Übertriebene Toleranz gegenüber Homosexuellen diskriminierender als Intoleranz?

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10 Antworten

homosexuelle fallen im allgemeinen nur dann als homosexuell auf, wenn sie wie du sagst demonstrativ die regenbogenfahne schwenken, auch im uebertragenen sinne.

mein freund und ich leben beide ganz normal, gehen arbeiten, gehen aus, haben freunde beiderlei geschlechts, haben sex. keiner von uns wird fuer sich betrachtet von fremden fuer schwul gehalten, wobei mein freund manchmal absichtlich die "schwucht*l" macht, einfach zum spass, oder um zu provozieren.

uebertoleranz nervt mich insofern, als ich andauernd leute sachen sagen hoere wie "also ich bin total tolerant schwulen gegenueber, das sind ja auch nur menschen und die koennen ja nichts dafuer" ...

aehm, ja. ...

das problem ist, dass egal fuer wie offen oder "tolerant" die leute sich halten homosexualitaet irgendwo in den hinterkoepfen immer noch negativ konnotiert ist und damit noch "toleranz" notwendig ist. toleriert man etwas, bedeutet das, dass man es "in kauf nimmt", nicht, dass man es als normal akzeptiert. und DAS ist das problem.

das ist nicht diskriminierender als intoleranz, es ist nur besser getarnt und schwieriger zu erklaeren. mitunter wirft sich meinem freund oder mir auch mal ein maedchen an den hals, das UUUUUNBEDINGT einen schwulen besten freund haben will und das total cool und auch von ihrer seite total hip und locker und aufgeschlossen findet. ...

auch so ein ding, das ich als extrem fragwuerdig empfinde.

ich bin mir nicht sicher, ob mal als homosexueller immer irgendwie eine randgruppenexistenz fuehrt, ich tue das nicht in allen lebensbereichen, nur in manchen. aber es ist in jedem fall noch immer ein weiter weg, bis homosexualitaet einfach nur eine ANDERE normalitaet sein wird.

ach und noch was, das ICH persoenlich satt habe: die theorien, wie es dazu kommt, dass jemand homosexuell ist. DEN homosexuellen GIBT es naemlich gar nicht. jeder ist anders. und ich bin nicht mit meinem freund zusammen, um sex zu haben, sondern weil ich ihn liebe.

in meinem Umfeld ist es nichts besonderes. Ich bin schwul, stehe dazu und werde nicht anders behandelt als andere auch. Es hängt vielleicht von der Gegend oder von der Generation ab. Bei mir scheint es etwas ganz normales. Dass es so etwas wie diskriminierung gibt, lese ich immer nur wieder. Genauso wenig stelle ich fest, dass sich Leute demonstrafiv für homosexualität aussprechen müssen. Ich denke für meine Generation ist es schon etwas ganz normales.

Hallo advertisement! Ich bin zwar selber Heterosexuell, aber weiß was du meinst. Ich habe zwei Homosexuelle Freunde (männlich und weiblich). In unserer "Clique" reduziert keiner die Beiden auf ihre Sexualität. Sie werden genauso behnadelt wie heterosexuelle Menschen. Warum sollte man sie auch anders behandeln? Es besteht kein Unterschied zwischen den heterosexuellen Menschen und homsexuellen Menschen. Die beiden beklagen sich jedoch oftmals darüber, was du hier schilderst. Sie wollen ganz normal behandelt werden, bekommen aber viel zu viel Aufmerksamkeit. Ich glaube das liegt bei der Älteren Gesellschaft vor allem an dem Satz "So wollte Gott das nicht". Bei den jüngeren ist die Intolleranz hauptsächlich damit zu begründen, dass die Einheitlichkeit "In" ist. Außerdem sind die meisten Jugendlichen während ihrer Pubertät sich ihrer eigenen Sexuallität nicht sicher und reagieren deswegen meist schlecht. Diese Übertoleranz entsteht, wenn Menschen tollerant sein wollen, aber nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

Ich kann diese Menschen einfach nciht verstehen, warum lassen sie diese Menschen nicht einfach ihr Leben leben? In Deutschalnd muss sich was verändern!

Ich sag mal so... jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er damit umgeht, wie weit er (oder auch sie) sich öffnet, outet und je nachdem, wie weit "diese Türe auf geht", muss einem dann eben auch klar sein, dass mal ein kleinerer, mal ein größerer Luftzug durch den Türspalt entgegen kommt. (Ich hoffe, ich schwafel einigermaßen verständlich xD)

Also ich bin z. B. nicht überall geoutet, will das auch gar nicht bzw. sehe nun mal keine Veranlassung, jedem meine Story ins Ohr zu drücken. Wenn ich jemanden gut kenne und der Meinung bin, es passt, dann spreche ich es mal an und gut iss (für mich).

Viele sollten sich selbst lieber eingestehen, dass sie einfach keine Ahnung in diesem Metier haben als diese dämlichen Klischees (gebrochene Handgelenke, nasale Sprechweise, Popop-gewackel, extrovertiertes Benehmen,...) immer wieder aufzuwärmen. Das wäre völlig OK und bei weitem nicht so kleinbürgerlich und verlogen, wie jetzt (ohne Sachkenntnis) die Homo-Ehe auf einem "goldenen Altar der gerechten Weisheit" zu balancieren, nur weil es anscheinend gerade "chic" ist.

Nee, da ist mir persönlich eine ablehnende aber eben ehrliche Meinung lieber, als das vornerum-schön-tun und hinterrücks das Messer in den Rücken jagen. Denn bei aller Toleranz, die Schwulen und Lesben gegenüber "verlangt" wird... auch wir müssen eben andere Ansichten und Meinungen tolerieren, vlt. sogar manchmal akzeptieren. Solange es eine Minderheit, Randgruppe (...) als solche gilt, solange wird es auch von Ablehnung und Verachtung bis hin zu fast schon fanatischen (radikalen) Fürsprechern alles geben ;)

ich empfinde das mal überhaupt nicht so wie du. Klar wenn man von jemanden neu hört, dass er homosexuell ist, will man ihm beistehen und zeigen, dass man das nicht komisch oder so findet, aber irgendwann ist es halt nichts neues mehr und dann haben homosexuelle auch ihre freunde und bekannte und ein normales umfeld in dem sie leben, wo keiner mehrsonderlich auf ihree orientierung eingeht

howelljenkins 29.06.2013, 19:39

ich glaube, du hast die frage falsch verstanden.

das, was nervt ist in diesem fall nicht, dass leute homosexuelle ablehnen, sondern immer auf der homosexualitaet herumreiten, OHNE es abzulehnen. es wird nur staendig betont und ist fuer viele bis zum abwinken mit klischees behaftet. wenn du selbst betroffen bist, nervt das manchmal einfach, weil sich mitunter "wildfremde" mit positiv-vorurteilen aufdraengen und einem eben "beistehen" wollen, wo man weder beistand braucht noch beistand moechte.

ich brauche nicht toleriert zu werden, ich habe naemlich keine angriffsflaeche. ich bin nicht mal wirklich ANDERS. was der fragesteller meiner ansicht nach meint ist, dass sehr viele leute beim wort homosexualitaet so ein klischeebild von maennlichen frauen und schwuckigen maennern vor augen haben. so wie ein dummer amerikaner vielleicht immer noch denkt, alle deutschen tragen krachlederne, jodeln, saufen bier und haben 'nen dackel.

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Solange Homosexuelle Anfeindungen ausgesetzt sind, werden sie demonstrativ offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen und auch von anderen, die damit kein Problem haben, demonstrativ offen Unterstützung erfahren.

Erst, wenn Homosexualität genau so anerkannt und gesellschaftlich akzeptiert ist - nicht nur auf dem Papier - wird es keinen Grund mehr geben, sich in seinem Anderssein darzustellen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Dann wird es kein Schwenken von Regenbogenfahnen mehr geben. Leider wirst du darauf noch lange warten können, da die Ignoranz, die oft mit Bildungsdefiziten einhergeht, die Vernunft prozentual leider hinter sich lässt.

Natürlich hast du Recht. Allerdings sind wir dazu "verdammt" gegen eine Gesellschaft Amok zu laufen die uns entweder vollkommen toleriert oder eine Gesellschaft die uns hasst.

akanton4 01.08.2014, 03:53

mir ist es egal was du tust solange ich nicht zusehen muss.

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Ja. Vor rund 20 Jahren, war es (fast) undenkbar sich zu "outen". Da wurde noch versucht Schwule zu therapieren. Es ist sicher etwas "nervig" aber was ist so schlimm daran? Denn für viele Menschen sind Schwule vielleicht etwas "exotisches". Gerade die ältere Generation ist da vielleicht übertrieben tolerant weil sie nicht wissen wie man damit umgehen soll. LG

Du, mir ist deinen Sexualität so was von wurscht...

Das Schlimmste ist, was die Medien aus dem ganzen Thema machen.

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Stimmt. Das hab ich ganz vergessen zu erwähnen

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