Streunerkatze oder nicht?

3 Antworten

Zunächst finde ich es klasse, dass Du Dich so um die arme Fellnase sorgst und ihr helfen willst! DH!

Grundsätzlich sollte man fremde Katzen allerdings nicht füttern, da sie möglicherweise an Unverträglichkeiten, Allergien oder Krankheiten (z.B. Diabetes, Nierenproblemen etc.) leiden könnten, bei denen sie dann nur ganz bestimmtes Spezialfutter bekommen dürfen.
Zudem besteht durch das "Fremdfüttern" auch immer die Möglichkeit, dass der Besitzer - sofern vorhanden - irrtümlich von einer Krankheit seiner Katze ausgeht, weil sie bei ihm plötzlich weniger oder nichts mehr frisst.
Wahrscheinlich würde es Dir auch nicht gefallen, wenn Deine Olga ohne Dein Wissen irgendwo in der Nachbarschaft gefüttert würde?

Allgemein kann man bei Katzen Freigänger i.d.R. nur schwer von entlaufenen Tieren oder Streunern unterscheiden. Wenn sie aber einen einigermaßen gut genährten und gepflegten Eindruck macht, könnte es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit zumindest nicht um eine Straßenkatze handeln.

Du machst sicher keinen Fehler, wenn Du der Katze zunächst mal ein Schälchen Wasser hinstellst - bitte keine normale Milch, weil diese von vielen Katzen aufgrund von Laktoseintoleranz nicht gut vertragen wird. Wenn sie einen sehr ausgehungerten Eindruck macht, ist m.E. aber auch gegen etwas (möglichst hochwertiges) Katzenfutter nichts einzuwenden. Eine satte (weil bei ihrem Besitzer gut gefütterte) Katze wird das angebotene Futter vielleicht soger verschmähen, während eine entlaufene bzw. Streunerkatze vermutlich gierig darüber herfällt.

Zudem solltest Du mal - am besten mit Foto - in der erweiterten Nachbarschaft herumfragen, wem die Katze vielleicht gehören könnte. Ein so auffälliges Tier müsste eigentlich irgendwo bekannt sein, zumal sie mit ihrem Leiden von ihrem Zuhause aus wahrscheinlich auch keine größeren Strecken zurücklegen kann.

Als Fundtier müsste die Katze (aus rechtlichen Gründen) ohnehin gemeldet werden (i.d.R. beim Ordnungsamt). Dort sollte man Dir auch die weitere Verfahrensweise bzw. geeignete Ansprechpartner (z.B. das nächstgelegene Tierheim) nennen können.

Beim Tierarzt oder im Tierheim kann man die Kopfwunde versorgen und feststellen, ob die Fellnase gechippt oder tätowiert ist, dann sollte ihr Besitzer z.B. über TASSO (tasso.net) zu ermitteln sein, wo Du übrigens auch weitere nützliche Informationen zum Umgang mit Fundtieren findest:

https://www.tasso.net/Tierregister/Tier-gefunden

Bei Interesse kannst Du Dich im Tierheim aber ggf. als Pflegestelle für sie anbieten. Wenn sich kein Besitzer meldet bzw. ermitteln lässt, könntest Du sie später vielleicht sogar adoptieren?

Falls es sich tatsächlich um eine Straßenkatze handelt, solltest Du - z.B. im Hinblick auf einen möglichen Floh- bzw. Parasitenbefall - natürlich auch daran denken, das Risiko für Deinen Hund so gering wie möglich zu halten.
Den Vorschlag von chtiela, der Katze ggf. draußen einen trockenen Unterschlupf herzurichten, finde ich da schon sehr gut.

Alles Gute Dir und der Fellnase!

Siehst du, daran habe ich gar nicht gedacht. Dass die Katze vielleicht krank sein könnte..... Ich sehe sie und alles was ich denke, komm zu Mama, ich sorge für dich...

Sie hat das Futter nicht gefressen, es ist ein hochwertiges Hundefutter allerdings hat es einen extrem hohen Fleischanteil, bei kaputten Nieren ist das nicht so gut..... Aber sie wollte nicht fressen. Wasser hat sie auch bekommen. Dafür haben die Krähen hier eine leckere Mahlzeit gehabt.

Ich gucke heute ob sie wieder da ist, sie ist so freundlich, sie kommt sofort wenn sie gerufen wird. Ich denke, sie hat Besitzer, hoffentlich hat sie welche.

Parasiten habe ich keine gesehen und ich habe die echt lange gekrault und nach dem Chip gesucht. Ich war danach voller Haare, wie können Katzen nur so haaren?!

Die Kopfwunde ist klein, sie hat sicher eine gescheuert bekommen, hier laufen mehrere Katzen rum und bis auf das fehlende Beinchen (oh Mann) sieht sie gut aus. Nur sehr schmal.

Meine Olga ist geimpft und sie durfte nicht gucken gehen, ich habe direkt gesehen, dass die Katze humpelt, da muss der Hund nicht noch hinterher. Aber sie war außer sich ;)) Die kleine Bekloppte.

Ich gucke nachher wieder, heute habe ich die Katze nicht gesehen aber ich frage in der Nachbarschaft nach.

Danke für deine Antwort.

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@vanillakisss

Vielen Dank für Deine Antwort - und schön, dass es so tierliebe Menschen mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt gibt!

Wenn die Katze - von ihrer bedauerlichen Einschränkung einmal abgesehen - soweit einen guten Eindruck macht (und sogar das angebotene Futter verschmäht), dann hat sie ja vermutlich/hoffentlich jemanden, der sich um sie kümmert und sie regelmäßig füttert.

In der Nachbarschaft könntest Du ja trotzdem mal nach dem/der Besitzer(in) suchen - vielleicht findest Du ihn/sie, und eventuell ist es ihm/ihr auch recht, wenn Du Dich ein wenig mit der Fellnase anfreundest? Dann könntest Du sie ganz "legal" mit Leckerchen versorgen, und Deine eifersüchtige Olga wird sich doch bestimmt auch mit ein paar Leckerchen und Schmuseeinheiten bestechen lassen?

Deine Fundkatze erinnert mich übrigens an einen kleinen Kater aus der Nachbarschaft, den ich vor etwa anderthalb Jahren schwer verletzt (durch einen unbekannten Tierquäler) vor meiner Terrassentür gefunden hatte, und der zum Glück gerettet werden konnte. Zufällig hatte er sich zuvor bereits etwas mit mir angefreundet, und sich - als er es aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr bis nach Hause schaffen konnte - zu mir gerettet. Seitdem kommt der Tiger (er heißt wirklich so) mein Katerle und mich gerne öfters besuchen, und darf, in Absprache mit seiner Besitzerin, dann immer auch ein paar Leckerchen von mir bekommen. Der kleine Kerl ist jetzt so ca. 16 Jahre alt, ausgesprochen schmächtig, hört - vorsichtig ausgedrückt - nicht mehr besonders gut, besteht offenbar überwiegend aus stets hungrigem Magen - und liegt mir immer noch sehr am Herzen :)

Was mögliche Parasiten anbelangt, solltest Du bei der Fundkatze vielleicht - nicht zuletzt im Hinblick auf Deine Olga - trotzdem noch etwas vorsichtig sein, da ja z.B. auch (Ohr-)Milben, Würmer etc. nicht unbedingt auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Wenn es einen Besitzer der Katze gibt, sollte dieser sich ja hoffentlich auch um die Kopfverletzung kümmern. Ansonsten könntest Du der Fellnase ggf. noch etwas reitzarme PVP-Jodsalbe oder antiseptische Bepanthensalbe auf die Wunde tupfen, am besten z.B. mit einem Wattestäbchen.

Alles Gute Dir, Olga und Deiner "Findelkatze"!

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@Katzenkumpel

Ja, ich gehe auch davon aus, dass sie Besitzer hat. Ich wohne seit vielen Jahren hier aber diese Katze habe ich noch nie gesehen. Und sie ist so lieb, sie wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. 

Die Wunde am Kopf ist echt nicht schlimm, ich gucke ob ich etwas drauftupfen kann. Die Katze ist total entspannt, die liegt hier rum als wäre sie zu Hause, sie hat keine Angst. 

Nein, meine Olga (die anders heißt), hat es nicht so mit Katzen. Sie jagt denen hinterher wie blöde und kassiert auch meistens Prügel deswegen aber sie kann es nicht lassen. Kleine Bekloppte :))

Ich guck nach der Katze, mal sehen. Leider habe ich Leute im Haus die echt bescheuert sind.... Die stören sich daran wenn ich Katzen, die mir hinter laufen, füttere. Die wollen keine Katzen auf dem Grundstück haben...... Weil man ja die Tiere auch einsperren kann.....

Aber ich kann nicht anders, rennt so ein Wesen hinter mir her, ist es schon halb adoptiert, es wird sofort versorgt.

Ich habe es auch so mit Brieftauben, man kann es kaum glauben aber die landen immer nur auf meinem Balkon. Total entkräftet, die können nicht mal mehr rumflattern, die armen Tiere.

Na ja, was soll ich denn immer wieder mit Tauben anfangen, eine kommt immer wieder und sie wird auch immer wieder vom Besitzer abgeholt. Die anderen auch, bis auf eine polnische Taube.... 

Die könnten auf einem anderen Balkon landen aber sie kommen immer zu mir. Und es gibt immer einen  der das blöd findet.....

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Du könntest in der Nachbarschaft um den Besitzer der dreibeinigen Katze fragen - durch das markante Merkmal müsste irgendjemand etwas davon wissen falls es einen Besitzer gibt.

Beim Kraulen könntest du am Hals- und Nackenbereich genau hinfühlen ob du vielleicht einen eingesetzten Chip ertasten kannst. Falls ja dann hat sie zwar einen Besitzer, aber das heißt nicht dass sie dann dort auch noch zuhause ist (davongelaufen, ausgesetzt etc.) Ein Tierarzt z.B. könnte den Chip ablesen und erfahren wer der Besitzer ist.

Ansonsten ist es ja toll wenn sie bei dir gefüttert und versorgt wird. Finde nicht dass du dabei etwas falsch machst. Lieber mal Zuviel geholfen als zu wenig, wenn sie ja auch schlecht jagen kann.

Ob du sie rein lassen willst das kommt wohl auch darauf an wie es mit deinem Hund ist. Du könntest ihn ja schlecht ständig wegsperren wenn die Katze im Haus Alltag wird.

Falls das bei dir möglich ist (weiß ja nun nicht ob Wohnung oder Haus und wie es bei dir ist) dann wär's eine gute Idee wenn du ihr einen kleinen Unterschlupf zur Verfügung stellst. Das kann ja schon eine wetterfeste Kiste/Schachtel eventuell auf einem wasserfesten Sockel sein. Das hab ich mal bei einer Katze gemacht die ich aber damals nicht ins Haus lassen durfte. Sie hat sich aufpäppeln lassen und in der Kiste geschlafen und ist nach dem tagelangen großen Regen aber wieder davon gezogen.

Lg

Danke.

Ich habe sie heute zum zweiten Mal gesehen, sie liegt so am Boden als wäre sie am Ende. Und ich habe erst heute gesehen, dass ihr die Hälfte der Vorderpfote fehlt. Da ist aber alles gut verheilt, es sieh so aus als wäre das richtig gemacht worden.

Einen Chip konnte ich nicht fühlen obwohl ich sie überall anfassen konnte. Besser gesagt, sollte.

Ich hätte sie mit hoch genommen um zu gucken wie es ihr geht, ich hatte ja den Hund auf dem Arm, da konnte ich nicht gucken was los ist. Dauerhaft könnte sie nicht hier bleiben, sie ist es gewohnt draußen zu sein und dann noch meine kleine Hündin. Sie war komplett daneben weil ich die Katze gestreichelt habe...

Ich höre mich morgen mal um, die Katze sieht echt mager aus aber nicht ungepflegt. Und sie hat eine kleine Wunde am Kopf, wahrscheinlich wurde sie verprügelt. Mir tut das so leid mit der fehlenden Pfote, wenn ich sie humpeln sehe, würde ich sie am liebsten behalten. Ich hoffe, sie hat Besitzer und guckt nur mal hier vorbei.

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Du bist ihr Zuhause und dein Ein und Alles. Für sie jedenfalls

Alles Geld und jede Mühe um sie, bekommst du doppelt und dreifach zurück

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@Odakota

Sie hat Besitzer, das weiß ich jetzt. Sie kommt halt manchmal gerne vorbei und ist eine der liebsten Katzen, die man sich vorstellen kann.

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