These für meine Facharbeitsthema gesucht

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3 Antworten

Der Kindergarten hat heutzutage neben dem Erziehungs- und Betreuungs- auch einen Bildungsauftrag. Das ergibt sich aus den Kinderbildungsgesetzen der einzelnen Bundesländer. Damit wird das Thema "Vorlesen" weit geöffnet und bietet damit eine breite Themenpalette.

Vorgelesen bekommen ist eine Forderung von Kindern, die sie auch noch im Schulalter aufstellen. "Mama, lies mir vor". Ähnlich wäre es übrigens mit dem gemeinsamen Singen. Vorgelesen bekommen erfordert eine Person, die vorliest. Die Erzieherin im Kindergarten liest vor, das Kind möchte auch von seinen Eltern Geschichten hören und schon ist der Funke übergesprungen.

Kitas sind zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern aufgefordert. Daraus ergibt sich die Aufgabe, den Eltern nahezulegen, dem Kind vorzulesen. Problematisch ist dies bei Kindern, die zuhause nicht Deutsch als Familiensprache erleben. Das ist schon wegen der mangelnden Palette angebotener Bilderbücher, die in der Familiensprache verfasst nicht unproblematisch. Vor kurzem las ich in der Zeitung, dass in arabischen Ländern eine Bilderbuchauflage von 5000 Stück als Erfolg gewertet wird. Das ist vergleichsweise wenig.

Vorlesen im Kindergarten dient also der Kompensation des Vorlesestreiks bildungsferner oder fremdsprachiger Eltern. Ein Aspekt.

Zu einer Facharbeit gehört natürlich auch Psychologisches, Kognition kann ein Thema sein.

Ein Fragebogen kann sich mit den häuslichen Gewohnheiten beschäftigen. Allerdings dürfte er datenschutzrechtlich problematisch sein, weil laut KiBiz NRW nur festgelegte Daten erfasst werden dürfen. Ein Aushebeln des Datenschutzes mittels eines Fragebogens als Datensammlung für eine Facharbeit ist nicht unbedenklich.

Zur Teilnahme bereit werden eher bildungsgewohnte Eltern sein. Insoweit ist die Menge "N" eine positive Auslese. Eine statistische Auswertung wäre nicht signifikant. Also kann allenfalls zur Methode der Führung narrativer Interviews gegriffen werden.

Das ist natürlich nicht alles, was mir einfällt. Ich höre aber auf, weil ich ja nur Anstöße geben will. Sehr interessantes Thema.

"Vorlesen fördert die Fantasie und kreativen Fähigkeiten von Kindern"

Das kannst du leicht "testen" indem du z.B. in einem Kindergarten oder bei "Versuchskindern" aus dem privaten Umfeld darum bittest, eine Geschichte (die noch nicht verfilmt wurde) vorzulesen und die Kinder die "Hauptdarsteller" beschreiben zu lassen - jedes Kind wird sich seine Figuren ganz alleine unbewusst zusammengebastelt haben: welche Haarfarbe? Was für Klamotten? Wie alt? Wie klingt die Stimme? Klein/ groß, dick/ dünn, alt/ jung usw. Wo wohnt er/ sie? Was isst er/ sie gerne? ...

Und die meisten Kinder werden einen "Helden" schaffen, der ihnen sehr ähnlich ist!

Bei einem Film wirst du häufig hören: der/ die ist ganz anders als ich, so dass eine Identifikation nicht so leicht möglich ist und auch das Lernen aus der Handlung schwer fällt - eben weil man sich nicht selbst in der Situation wiederfindet.

Dass es für die Entwicklung von Kindern sich in vielfacher Hinsicht vorteilhaft ist, wenn man ihnen vorliest, ist selbstverständlich. Interessant wäre es vielleicht, dies an der konkreten Entwicklung des Wortschatzes, der Assoziationsfähigkeit oder gar der schulischen Leistungen nachzuprüfen. Ich rate Dir, Dich mit einer einfachen Themennachschau durch "Suchen" erstmal auf den aktuellen Stand der dazu vorliegenden Untersuchungen zu bringen.

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