Ist die Belegung von 2 Mathemodulen im Erstsemester ratsam?

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7 Antworten

Unfassbar, dass ich An a lysis als vulgär empfunden wird ;) )

Ja....da steckt das normale Wort "AnaI" drin. Schreib AnaIysis einfach mit einem großem "ihhhhhh". Das sieht aus wie ein "ell" und du umgehst damit die sinnlose vulgäre Sperre...:)

Was ich mich die ganze Zeit frage ist, ob es nicht Sinn macht zumindest 2
dieser 3 Module im ersten Semester zu belegen, da ich erwarte, dass die
Mathematik dieser Module Voraussetzung für viele weitere sein wird.

Wenn alle Module im ersten Semester da auf dem Plan stehen, dann rate ich dir auch ALLE zu machen. Ob du dann die Prüfung schreiben willst, ist ein Fall, den du selbst entscheiden kannst, wenn die Zeit ran ist. Die Vorlesungen und Übungen mache bitte ALLE mit. Das ist wichtig, da die späteren Mathemodule teilweise stark auf diese Module aufbauen. Du kämst sonst voll in Verzug. Glaube mir, das ist nicht schön.

Und als Tipp: Nimm die Literaturhinweise eures Profs wahr!  Unserer Prof empfiel uns den Lother Papula....das ist ein SPITZEN-Mathe-Band für Ingeneure!

Ist die Belegung von 2 Mathemodulen im Erstsemester ratsam?

Es ist ratsam ALLE zu machen und auch ratsam ALLE zu prüfen. Letzteres kannst du spontan entscheiden. Ersteres würde ich dir aber dringend empfehlen!

Gibt es innerhalb dieser Mathemodule eine bestimmte Reihenfolge die man einhalten sollte

Also...schön erst mal, dass du nicht von muss sprichst, ein "Muss" ist nämlich nicht der Fall. Das sollte...mhh...JA...so wie es in den Semestern angeboten wird. Das hat schon seinen Grund, weil nämlich oft die Mathemodule sich untereinander aufbauen!

oder ist das nicht wichtig, da es verschiedene "Richtungen" der Mathematik sind?

Es sind zwar verschiedene Richtungen, aber um es mal einfach zu sagen: Um den Dreisatz anwenden zu können, musst du irgendwann mal erfahren haben wie man eine Division macht. Verstehst du? Es baut aufeinander auf!

AnaIysis kommt immer mal wieder

Stochastik brauchst du für Statistikmodule oder sogar für Klassifiziereungen, usw.

Lineare Algebra brauchst du genauso wieder: Mit Matrizen kannst du nämlich schiefe Bilder korrigieren. Matritzen kommen manchmal beim Programmieren halt vor. Genau wie Vektoren.

Hat einer von euch eventuell schon Erfahrungen mit o.g. gemacht oder
kann mir einen groben Tipp zur Belegung geben und sagen, worauf man
achten sollte?

Man sollte versuchen den Lehrplan so einzuhalten wie es die Uni vorgibt. Denn DAS ist der ideale Weg! Wenn man alles kreuzterquere macht, bringt das nichts! (dringende Empfehlung)

Ich werde mich natürlich zusätzlich zu dieser Frage hier auf einer Informationsveranstaltung der Uni schlau machen.

Kluge Entscheidung!!

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Viel Erfolg beim Informatik-Studium. Akademiker braucht das Land! :-)

Gruß
Omni

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Kommentar von NoHumanBeing
20.01.2016, 14:07

Es ist ratsam ALLE zu machen und auch ratsam ALLE zu prüfen.

Aber auch nur, wenn alle im 1. Semester vorgesehen sind, was ich stark bezweifeln würde. Bei uns zogen sich die Mathematikveranstaltungen über 4 Semester.

Denn DAS ist der ideale Weg!

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, aähm ... nein! :-)

Aber er ist zumindest mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser, als ein Weg, den sich ein "Erstsemester", der weder die Dozenten, noch die Veranstaltungen kennt, überlegt. In höheren Fachsemestern (wenn man erstmal "weiß, wie der Hase läuft") kann "Module jonglieren" allerdings durchaus Sinn machen. Manchmal muss man es sogar, weil manche Module z. B. nur selten angeboten werden.

Das ist in meinem Masterstudium beispielsweise der Fall. Da steht dann nämlich im Modulhandbuch so etwas, wie "nur im Sommersemester in ungeradzahligen Jahren". Und wenn man Pech hat, stimmt das, was im Modulhandbuch steht, nicht einmal. Auch nicht gerade selten bei uns. ;-)

Oder es gibt plötzlich Veranstaltungen, die gar nicht im Modulhandbuch stehen, weil das nur alle Jubeljahre aktualisiert wird, die Dozenten aber "wenn sie Lust haben" neue Veranstaltungen starten können, z. B. weil sich das gerade mit einem Thema deckt, an dem sie forschen.

Kommt natürlich auch auf die Uni an. Die, an der ich jetzt bin, ist ein ziemlicher "Chaosverein" und da ist "nach Studienplan studieren" schon prinzipiell gar nicht möglich, weil es die Veranstaltungen, die im Studienplan stehen, schon längst nicht mehr gibt und dafür eben andere.

Viel Erfolg beim Informatik-Studium. Akademiker braucht das Land! :-)

Exakt das! :-)

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Kommentar von Omnivore08
24.01.2016, 21:31

Danke für den Stern!

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(P.s.: Unfassbar, dass ich An a lysis als vulgär empfunden wird ;) )

Ja, da tappe ich auch immer rein. Ich denke nicht, dass die mathematische Disziplin als "unanständig" empfunden wird, aber es steckt eben eine gewisse Zeichenfolge darin (siehe Hervorhebung).

Wobei auch die ja an sich ein korrekter medizinischer Ausdruck ist. Ich habe jedenfalls beschlossen, fortan "Vaginalysis" zu schreiben, gewissermaßen "aus Protest", weil dieser Ausdruck interessanterweise nicht gesperrt wird. -.-

Ich war nie richtig gut in Mathe (ABI GK Note:4); bevor ihr mich kopfschüttelnd zum du.mm erklärt muss ich anmerken, dass ich mich im Abinoch nicht so richtig gefunden und auch so gut wie gar nicht
gelernthabe.

Keine Angst, die Mathematik im Hochschulstudium hat nicht wirklich viel mit der Schulmathematik gemein.

Zu denken gibt mir eher das hier.

einiges an Mathematik auf mich zukommen wird wovor es mich sehr graut

Also Interesse an der Materie sollte man schon haben, denn das Informatikstudium wird, wie Du bereits richtig festgestellt hast, definitiv sehr mathematiklastig werden. Wenn man sich da "durchquälen" muss, ist man nicht motiviert und dann mancht es nicht nur keinen Spaß, sondern man wird auch versagen.

Nach dem Abi habe ich eine kfm.-Ausbildung gemacht, in der ich das Lernen für mich entdeckt habe und prompt den Notendurchschnitt 1,0 auf dem Zeugnis stehen hatte.

Nunja, ich weiß, wie "hoch" das Niveau von Berufsschule und IHK-Prüfung ist. Zudem sagt man den Kaufleuten ja auch nach, sie kämen im Grunde mit den vier Grundrechenarten aus. Also das wird meines Erachtens auch nichts über Deinen Erfolg in Mathematik im Studium aussagen.

Ist die Belegung von 2 Mathemodulen im Erstsemester ratsam? Gibt es innerhalb dieser Mathemodule eine bestimmte Reihenfolge die man einhalten sollte oder ist das nicht wichtig, da es verschiedene "Richtungen" der Mathematik sind?

Hat einer von euch eventuell schon Erfahrungen mit o.g. gemacht oder kann mir einen groben Tipp zur Belegung geben und sagen, worauf man achten sollte?

Bei uns war die Reihenfolge im Informatik-Bachelor wie folgt.

1. Semester: Vaginalysis ;-)
2. Semester: Lineare Algebra
3. Semester: Stochastik
4. Semester: Numerik

Wobei die Numerik-Veranstaltung wirklich "dürftig" war. Eine "richtige" Numerikveranstaltung höre ich erst jetzt im Masterstudium im Rahmen meines Nebenfachs bei den Physikern. Die machen das wesentlich "gründlicher", als die Informatiker, ist aber eventuell auch von Uni zu Uni unterschiedlich.

Die Veranstaltungen haben durchaus auf den Grundlagen der vorherigen Veranstaltung aufgebaut. Man hat aber definitiv nicht das gesamte Wissen der "Vorgänger" gebraucht, aber an der einen oder anderen Stelle war es dann eben doch hilfreich.

Ob man es in einer anderen Reihenfolge hätte belegen können, kann ich nicht so recht beurteilen. Vermutlich schon. Aber man hat auch gemerkt, dass die Veranstaltungen in dieser Reihenfolge vorgesehen waren. Insbesondere die ersten beiden waren beim selben Dozenten, sodass es quasi "die Fortsetzung" war. Die dritte und vierte haben dann teilweise auf den Grundlagen der ersten beiden aufgebaut. Aber "Stochastik" und "Numerik" hatten keine Querbezüge zueinander, hätte man also durchaus auch "umdrehen" können.

Was mir ein bisschen "abgeht", war Zahlentheorie, diverse Beweistechniken, die über das "Standardreportoire" hinausgehen (Induktionsbeweis schön und gut, aber wie führt man etwa einen Reduktionsbeweis?), sowie die Theorie über gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen (nicht mit der üblichen "Differentialrechnung" - sprich differenzieren und integrieren - zu verwechseln, die natürlich durchaus in aller Breite und Tiefe behandelt wurde). Diese Dinge brauche ich nun im Master ständig, sie wurden allerdings nie wirklich gelehrt und "hängen damit ziemlich in der Luft".

Was ich mich die ganze Zeit frage ist, ob es nicht Sinn macht zumindest 2 dieser 3 Module im ersten Semester zu belegen, da ich erwarte, dass die Mathematik dieser Module Voraussetzung für viele weitere sein wird.

Nein, gerade im ersten Semester findet man sich noch nicht zurecht und "dreht ziemlich am Rad". Da sollte man nicht mehr Module belegen, als vorgesehen.

Ich habe ab dem 4. Semester angefangen, mehr Module zu belegen und habe so ein Informatik-Bachelorstudium mit 7 Semestern Regelstudienzeit in 6 Semestern durchgezogen (und das Prüfungsamt hat mich gehasst dafür, weil sie dadurch wohl zusätzlichen Aufwand hatten ;-) ). Dafür komme ich nun im Masterstudium kaum hinterher und werde dort wohl reichlich "überziehen" müssen. :-(

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Kommentar von Omnivore08
20.01.2016, 13:23

Vaginalysis

ROFL....:-)

warum schreibst du nicht einfach  AnaIysis?

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Normalerweise gibt es in den Modulhandbüchern auch einen Musterbelegungsplan, an den solltest du dich halten. Mehr zu belegen ist in der Regel nicht so sinnvoll, gerade im ersten Semester hat man genug zu tun. 

Sinnvollerweise solltest du aber schon vor Beginn des Studiums deine Mathekenntnisse zumindest auf den Stand des Abiturwissens bringen. Mathematik für Informatiker ist auch für Nicht-Mathe-Freaks durchaus machbar, einfach ist es aber nicht. Schau dir doch mal die Studienunterlagen an, die meisten Unis veröffentlichen die Skripten auf ihren Homepages. 

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Ich kenn mich damit nicht wirklich aus aber ich würde dir keine 2 Mathemodule im ersten Semester raten. 

Das erste Semester ist neu, aufregen und verwirrend zu gleich. Da ist ein viel größerer Druck dahinter als in der Schule oder bei deiner Ausbildung. Viele unterschätzen das und hören nach dem ersten Semester wieder auf. Da du schon in der Schule nicht so gut in Mathe warst, würden dich 2 Module einfach komplett überfordern weil du ja auch noch andere Kurse haben wirst. 

Ich weiß nicht, ob es nicht ein zu großer Stress für dich sein wird, wenn du mal nicht hinterher kommst und die anderen Kurse dann vielleicht vernachlässigst. Ich würde es, an deiner Stelle, mal mit einem Modul versuchen und schauen, wie das Niveau so ist. 

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Ich empfehle auch, dich an den Musterstudienplan deiner Universität zu halten. Wenn du davon abweichst kann es schnell zu Überschneidungen von Veranstaltungen kommen, was alles nur noch schwieriger macht.

Man sollte sich pro Semester auch nicht zu viel vornehmen, weil es dann passieren kann, dass man am Ende des Semesters von jedem Fach nur ein bisschen kann, aber nichts so richtig und man dann die Klausuren verhaut.

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Wow, ersteinmal vielen Dank an alle für die vielen zahlreichen und hilfreichen Antworten.

Selbstverständlich bleibt mein Plan, mich weiterhin auf einer Veranstaltung der Uni danach zu informieren, nichtsdestotrotz werde ich eure Antworten bei meiner Entscheidung sehr stark gewichten.

Um diesen Beitrag hier so klein und verständlich wie möglich zu halten, werde ich versuchen auf Zitate zu verzichten und euch mit @"XXX" antworten.

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Antworten habe ich herausgelesen, dass ich mich an den von der Uni empfohlenen Studienverlaufsplan halten sollte.

Demnach werde ich die Mathemodule über die verschiedenen Semester aufteilen. Falls es jemanden interessiert, hier ist der Verlaufsplan:

https://www.wiwi.uni-due.de/studium-lehre/angewandte-informatik/bsc-ai-se/informationen/

@NoHumanBeing:

Vielen Dank für deine sehr hilfreiche Antwort.

Bitte verstehe mich nicht falsch, wenn ich schreibe "es graut mir davor".

Ich freue ich mich eigentlich sogar darauf nach 3 Jahren der Berufsausbildung und anschließenden 3 Jahren der Berufstätigkeit wieder richtig gefordert zu werden.

Nur nach dem, was man sich so in frühester Vergangenheit zum Thema "Mathematik im Informatikstudium" zusammengelesen hat, wird das definitiv kein Zuckerschlecken und dem entsprechend hat man da schon die Befürchtung zu versagen.

- Mit meiner Anmerkung zu meiner Ausbildung wollte ich nur klar machen, dass, wenn ich etwas will und bereit bin mich dafür auf den Hintern zu setzen, ich das dann auch schaffen kann.

- Das ist interessant zu lesen, wie du aus dem Nähkästchen plauderst ;)

@Fatamorgana2010:

Einen Vorkurs habe ich letzten September belegt.

Leider hatte ich zu der Zeit einiges um die Ohren auf der Arbeit mit vielen Dienstreisen, etc. Demnach konnte ich das vom Vorkurs vorgesehene Pensum nicht erfüllen.

Die Skripte habe ich mir zwar weggespeichert und nehme mir einen Monat vor Beginn der Vorlesungen Zeit um diese zu lernen, das muss ich dann jedoch leider ohne Kontrollaufgaben machen.

Falls du oder jemand anderes hier noch von einem ähnlichen Vorkurs wissen, würde es mich sehr freuen davon zu hören.

@Omnivore08:

Auch vielen Dank für deine hilfreichen Tipps!

Ich habe mir schon einmal die Literaturempfehlungen der Profs angeschaut, die stehen direkt im Modulplan mit drin.

Was ich sehr lustig fand: Einige Profs haben selbst Lernbücher geschrieben, die stehen natürlich ganz oben in den Empfehlungen ;)

 

AnaIytische Grüße ;)

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Kommentar von Anonynonymous
20.01.2016, 14:18

Ich dachte, dass ich bei der Modulbelegung viel freier bin.

Da ich jetzt viele Abhängigkeiten kenne wie "Voraussetzung sind Kenntnisse in ..." oder "Voraussetzung ist das bestandene Modul ..." aber auch schwankende Modulangebote je nach SS oder WS, gibt es gar nicht mal so viele sinnvolle Möglichkeiten vom vorgeschlagenen Studienverlaufsplan abzuweichen.

 

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Kommentar von NoHumanBeing
20.01.2016, 14:43

Um diesen Beitrag hier so klein und verständlich wie möglich zu halten, werde ich versuchen auf Zitate zu verzichten und euch mit @"XXX" antworten.

Du hättest auch einfach die entsprechenden Antworten einzeln "kommentieren" können. Dann hängen Antwort und Kommentar zusammen, falls die Sortierung sich mal wieder ändert. Außerdem hat es den Vorteil, dass der Verfasser des Beitrags benachrichtigt wird, dass sein Beitrag kommentiert wurde.

Demnach werde ich die Mathemodule über die verschiedenen Semester aufteilen. Falls es jemanden interessiert, hier ist der Verlaufsplan:

Dort sind ja schon zwei Pläne zu sehen. Wenn Du im Winter anfängst, kommt erst "Lineare Algebra" und dann "Vaginalysis", wenn Du im Sommer anfängst, ist es umgekehrt.

Das bedeutet für mich, in welcher Reihenfolge man die beiden belegt, ist egal, aber "Lineare Algebra" wird dann wohl nur im Winter angeboten und "Vaginalysis" nur im Sommer.

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ich möchte mich den anderen anschließen: im ersten Semester nicht übertreiben, da man erst mal in das Studium reinkommen muß.

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