Vizekanzlerwahl

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8 Antworten

Artikel 69 Abs 1 des Grundgesetzes (Das Teil ist wirklich lesenswert. ;) Solltest du auch mal versuchen!) schreibt vor, wie der "Vizekanzler" (den es im rechtlichen Sinne nicht gibt) festgelegt wird:

Der Bundeskanzler ernennt einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.

Faktisch kann es also jeder Bundesminister werden. Es hat sich in der herrschenden Kaste eingebürgert, dass man den Koalitionspartner nicht gleich am Anfang vor den Kopf stößt und ihm ein bisschen Macht abgibt, indem man seinen Parlaments-Anführer zum "zweiten Chef" macht.

Vorgeschrieben ist es allerdings nicht. Und selbst wenn es von den Gründervätern als "demokratische Wahl" vorgeschrieben wäre, hätte man es längst in einer der bisher 60 Änderungen des Grundgesetzes angepasst. Schließlich geht es hier um Pfründe...

Übrigens wird das Amt des Stellvertreters (wie gesagt, "Vizekanzler" gibt es rechtlich nicht, klingt aber cooler und wird deshalb verwendet) meistens mit dem Ministersessel des "Auswärtigen Amts" kombiniert. Weil Herr Westerwelle aber trotz Vizekanzler-Titelverlust weiterhin herumreisen wollte, und weil man das Amt des Gesundheitsministers landläufig als "Abschiebe-Ministeramt für notgedrungen Begünstigte" kennt, muss nun Herr Rösler, als ausgebildeter Arzt und aktueller Interims-Vizekanzler, uns durch die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929 führen. Ist ja auch gar nicht so weit hergeholt: Die Krise hat durchaus was von Krebs, nicht wahr?! Da braucht's auch einen echten Profi! :)

Lesetipp:

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huch?? der jeweilige bundespräsident hat mit der WAHL des kanzlers NICHTS zu tun!- außer dass er seine stimme bei der bundestagswahl abgibt und damit INDIREKT einen der kandidaten wählt.

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."Vizekanzler" gibt es offiziell NICHT. Ein Minister des stärksten Koalitionspartners wird vom Kanzler gemäß Koalitionsvertrag als Stellvertreter bestimmt - NICHT gewählt --- Hat eine Partei die absolute Mehrheit der Sitze erreicht, dann kommt der Vertreter aus den eigenen Reihen...

PS.: Wer "DINNEN" mag, möge sie sich politically correct selbst denken...

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Der^sogn. Vizekamzler wird ernnant bzw. das ergibt sich aus seiner Position, ist also zumeist der Aussenminister

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Der Bundeskanzler bestimmt einen seiner Minister zum Vizekanzler. Welchen kann er sich aussuchen.

Amtierender Vizekanzler ist Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.

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Gewählt wird der nicht, das ist der Vorsitzende des Koalitionspartners, der weniger Prozent als die regierende Partei hat. Zur Zeit Merkel/Rösler, davor Merkel/Westerwelle. Vor Merkels Amtsantritt waren es Schröder/Trittin. Eine spezielle Wahl im eigentlichen Sinne findet nicht statt, es wird jedoch meistens im Koalitionsvertrag schon festgeschrieben. Regiert eine Partei mit absoluter Mehrheit, kann sie sich den Vizekanzler frei aus den eigenen Reihen aussuchen (oftmals der Außenminister).

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Kommentar von Wolli1960
31.10.2012, 21:53

Jürgen Trittin war nie Vizekanzler. Vizekanzler in der Schröder war Bundesaußenminister Joschka Fischer.

Eine absolute Mehrheit erreichte bisher nur 1957 Konrad Adenauer. Vizekanzler wurde aber nicht Außenminister Heinrich von Brentano, sondern Wirtschaftsminister Ludwig Erhard,

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Kommentar von Eulenpapi
01.11.2012, 21:21

Berichtigung: Joschka Fischer statt Trittin. Habe ich verwechselt!

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Kommentar von abibremer
07.11.2012, 14:41

trttin ist falsch: fischer war vizekanzler und aussenminister.

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der vizepräsident ist bei einer koalition der vorsitzende der partei mit weniger prozent

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Kommentar von ImGuckLock
30.10.2012, 20:19

ich meine den VizeKANZLER

bei dem kann das ja nicht sein, weil der Kanzler alle 4 Jahre neu gewählt wird und der vizekanzler immer nur 2 Jahre im Amt? Franz Müntefrefring 2005-2007 Frank-Walter Steinmeier 2007-2009 Guido Westerwelle 2009-2011??

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die vizekanznichtse (v. pispers) werden vom kanzler(in) bestimmt, in koalitionsregierungen ist das üblicherweise der parteichef des kleineren koalitionspartners. deswegen hatten wir so unglaublich viele FDP-vizekanzler.


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