.2015, 19:36

Richtig, aus dem Grund entstand auch der Markenname "Osram", als Zusammenziehung aus Osmium und Wolfram.

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Wegen dem hohen Schmelz- und Siedepunkt Wolframs.

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