Studium Architektur empfehlenswert?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum Studium Architektur sollte man nur demjenigen raten, der fest von sich und seiner Berufswahl überzeugt ist.Was viele nicht wissen und im Studium nicht vermittelt wird ist , daß für Zufriedenheit und Erfolg in diesem Beruf Folgendes wichtig ist: neben fachlichem Können sollte der Studierende über ein gesundes Selbstbewußtsein , Streßresistenz, Durchsetzungswillen-und Vermögen ,fließendes Englisch, kommunikative Fähigkeiten, insbesondere die, seine Ideen und Vorstellungen selbstbewußt einer kleinen oder größeren Zuhörerschaft mit Überzeugung vortragen zu können.Wer das nicht kann ,läuft Gefahr, zum Heer der Unterbezahlten und Unzufriedenen zu gehören.Andererseits sind Architekten mit den vorgenannten Fähigkeiten gesuchte Persönlichkeiten für die Positionen Projekt-,Team-, Büro-,Amtsleiter mit entsprechend hohen Gehältern .Natürlich werden auch hervorragende Einzelkönner im Team gebraucht wie Wettbewerbsasse, Ausschreiber und Werkplaner, aber die werden schnell verheizt und können jederzeit durch andere  Personen ersetzt werden.Einzig Bauleiter und Terminplaner nehmen eine Sonderstellung ein, konkurrieren aber stark mit dem Bauingenieur.Wer im öffentlichen Dienst unterkommt und sich dort wohl fühlt hat gute Karten, da er nach Tarif bezahlt wird und einen sicheren Arbeitsplatz hat.


Nur so als positive Rückmeldung:

Ich bin 15 Jahre nach meinem Diplom als Architektin immer noch gerne in diesem Beruf.

Die Frage, was ich denn dann machen würde , wenn ich heute noch mal 19 Jahre alt wäre, würde ich mit Architektin, Innenarchitktin, Grafikerin, Designerin, Restauratorin oder Gastronomin beantworten. Und in all diesen Berufen, wären die Probleme und Schwierigkeiten bezüglich Bezahlung, Termindruck, Arbeitsbelastung ähnlich.

Es stimmt, dass man in unserer Branche im Vergleich zun anderen nicht gut bezahlt ist. Aber wenn man sein persönliches Glück eben nicht nur am Geld misst, sondern an anderen Faktoren, dann kann (muss aber nicht) der Beruf des Architekten ein sehr erfüllender sein.

Was man nicht unterschätzen sollte, ist jedoch, dass der Schwerpunkt im Studium beim Entwurf liegt, in der Praxis dann geschätzt keine 5% der Zeit bei einem Projekt fürs entwerfen drauf gehen.

Zumindest wenn man in einem klassischen Architekturbüro arbeitet.

Aus meinem Studienjahrgang sind aber einige zu Projektsteurern, Banken, Immoblienmaklern, in die Industrie (Bauunternehmen u.ä.) und zu Behörden gegangen. Einige haben sich ganz umorientiert und arbeiten als Lehrer oder Softwareentwickler. Von unseren 100 Absolventen im Semester sind ca. 10 meines Wissens nach selbstständig oder als Partner in großen Büros tätig. Und richtig viel Geld verdienen von allen Absolventen vielleicht 5 Leute. Nur so als grobe Info.

Allgemeine Information im Netz mal gefunden :


In Deutschland erhalten nach wie vor – im europäischen Vergleich überdurchschnittlich – viele angehende Architekt-Innen und InnenarchitektInnen ihren Hochschulabschluss. 

Der Arbeitsmarkt kann  als gesättigt bezeichnet werden – die Architektendichte ist in keinem  europäischen Nachbarland so hoch wie in Deutschland. 

Für Innenarchitektinnen und Innenarchitekten bedeutet dies, dass Spezialisierung und Profilschärfung immer entscheidender werden, sowohl in Kooperation mit Planer - kollegen, als auch in Abgrenzung zu anderen Fachdisziplinen. 

Informationen zu Gehältern

+++ Aktuell +++ „Zahle ich marktgerechte Gehälter? Was zahlt die Konkurrenz? Oder: Verdiene ich genug??“ Antwort auf diese Frage liefert der „Gehaltsreport 2015“ von PBP. 

Die Ergebnisse sind aus einer Online-Umfrage gewonnen worden, an der sich fast 600 Büros beteiligt und über 6.600 Mitarbeiter daten eingepflegt haben. 

PBP liefert damit einen einzigartigen Einblick in aktuelle Vergütungsstrukturen in Architektur- und Ingenieurbüros. » Ausführliche Informationen und bundesweite Tabellen

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Architekturbüros sind die Einkommen der Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner seit Jahren unter starkem Druck. 

Innerhalb Deutschlands ist ein großes Nord-Süd und auch Ost-West-Gefälle bei den Gehältern zu verzeichnen, die Innenarchitekturbüros Ihren Mitarbeitern zahlen (können)

Ich würde es heute nicht mehr studieren .Lange Zeit bis zum Abschluß und ein verhältnismäßig lächerliches Gehalt 


Ich würde es heute nur noch dann studieren wenn ich dafür "brennen" würde  und nichts anderes in Frage käme .

Man sollte immer nur seinen Neigungen nachgehen - nicht nach den beruflichen Aussichten, oder "weil das Studium so schön ist" (das war das Architektur/Innenarchitektur Studium wirklich) nur das, was danach im Beruf kam war ungelogen eine einsame KATASTROPHE.

Dankeschön😊. Also ich würde das schon sehr gerne studieren , jedoch klingt das so , dass man als Architektin kein sehr hohes Einkommen hat und die Arbeit keinen Spaß macht. Ich weiß nicht ob mir es das wert ist . Mir ist es wichtig das mir das Studium Spaß macht und auch das berufliche danach sollte stimmen .... 

1
@Na1999

Dir sollte klar sein, dass du (wenn du nicht gerade Glück hast und ein Stararchitekt wirst^^) im Beruf später sehr wenig bis garnichts zu entscheiden hast...In den meisten Fällen ist man nur n Computeraffe der die Ausführungsplanung macht...Dass man das große Geld verdient und immer nur schicke Häuser entwirft kann man sich direkt wieder ausm Kopf schlagen und wenn man für einen Wettbewerb arbeitet hat man sehr oft unbezahlte Überstunden, Nachtschichten und Stress...

Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr,aber alle meine ehemaligen Kommilitonen verdienen nicht mehr als max. 2000€ netto und das ist schon viel...Dafür dass man 5-6 Jahre studiert ist das natürlich ein miserabler Verdienst. Ein ungelernter Produktionshelfer im VW-Werk verdient mehr...🙄

Ich hab mich relativ schnell dafür entschieden in die Projektsteuerung zu wechseln. Da verdient man wesentlich besser😅

2
@linda1429

...und mir tut's in der Seele weh, dass so über meinen früheren "Traumberuf" geurteilt wird, obwohl ich es ja "damals" - Anfang der 90' iger. als die Master und Bachelor noch Diplomingenieure hießen - erlebt habe, und es heute selbst so bestätige ,... 

Abgesehen vom Studium, dass echt gut und umfassend war - nur sind halt Studium und Realität, wie Tag und Nacht ....

1
@Huflattich

linda1429, aber das mit dem Gehalt kommt ja auch aufs Bundesland an oder? Ich bin aus dem Saarland, aber weiß nicht wie es dort so mit dem Stellenmarkt aussieht 

0
@Na1999

o.k ich bin nicht "linda1429"....

 - Jetzt mal ganz abgesehen vom Saarland  - man kann ja auch umziehen - glaubst Du wirklich, wenn in Berlin der Architekt z.B. 2500.- € verdient verdient er in Saarlouis 3500.- € ? , oder das man in Berlin schlechter behandelt wird als im Saarland. 

Hier gibts den bundesweiten Vergleich :

https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Architekt-Architektin-FH-Uni

0
@Na1999

das kommt meistens eher auf die Größe des Büros an in dem du arbeiten wirst...

Es ist ja auch garnicht gesagt dass du schlecht verdienst, es ist für den Aufwand des Studiums aber absolut ungerechtfertigt und ich denke das hat recht wenig mit dem Bundesland zu tun.

Ohnehin musst du das ja selber wissen und wenn das dein Traum ist,dann studier' es:) Du wolltest halt Meinungen hören und ich habe Architektur studiert, im BA/MA-System und ich würde es meinen zukünftigen Kindern zB eher ausreden wollen das ebenfalls zu tun, aber das ist ja auch nur meine bescheidene Meinung...😌

2
@linda1429

Ich finde auch, am Ende muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen... 

1

Wenn du in deinem Job gut bist und mit Menschen umgehen kannst, wirst du immer Arbeit haben. (Dann ist es auch nicht der größte Absturz in der Geschichte der Menschheit ;-)  )

studier lieber was anderes😅
Es macht ab und an auch mal Spaß und ist interessant, aber es verschlingt sehr viel Geld und noch mehr Zeit...
Ich war heilfroh als ich endlich fertig war😅

Echt? Mehr Geld als bei anderen fächern? Bzw was muss denn alles gekauft werden?

0

viel mehr Geld als in anderen Studiengängen...
Drucken und Plotten, Modellbauen, Zeichenmaterialien und Zubehör...
Allein für meine Masterarbeit hab ich insg. 600€ bezahlt...
Am Ende des Semesters häuft sich alles, man hat kein Wochenende mehr frei und vor Abgaben macht man Nachtschichten...
Das Problem ist halt oft, dass man eher schlecht vorarbeiten kann und am Ende alles auf einmal gemacht werden muss.
Man sollte auf jeden Fall nebenbei arbeiten gehen,damit man für die Bewerbung nach dem Studium wenigstens etwas vorzuweisen hat und mit nem Nebenjob hat man dann quasi garkein Privatleben mehr😂
Ich glaube es gibt kaum Architekturstudenten die es nicht mindestens einmal bereut haben^^
Wenns dich aber wirklich interessiert und du es willst, mach es;)

2
@linda1429

Ohje das hört sich ja hart an😣.... 

0
@Na1999

ja, und es zahlt sich hinterher nicht wirklich aus...leider...

2

Was möchtest Du wissen?