Verhalten als Sargträger bei einer Beerdigung?

7 Antworten

Ich bekomme die Frage erst jetzt angezeigt, wo wohl alles vorbei ist.

Darf ich fragen, wie Du es erlebt hast? Ist alles glatt gegangen?

Zu den Antowrten bisher:
In vielen größeren Städten ist es eher unüblich, dass Angehörige den Sarg tragen. Wobei in der Regel nicht der ganze Weg getragen wird, sondern der Sarg auf einem Katafalk steht.

In manchen Gemeinden ist es aber eine Selbstverständlichkeit, dass Angehörige und Nachbarn den Sarg tragen. Wo es hingeht, weiß der Bestatter oder ein Mitarbeiter des Friedhofsamtes. Da kann weniger schief gehen. Da würde ich mich eher mit den anderen Sargträgern absprechen, auf welcher Seite ich stärker bin (rechts/links).

Auf manchen Friedhöfen gibt es Senkautomaten: Da stellt man den Sarf nach Anweisung des Bestatters drauf, der darauf achtet, dass er genau so steht, dass der Sarg gut herunter gelassen werden kann, ohne anzuhaken.

Ansonsten werden die Särge gerne mit drei starken Tauen herabgelassen. Das größte Problem ist da oft, dass die Taue nicht hinunter rutschen. Mancherorts ist es üblich, dass die Sargträger auf das Tau treten und dann nach hinten legen. An anderen Orten werden die Taue auf der einen Seite etwas heraufgezogen... Aber das sagt einem der Bestatter.
Wo geübte Sargträger arbeiten, ziehen die mittleren die Bohlen unter dem Sarg heraus, auf denen der Sarg steht.
Lassen Freunde und Angehörige den Sarg hinunter, übernimmt das oft der Bestatter.

Ich habe das als ganz zwanglos erlebt: Es war mit dem Bestatter abgesprochen, wer alles den Sarg trägt, und als es soweit war, sind wir entsprechend nach vorne gegangen und haben die Plätze rechts und links vom Sarg eingenommen. Das war alles problemlos.

@ezyyy96, wie war es jetzt bei Dir?

Alles Gute wünsche ich Dir!

Mein Beileid.

Es ist unüblich, daß ein Familienmitglied einer der Sargträger ist. Ich bin mir auch nicht sicher, ob du aus der persönlichen Nähe heraus überhaupt zugelassen wirst.

Die Familie steht beim Auszug aus der Kapelle Spalier, nimmt die Beileidsbekundungen der ausziehenden Trauergemeinde an und reiht sich dann direkt hinter dem ausziehenden Sarg in den Trauerzug ein, bzw. macht den Anfang nach dem Sarg, die restliche Trauergemeinde folgt.

Noch ein Nachtrag:

Ich finde es gut, wenn man als Angehöriger solche Dinge übernehmen kann.
Es kann bei der Trauerarbeit helfen, einen solchen letzten Dienst getan
zu haben. Man kann überhaupt oft viel mehr tun, als "üblich" ist.
Dazu gibt es eine sehr schöne Sondersendung von der Sendung mit der Maus:
http://www.veoh.com/watch/v93103624s4BWKKqR

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