Umsatz so wichtig wie Gewinn?

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4 Antworten

Der Umsatz kann auf das Jahr bezogen sein, und hat mit Gewinn erst mal nix zu tun. Vom Umsatz werden sämtliche Kosten abgezogen, erst wenn das bereinigt ist, kann von Gewinn gesprochen werden. Dieser kann im Laufe des Jahres minimiert werden, durch Neuanschaffungen oder Erhöhung von Gehältern

Die Umsatzgröße bestimmt die Kostenstruktur.

Der Umsatzanteil vom Branchenumsatz gibt den Marktanteil.

Menschen kaufen lieber beim Gewinner.

Abnahme-Mengen beeinflussen in der Regel auch den Preis.

Erstmal diese vier etwas banalen Sätze als Antwort. Jeder für sich macht deutlich, dass es unterschiedliche Ziele geben kann. Das ist einfach eine Frage an jedes Unternehmen.

Grundsätzlich versuche ich eine sinnvolle Auslastung für ein Unternehmen zu erreichen. Wer seine Kapazität mit 100 oder 120% belastet wird über kurz oder lang Probleme ins Haus holen. Um Deine Verwunderung etwas zu stoppen: Die Kapazität wird nicht am maximalen Ausstoß gemessen. Daher können natürlich 120% oder noch andere Zahlen erreicht werden.

Selbst Ersatzinvestitionen führen allerdings häufig schon zu einer Kapazitätserhöhung oder machen diese notwendig. Nimm ein Kassensystem. Die Rentabilität einer solchen Einführung ist oft über Fixkostendegression überhaupt erst rechenbar.

Wenn Anlagen und Maschinen zu einer höheren Kapazität führen, da kann ich aus zwei Richtungen reagieren: Ich nutze die gegebene Kapazität so gut wie möglich aus oder ich senke die Kapazität. Dies könnte durch Entlassungen erreicht werden. Auch nicht gerade eine Sache, die Unternehmen am Markt nach vorn bringt. Dazu auch unbeliebt macht.

Je höher mein Umsatz ist, desto besser sind auch meine Überlebenschancen. In vielerlei Hinsicht. Natürlich haben sich Unternehmen durch höhere Umsätze schon attraktiv für die Übernahme gemacht. Andere wieder wollen sich durch hohe Umsätze vor einer Übernahme schützen. Dabei sind wir dann natürlich nicht in Kleinbetrieben.

Die nächste Branchenkrise kommt bestimmt. Soweit ich mein Unternehmen mit einem entsprechenden Umsatz ausstatten kann, desto bessere Überlebensmöglichkeiten ergeben sich.

Ferner ergeben sich verschiedene Steuerungsmöglichkeiten. Diese können darin liegen, dass ich mich von Kunden trenne, die mal gerade Deckungsbeiträge einbringen. Ich kann also von daher schon meine Umsatzrentabilität besser gestalten.

Auf der Grundlage eines Umsatzrekordes geben Unternehmen sehr wohl andere Ziele, als die weitere Umsatzerhöhung aus. Dabei geht es dann um den Erhalt der alten und der neu gewonnenen Kundenbeziehungen genauso, wie die Anpassung der Kostenstruktur.

Wachstum ist mit immer neuen organisatorischen Hürden verbunden. Solange die sich organisch in die derzeitige Organisation einfügen lassen ist ein Wachstum doch prima. Ist es das allerdings nicht mehr, zusätzliche Kunden lassen sich nur noch mit immer höheren Investitionen bedienen kollabiert ein System. Da wieder stellt sich die Frage für das Unternehmen in welcher Größenordnung will ich leben?

Es ist unheimlich schwer einen Umsatz zu halten, jedenfalls in einem einigermaßen bewegten Markt. Umsatzrückgänge sind dann in der Regel auch Ertragsrückgänge. Also wird jedes Unternehmen darauf setzen, nicht nur einen Ausgleich zur Teuerungsrate zu finden, sondern etwas darüber hinaus zu wachsen.

Das sind natürlich alles nur so kleine Spots auf die Betrachtung aus einem Unternehmen. Die sind eben vielfältig, weil es immer auf das einzelne Unternehmen ankommt.

Hoffe ein wenig Klarheit gebracht zu haben.

Ikea will bis 2020 Umsatz und Gewinn verdoppeln.Das Eine ist immer von dem Anderen abhaengig.Fuer eine Nur-Gewinn-Maximierung muessen immer Einschnitte gemacht werden. Das kann z.B.auf kosten des Personals oder auf Kosten der Qualitaet sein.LG gadus

naja erstens wenn man den Umsatz steigt, steigt auch gleichzeitig der Gewinn. Und zweitens ist es für ein Unternehmen nicht sehr gut zu viel gewinn zu haben. Als unternehmen lebt es sich besser mit Schulden als mit Gewinn (hier ist das Stichwort "Steuern zahlen" zu nennen....)

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