Umrechnung Wellenlänge (bzw. Frequenz) zu Hue (in Grad)?

3 Antworten

Das ist alles nicht so einfach. Um das zu verstehen, kommst du nicht drum herum, in die Literatur zu schauen. Ich habe in meinem Schrank das Werk "Color Science: Concepts and Methods, quantitative data and formulae" von Günter Wyszecki und W.S. Styles. ISBN 0-471-02106-7. In guten Bibliotheken sollte das vorhanden oder beschaffbar sein. Vorsicht: Man braucht einige Vorkenntnisse, schau mal selbst.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – ca. 40 Jahre Arbeit als Leiter eines Applikationslabors

Super Tipp, ich werde mal wieder eine Bibliothek aufsuchen.

0

Das ist ein recht komplexes Thema, das nur mit Kenntnis der Sinneszellen und der Verrechnungen schon in der Netzhaut erklärbar ist.

In der Praxis gibt es sogar sogar Unterschiede je nach Größe einer Farbfäche, standardisiert als 2°Beobachter und 10°Beobachter.

Als Einstieg sei dir https://de.wikipedia.org/wiki/CIE-Normvalenzsystem empfohlen, speziell die Bilder. All das ist nah an der Physiologie.

Die Technik, egal ob Druckfarben oder leuchtende Monitore, bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück, solange nur 3 Grundfarben verwendet werden. Halte eine CD ins Licht, dann erahnst du, was reine Farben sind, die Außenlinien in den verlinkten bunten Bildern (speziell "Die CIE-Normfarbtafel.").

P.S.: Hab mal in einer Lackfabrik gejobbt. Sonst hätte ich eine 08/15-Antwort gegeben, oder keine.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich mache seit einigen Jahren Lichttechnik und seit vielen Jahren Video- und Grafikbearbeitung, ich weiß, dass das Thema voll riesig is :D
Ich will ne Routine entwickeln, die von beliebigen Farbräumen (z.B. RGBW oder RGBA°) auf beliebige andere Farbräume (z.B. RGBWA+UV) umrechnen kann. So grob geht das, jetzt versuche ich mich an der Feinjustage.
_______
° für Nicht-Lichttechniker: Steht nicht für Alpha, sondern für Amber

0
@rhavin

Das ist dann nicht innerhalb meines Interessengebiets, obwohl ich lange als Programmierer gearbeitet habe, aber eher im Käufmännischen Sektor.

Jedenfalls kannst du reine Spektralfarben niemals auf einem RGB-Monitor oder auch auf Papier darstellen. Ein Star (der Vogel) kann das, eine CD auch. Leuchtfarben können sogar mehr von einer Farbe abstahlen, als eingestrahlt wurde. Auch das ist schwer mit einem RGB-Monitor darstellbar.

Ich sehe das naiv so, dass du innerhalb der technischen Beschränkungen eine präzise und praktikable Lösung suchst. Da habe ich leider keinen anderen Rat als Gurgeln.

0

Lustig, dass Du die Stackoverflow-Frage ins Spiel bringst, wo ich selber schonmal geantwortet hatte. Ich sehe das nicht so, dass das nicht gehen sollte. Wir wissen, dass:
660 nm - 780nm ≙ 0°
535 nm ≙ 20°
580 nm ≙ 60°
457 nm ≙ 120°
Die Frage is halt nur: Erfinde ich mir da jetzt ne Formel zu oder (grade wegen CIE etc.) gibts da schon ne brauchbare Definition zu?

0
@rhavin

Die angegebene JavaScript-Lösung tut ja fast schon das, was Du willst: Den Wellenlängen werden RGB-Werte zugeordnet. Mit Show Scale / Hide Scale lassen sich in der Spektrum-Grafik die nm- und THz-Skalen anzeigen und wegschalten.

Du kannst den Code ja erweitern und einen RGB-Hue-Konverter einbauen.

Ich würde vielleicht anstelle der linearen Interpolation lieber Splines verwenden, die an den Intervallgrenzen knickfrei verlaufen.

1
@Franz1957

Die Frage is halt: stimmt das? Das angegebene JS-Beispiel hat seinen Cyan-Punkt bei ziemlich genau 491nm. Is das so? Ich hab hier kein Prisma und kein Messgerät für Wellenlängen. Wenn ich so'ne Formel mir selbst zusammenbastel, bräuchte ich zumindest exakte Daten für Gelb, Grün, Cyan, Blau und die Sichtbarkeitsgrenze von UV. Die Formel wär immer noch vage, aber sie wär realistisch brauchbar vage.

0

Was möchtest Du wissen?