Wann sollte man Gleichstrom verwenden und wann Wechselstrom?

4 Antworten

Du tust hier so, als würde man im praktischen Leben gewöhnlich vor einer derartigen Wahl stehen, geradeso, als sei das nicht technisch vorgegeben!

Alle Haushaltsgeräte, die man an der heimischen Steckdose anschließt, betreibt man notgedrungen mit Wechselstrom, weil solche Steckdosen weltweit mit Wechselstrom betrieben werden.

Alle Geräte, die man an Batterien bzw. Akkus anschließt, betreibt man notgedrungen mit Gleichstrom, weil diese Stromquellen nur Gleichstrom liefern können.

Wenn in einem gewöhnlichen Gerät im Haushalt (z.B. TV-Gerät, PC, Monitor) ein Bauteil naturgemäß mit Gleichstrom versorgt werden muss, dann wird dort eben der Wechselstrom gleichgerichtet für dieses Bauteil.

Hast Du jetzt ein praktisches Beispiel dafür, wo man vor der Wahl steht, "Soll ich Gleich- oder Wechselstrom verwenden?" Wo hat man so etwas zur Auswahl?

Zur Stromversorgung im Industriezeitalter ist das galvanische Prinzip (Batterien), welches Gleichstrom liefert, nicht geeignet. Die Produktion grosser Strommengen ist viel zu aufwendig und zu teuer.

Hierzu wird das Prinzip der Induktion genutzt. In der Praxis lässt man einen Magneten innerhalb einer Spule rotieren. Mit jeder Drehung des Magneten um 180 Grad (bei Dreiphasenstrom 120 Grad) ändert sich die Polarität des Magneten, es entsteht Wechselstrom.

Wechselstrom ändert seine Richtung und Polarität periodisch in der Sekunde 50 mal (Frequenz 50 Hz). Er hat sich in der Stromübertragung anfangs des 20. Jahrhunderts durchgesetzt. Wechselstrom hat den Vorteil, dass die Spannung mittels eines Transformators erhöht und vermindert werden kann. Für eine verlustarme Übertragung über große Strecken werden hohe Spannungen verwendet, die beim Endverbraucher wieder heruntertransformiert werden.

Zum Laden von Akkus und zum Betrieb von elektronischen Geräten (Radios e.t.c.) wird Gleichstrom benötigt. Er wird aus Wechselstrom gleichgerichtet und mit Kondensatoren geglättet.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Elektrischer Stromfluss liegt vor, wenn Ladungsträger (Elektronen, Protonen, Ionen) eine gerichtete Bewegung ausführen. Wenn die Bewegungsrichtung über die Zeit konstant bleibt, spricht man von Gleichstrom. Wenn sich die Bewegungsrichtung periodisch ändert, handelt es sich um Wechselstrom. Die Entscheidung über den Stromflusstyp wird durch die Erzeugung des Stromflusses, d.h. die Art und Weise der Bereitstellung der Ladungsträger gefällt.

Warum verwendet ein Mixer dann Wechselstrom? Die Messer drehen sich doch in eine Richtung oder nicht? Also der Strom fließt durch eine Richtung, wodurch die Messer des Mixers ganz schnell in eine Richtung gedreht wird.

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Zum Galvanisieren (Metalle mit anderen Metallen beschichten) benötigt man auf alle Fälle Gleichstrom.

Der Strom aus der Steckdose ist Wechselstrom.

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