Vertragen sich Guppies mit anderen Fischen?

4 Antworten

Hi,

Aller Anfang ist schwer 😉 will daher Mal versuchen dir etwas weiterzuhelfen. 😁

Zunächst gibt es Mindestbedingungen für die Haltung von Fischen, die in anderen Ländern wie zb Österreich gesetzlich 54 l als Mindestgröße vorgibt. Hier gibt es zwar kein Gesetz aber eine Empfehlung des Bundesministeriums was auch sagt das 60x30x30 das Minimum ist. Von daher sind die Guppys bei dir im Becken ohnehin schon nicht die beste Wahl.

Hinzu kommt das für eine unkontrollierte Vermehrung von Guppys im Grunde jedes Aquarium schnell zu klein wird, auch ein 500l Becken würden die sehr rasant überbevölkern. Da eine solcher Bevölkerungswachstum im Aquarium die Wasserwerte sehr stark belastet hast du im Prinzip schon eine biologische Lösung, denn so werden immer wieder Tiere sterben, vorwiegend die jungen, sehr alten und geschwächten, sonst hättest nun wahrscheinlich kein Wasser im Becken sondern nur noch Fische. Sprich es sind schon mit Sicherheit dutzende Fische unentdeckt verstorben.

Und da in so ein Becken ohnehin kein Fisch gehört, bei Anfängern schon gar nicht, bringt es auch nix noch ein Tier einzusetzen was da einfach nicht reingehört. Der kleinste Kugelfisch benötigt bereits als Existenzminimum mindestens 60 cm lt Gutachten, erfahrene Halter hingegen empfehlen da eine Größe von mindestens 120 l. Zudem gehören die in ein Artenbecken ohne Beifische die ohnehin nur in Mitleidenschaft gezogen werden würden.

Was nun als denkbare Lösungen in Betracht kommen würde:

Entweder man behält das dekorative Nano und nimmt es als das wofür es gedacht ist, nämlich vorwiegend als Raumdekoration mit hübschen Pflanzen und ggf ein paar Zwerggarnelen. Und gibt die Guppys ab.

Oder aber man will Fische halten, da wäre es gut mindestens über die Hälfte der Guppys loszuwerden und ein echtes Aquarium zu kaufen ideal für Anfänger wären Becken ab 120l, als in etwa 80 cm Beckenlänge.

Die Vermehrung hört bei Guppys ab einem gewissen Punkt von allein auf, viel mehr werden es nicht. Bei Reticulatas, weil sie ihren Nachwuchs fressen und ab einer gewissen Besatzdichte einfach immer so viele hungrige Mäuler da sind, dass keine Babys mehr durchkommen. Bei Endlern hört die Vermehrung auch auf, obwohl sie anscheinend ihre eigenen Babys nicht fressen. Zumindest hab ich bei ihnen noch nie beobachtet, dass sie es tun.

Das Becken ist für Guppys schon ziemlich klein. Alles was in Richtung Hochzucht geht, sollte darin wirklich nicht gehalten werden. Anders sieht es bei kleinbleibenden, reinrassigen Wild-Reticulatas oder reinrassigen Endlern aus, die kann man durchaus in Becken ab 40cm Kantenlänge halten. Aber nur als Artbecken ohne Beibesatz (außer Schnecken).

Du kannst das Problem lösen, indem du alle Tiere bis auf ein par mänchen abgiebst (z.B. bei Kleinanzeigen)

Zwergkugelfische sind nicht zur Geburtenkontrolle geeignet und recht komliziert in der Haltung. Auch sind 30l für Guppies zu klein. 5-7 Endler-Guppie-Mänchen sind gerade noch tragbar.

Ein Kugelfisch im Süßwasser? Lieber nicht. Nimm einen skalar. Der ist schön ! Aber bei 30 Liter nur ein maximal zwei.

Wie bitte?

Es gibt Süßwasserkugelfische! Als Problemlöser sind sie aber ungeeignet.

Und Skalare gehören nur in Becken ab 50cm Wasserstand und mindestens 1,20m Länge. Die Haltung eines harmonierenden Paares in einem kürzeren Becken kann funktionieren, aber die bekommen manchmal Ehekrach (sind halt Buntbarsche) und dann fehlt Platz.

3
@eieiei2

Und mit ihren Segelflossen in einem so niedrigen Wasserstand, wäre das so, als würde ein Mensch in einem Fachwerkhaus aus den 16ten Jahrhunder mit einer 1,70 Deckenhöhe leben müssen..das ist nur solange erträglich, wie man nicht größer als 1,60 ist...

1
@adianthum

Vollkommen richtig. Deshalb sind Skalar-Zuchtwürfel auch nicht niedriger als die Haltungsbecken, nur kürzer.

0

Was möchtest Du wissen?