Verdienen Kinobetreiber/Besitzer gut?

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4 Antworten

Ich bin schon eine Weile raus aus dieser Branche (etwa 10 Jahre), zu meiner Zeit war eine Null als Ergebnis der GUV schon ein Erfolg.

Wenn du ein paar Geschäftsberichte lesen möchtest (aus der Zeit, als Cinemaxx noch eine AG war):

http://www.cinemaxx.com/export/sites/cinemaxx-b2b/de/assets/downloads/unterlagen_hv/Geschaeftsbericht_2011.pdf

http://cinemaxx.com/export/sites/cinemaxx-b2b/de/assets/downloads/unterlagen_hv/Geschaeftsbericht_2012.pdf

Hier gibt's Zahlen von Vue International (hat Cinemaxx 2014 geschluckt):

http://vue-international.com/index.php/investor-relations/reports-presentations#2017

Und um die Härte des Geschäfts mal mit einem Bild zu verdeutlichen, hier noch der komplette Verlauf des Aktienkurses der Cinemaxx AG, von Anfang bis Ende:

 - (Film, Kino)
Zitronensorbet1 30.06.2017, 22:37

Pervers. weshalb halten die Besitzer dann ihre Kinos wenn da nichts rüber kommt?

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Lupulus 30.06.2017, 23:45
@Zitronensorbet1

Bei den Betreibern der kleinen Häuser ist es sicherlich Begeisterung für das Medium Film, gemischt mit dem Willen, ein wenig Kultur unter's Volk zu bringen. Wenn man damit dann irgendwie über die Runden kommt, ist man zufrieden. Da spielt tatsächlich Leidenschaft immer noch eine grosse Rolle.

Die grossen Ketten in DE waren mal die Spielwiese dreier Herren, die mMn über die Anzahl und die Grösse ihrer Häuser ihren ganz privaten Schwanzvergleich betrieben haben. Belegen kann ich das aber nicht... Blöderweise haben diese Drei immer wieder Banken und andere Investoren gefunden, die ihnen ihre teils hirnrissigen Pläne finanziert haben.

Als grosses Unternehmen hat man Vorteile. Die erfolgreichen Häuser können die Verluste der anderen ausgleichen. Je mehr Säle man verwaltet, desto leichter fallen Verhandlungen mit den Filmverleihern. Und auch die richtig wichtigen Vertragsverhandlungen, nämlich die zum Thema Werbung und Wareneinkauf, fallen leichter, wenn man einen nennenswerten Anteil am landesweiten Markt vorweisen kann.

Dafür schleppt man dann auch mal einige Verlustbringer mit, denn auch die bringen Besucher- und Umsatzzahlen für die Gesamtstatistik. Langfristig ist das natürlich nicht die richtige Weg.

Der Markt hat sich beruhigt, verlustbringende Häuser wurden geschlossen oder ausgegliedert, Überkapazitäten wurden abgeschafft, Unternehmen wurden von Grösseren geschluckt. Das Schlimmste ist wohl erstmal überstanden. Reich wird man in der Branche sicher auch jetzt nicht werden, aber mit einem gewissen Maß an kaufmännischem Denken kann man zumindest überleben. Und wie schon geschrieben: Manchen ist das genug.

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Falls das Geschäft mit den Kinos so gut wäre, würden diese wie Goldankäufer an jeder Ecke zu finden sein.

Welche Zahlen ? Willst du in deren Bilanzen schauen ?

Ist ein hartes Geschäft.

Zitronensorbet1 29.06.2017, 14:13

zb ja Jahreseinkommen und Jahresausgaben würden mir aber vorerst auch reichen

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uncutparadise 29.06.2017, 14:16

Sagt dir keiner. Ist auch pro Kino unterschiedlich.

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Mit dem Popcorn verdienen die jedenfalls mehr als mit den Filmen.

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