Stimmt es, dass mehr menschen in der wüste ertrinken, als verdursten?

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6 Antworten

besonders ausländer bzw touristen, die nicht ausreichend mit der beschaffenheit von wüstenregionen vertraut sind, können nicht zwischen einer versandeten ebene und einem ausgetrockneten flussbett unterscheiden. für einen westlichen besucher ist die untescheidung auch gänzlich unmöglich, da erosion, jahrelange trockenheit und andere natürliche abtragungsprozesse dazu führen, dass das relief eines flußbettes sich visuell fast vollständig in der umgebung auflöst. meist kann ein westlicher betrachter einen solchen wadi nur aus großer höhe erkennen. somit ist es nicht verwunderlich, dass unwissende besucher während einer wüstentour genau in einem solchen flussbett ein nachtlager aufschlagen. auch wenn die wahrscheinlichkeit doch als eher gering einzuschätzen ist, kommt es vor, dass es auch in der wüste regnet. damit ist nicht regen direkt in der wüste gemeint, sondern regen in umliegenden regionen. und meist handelt es sich dabei um wolkenbrüche oder starkregen. dieses phänomen ist vom zusammenspiel klimatischer bedingungen wie winde, lufttemperaturen, jahreszeit etc abhängig, und aus diesem grund eben so selten. wenn es aber zu solchen unwettern kommt, fallen innerhalb von stunden so gewaltige regenmengen, dass der versandete und ausgetrocknete untergrund das wasser nicht sofort aufnehmen kann. das wasser sucht sich wege, um abzufliessen. und diese wege sind durch ehemalige flussläufe geradezu vorbestimmt. selbst wenn große regenmengen hunderte kilometer entfernt vom eigentlichen standort niedergehen, kann das wasser innerhalb von stunden vor ort sein. dabei handelt es sich nicht um kleine rinnsale die sich langsam zu einem strom steigern, sondern das wasser bahnt sich seinen weg springflutartig. und wenn solch eine flut ein touristencamp im tiefschlaf erreicht, kann man sich den ausgang der tragödie leicht vorstellen. ob damit die behauptung, das mehr menschen in der wüste ertrinken als verdursten, sein hier einmal dahingestellt. was aber feststeht ist die tatsache, das menschen in wüsten schon ertrunken sind.

  • In der Wüste ist Wasser der Schlüssel zum Überleben. Bedeutende Kulturen konnten entstehen und der Traum das Menschen, die Wüste zum Blühen zu bringen wurde dort Wirklichkeit, wo Wasser verfügbar war. Auch wenn sich der Mensch mit großem Aufwand bemüht, Wüstenland mittels Bewässerung nutzbar zu machen, verursacht er die bedrohliche Ausbreitung der Wüsten mit. Niederschläge sind in der Wüste selten und weder nach Zeit noch Mengen vorhersehbar. Es besteht die Möglichkeit plötzlicher Überschwemmungen. Es ist wahrscheinlicher in der Wüste zu ertrinken, als zu verdursten.

auszug von der site: http://www.hoelderlin.org/html/wueste.htm

gruss sabrina

Ja. In Wüsten wie der Sahara ist es wirklich sehr heiß und trocken. Es gibt Gebiete, da regnet es nur alle paar Jahrzehnte; also etwa eimal in einem Menschenleben. Die Flussläufe, die so genannten Wadis, sind fast immer ausgetrocknet, und manche Touristen erkennen gar nicht, dass sie sich in einem Wadi befinden. Wenn es aber doch eimal regnet, dann auch wirklich heftig. Der ausgetrocknete Boden kann das Wasser gar nicht so schnell aufnehmen, wie es vom Himmel stürzt. Und innerhalb von wenigen Minuten braußt ein reißender Strom durch durch das ausgetrocknete Tal, der alles mit sich reißt. Wer da überrascht wird, dem kann es schlecht ergehen. Es gibt sogar die Lebende, dasss insgesamt mehr Menschen in der Sahara ertrinken als verdursten!!!

Ja. Wenn es in dort regnet, dann heftig. So füllen sich die ausgetrockneten Wadis schnell mit Wasser. Weil sich diese gut als Lagerplätze oder Wege eignen, werden immer wieder Menschen durch die plötzlich anbrausenden Fluten überrascht.

Das kommt daher, das die beliebtesten Rastplätze in der Wüste Wadis sind(ausgetrocknete Flußbetten). Wenn es in den entfernten Bergen regnet, füllen sich diese Flußbetten sehr schnell und die Camper werden von den Wassermassen überrascht. Gruß MJ

Ich kann die ganzen Antworten auch nochmal bestätigen, wir haben das ganze gerade erst im Erdkunde-Unterricht besprochen.

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