Unterschied zwischen mp3 und wav?

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7 Antworten

Audio wird in Form einer Kurve dargestellt. In eine herkömmliche Vinylplatte noch eingeritzt, wird sie digital wie alles andere mit Hilfe gewisser Parameter beschrieben. Das geht folgendermaßen: Du bestimmt eine bestimmte Anzahl von horizontalen und vertikalen Punkten (wie in einer Grafik) und bestimmt dort anhand von Zahlen den Verlauf der Kurve, die genaunehmen keine Kurve mehr ist, sondern nur auf auf und ab von horizontalen und vertikalen kleinen Linien. Bei wav Dateien ist der Unterschied, dass du eine sehr feine Skalierung hast. Das heißt, wenn du die Audiodatei darstellen würdest, müsstest du sehr weit hinein zoomen, um die Ecken und Kanten zu sehen. Bei mp3 werden einfach größere Schritte gemacht, um die Kurve darzustellen. Dadurch ist die Datei "kantiger". Leise Töne werde nicht herausgeschnitten! Das ist eine Fehlannahme. Was korrekt ist: Frequenzen oberhalb 20 kHz und unterhalb 20 Hz werden gelöscht. Diese sind für einen Menschen nicht zu hören. Es wird allerdings diskutiert, ob das so vollkommen richtig ist. Fakt ist: Herkömmliche Wiedergabegeräte geben Frequenzen außerhalb dieser Grenzen sowieso nicht wieder. Der größte Unterschied bleibt: Die Skalierung. Als Vergleich: Fotos werden in der digitalen Welt ebenfalls in Pixeln dargestellt. Hast du mehr Pixel, hast du eine größere Auflösung. So auch bei wav, dafür brauchst du mehr Speicherplatz.

Häufige Falschannahme: Es gibt keine Ecken und Kanten bei digital gespeicherter Musik. Das, was nach der Umwandlung in ein analoges Signal herauskommt, ist genau so eine perfekte Kurve wie auch bei z.B. Vinyl.

Grund ist, das die Abtastrate bei der CD mit 44,1 kHz etwa doppelt so hoch ist wie die höchste Frequenz, die abgespeichert werden soll (ca. 20 kHz) (Nyquist-Theorem).

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Den Unterschied hörst Du eigentlich erst auf hochwertigen Geräten, z.B. wenn Du statt des auf dem Mainboard aufgelöteten Audiochips ein externes DAC mit z.B. einem hochwertigen Kopfhörer verwendest. Auf Mainboards und in Handys/Smartphones ist immer Massenware verbaut (Apple hat wohl bessere Audiochips), richtig gut sind aber nur hochwertige Audiokarten oder externe DACs (meist werden hier Wolfson-Chips verbaut, die auch bei Samsung und HTC in die neuen Modelle kommen sollen).

Bei MP3 ist praktisch kein Klangverlust im vergleich zu wav. Das leigt daran, da die oberen (nicht hörbaren) und die unteren (nicht hörbaren) töne rausgeschnitten werden. Natürlcih werden auch die zu leisen Töne rausgeschnitten.

Sicherlich frägst du dich warum man die Töne nicht gleich rausgeschnitten hat. Dies leigt daran, weil die Aufnahmemöglichkeiten meist noch Analog (Mirko) sind.

MP3 wurde übrigens vom Frauenhofer Institut entwickelt. Mehr: http://www.iis.fraunhofer.de/bf/amm/products/mp3/mp3workprinc.jsp

wav ist das, was auf einer CD drauf ist. Braucht sehr viel Platz (wegen der guten Klangqualität ist natürlich die Datei größer), mp3 dagegen ist komprimiert, braucht weniger Platz, ist aber auch schlechter von der Qualität her. Wenn es sehr stark komprimiert wird, leidet die Qualität doch sehr und das hört man dann auch.

wav ist unkomporimiert, daher guter klang, keine verluste. mp3 ist komprimiert, dh es wird an klangqualität gespart aber auch an der dteigröße.

mp3 ist verlustbehaftet komprimiert, das heißt es wird Information weggelassen, dadurch ist die Datei kleiner. Prinzipiell wird das weggelassen, was man ohnehin kaum hört (z.B. ein leiser Ton, der von einem lauteren Ton übertönt wird), es kann aber durchaus hörbare Unterschiede geben, je nachdem wie und wie stark komprimiert wurde.

Mp3 ist wie Musik in einem kleinen Wohnraum, WAV wie in einem Konzertsaal.

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