Synthetik Öl greift Dichtung an? {MOTORRAD}

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Ne, das ist quatsch. Da hat dein bekannter was falsch verstanden.

Erstmal hat die DT50 nen Zweitacktmotor, der hat gar kein Motoröl. Der hat Zweitacktöl für die Gemischschmierung und Getriebeöl. Beim Viertackter laufen Motor und Getrieb meist in einem gemeinsamen Ölkreislauf (Ausnahmen bei  Harley, Guzzi und  BMW). 

Was dein  Bekannter da aufgeschnappt hat, hat wahrscheinlich damit zu tun, daß im Gegensatz zu Autos bei Motorrädern die Kupplung im  Öl läuft  (Ausnahmen wieder  Harley, Guzzi und  BMW).  Und da können moderne synth. Hochleistungsöle für Automotoren dazu führen, daß die Kupplung nicht mehr greift und durchrutscht. Dann kommst du nicht mehr von Fleck. 

Das ist aber meist reversiebel. Du mußt nur das gute Öl wieder raus lassen und billigeres reinfüllen. Dann erholt sich die Kuplung schnell wieder. 

Wenn du also für das Getrieb  einer DT50 kein spezielles Getriebeöl sondern normales Motoröl nimmst (was technisch kein Problem ist), dann  mußt du drauf achten daß das kupplungsverträgliches Öl  ist. 

Danke für die ausführliche Antwort! Ich hatte mich in meiner Frage leider etwas schlecht formuliert, ich meinte das Öl für die Gemischschmierung. Also ist das kein Problem wenn ich jetzt zur Gemischschmierung ein Voll-Synthetik Öl nehme?

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@TheChoosen0ne

Sollte kein Problem sein, muß nur ein selbstmischendes 2t Öl sein. Wobei die DT echt anspruchslos ist. Da muß es nix teures sein.

Nur wenn mal irgendwann das Getrieböl ansteht mußte halt aufpassen.

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Vollsynthetik ist im Zweifel sogar besser für die Dichtungen (wobei Benzin um Größenordnungen aggressiver sein dürfte als das schlechteste Öl).

Allerdings kann ein "saubererer" Motor mehr zum lecken neigen - Verkokungen dichten halt mitunter auch alte, spröde Simmerringe ab. Aber bei so einer Gemischschmierung gibt es ja nichtmal ne Ölwanne - was soll da lecken?

"Angreifen" tut das Synthetiköl jedenfalls nix, und es verbrennt auch sauberer.

Ja das ist richtig. Normalerweise sind die API Klassen entscheidend, es gibt für die DT bestimmt auch Vollsynthetik oder Teilsynthetik Öle die die passenden API Klassen erfüllen oder sogar übertreffen. 

Aber das Problem ist: Motorräder, die in den 90er gebaut und entwickelt wurden haben Motoren, die nicht für die synthetischen Öle gebaut wurden. Damals gab es noch keine synthetischen Öle für den Hausgebrauch in der Form wie man sie heute überall kaufen kann. Daher sind diese Motoren auf mineralischen Ölen getestet wurden und man sollte dementsprechend auch nur mineralische Öle verwenden. 

Die meisten Leute denken ja immer, sie tun ihren Motoren was wunder wie gutes, wenn sie irgendein superteures Hightech Vollsynthetik Öl reinkippen. Aber nur weil es teurer ist und tolle Werbesprüche draufstehen ist es nicht automatisch besser als ein billiges mineralisches Öl. Ganz im Gegenteil, es kann sogar Schäden herbeiführen, z.B. an den Dichtungen. 

Kipp da ein ganz normales mineralisches Öl mit der passenden Viskosität rein und gut. 

Von Dichtungsproblemen hab ich da aber noch nie was gehört. Wäre auch nicht erklärbar warum das den Dichtungen schaden sollte. Alle dokumentierten Beschwerden betreffen nur die Ölbadkupplung die auf Autoadditive mit  leerdrehen reagiert. Da stehste dann mit eingelegtem Gang und nix bewegt sich........... 

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Ja dein Bekannter hat recht ,

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