stimmt es, dass kartoffeln nach anthroposophischer ansicht dumm machen?

4 Antworten

Die Kartoffel ist eine Knollenpflanze. Nicht wie die Rübe eine Wurzel. Und da Wurzelgewächse vornehmlich auf den Kopf im Menschen wirken (Salze), bewirkt die Knolle Kartoffel vorwiegend auf die Gaumenregion.

Protest: Anthroposophie ist keinesfalls ein Glaubenssystem, sondern eine Geisteswissenschaft, die man ebenso studieren muß wie jede andere Wissenschaft auch, um sich eine Urteilsgrundlage zu verschaffen.

Rudolf Steiner ist einer der am häufigsten falsch verstandenen Autoren der modernen Zeit, teils unabsichtlich, teils mit voller Absicht. Es ist wichtig, sich seine Aussagen genau anzuschauen, bevor man Urteile fällt, die haarscharf danebengehen.

Daß Kartoffeln dumm machen, hat er in dieser Form meines Wissens so nicht gesagt. Er warnt vor übermäßigem Kartoffelgenuß. Wer sich ganz einseitig fast nur von Kartoffeln ernährt, wird geistig stumpf und schwerfällig im Denken. Das wird man vielleicht nachvollziehen können.

Genau nachlesen kann man das in folgenden Vorträgen (GA bedeutet die bibliographische Nummmer der Gesamtausgabe):

1) GA 347 vom 27.09.1922,

2) GA 350 vom 18.07.1923,

3) GA 350 vom 28.07.1923,

4) GA 350 vom 22.09.1923,

5) GA 327 vom 16.06.1924.

Die meisten größeren Bibliotheken (Uni-Bibliotheken, Stadt- und Landesbibliotheken) haben Rudolf Steiners Werke vorrätig. Fehlt ein bestimmter Band im Sortiment, kann man ihn im auswärtigen Leihverkehr bestellen.

Ein Urteil über die dort gemachten Aussagen kann aber nur demjenigen zugestanden werden, der sich zumindest die wichtigsten Grundbegriffe der Anthroposophie angeeignet hat. Damit verhält es sich ebenso wie mit Chemie, Mathematik, Physik, Astronomie usw., in denen sich auch nur der Sachkundige ein Urteil erlauben kann.

Sorry, es ist ein Glaubenssystem. Rudolf Steiner hat nicht bewiesen sondern postuliert, und seitdem wird die reine Lehre einfach immer nur wieder übernommen.

Als kritischer Mensch muss man sich auch fragen, wie ein einziger Mensch derart polymathisch (allwissend) sein kann.

Übermäßiger Kartoffelgenuss ist übermäßig! Soweit gebe ich Dir Recht. Für diese Erkenntnis brauche ich nicht Rudolf Steiner.

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@Poindexter

Bei Rowohlt gibt es eine Biografie von Steiner, deren Lektüre empfehle ich allen Anthroposophie-Unkritischen.

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@Poindexter

Hallo,

das „Glaubenssystem“ kann ich nicht bestätigen. Bei der Anthroposophie geht es nicht um Glauben, sondern um Erkenntnis. Rudolf Steiner hat in seinem Buch "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" in ganz klarer, unprätentiöser Art dargestellt, wie man zu den Erkenntnissen gelangen kann, die er in seinen Werken dargestellt hat. Besonders wichtig ist dabei die Rolle des Denkens. Leicht wird es dem Leser nicht gemacht, denn er kann nur durch intensives Üben vorankommen.

Ich will hier keine Grundsatzdiskussion über die Anthroposphie anfangen. Aber wer diese Erkenntniswissenschaft genauer kennenlernen will, sei auf das grundlegende Werk "Die Philosophie der Freiheit" verwiesen. Dort steckt eigentlich die ganze Anthroposophie drinnen. Das Buch erschließt sich nicht jedem beim ersten Durchlesen, sondern fordert die aktive Mitdenkarbeit des Lesers her-aus. Rudolf Steiner war meines Wissens der erste, der seelische Beobachtungsresultate mit den Methoden naturwissenschaftlicher Forschung untersucht hat.

Weiterhin verweise ich noch auf die Schrift "Wahrheit und Wissenschaft", die Promotionsarbeit von Rudolf Steiner, in der er ohne jegliche Voraussetzung (auch ohne die von Kant postulierten Prämissen!) den Leser bei der Hand nimmt und ihn erst einmal auf das dem Bewußtsein unmittelbar Ge-gebene hinweist, vor allem auf die Tatsache, daß wir ein Bewußtsein haben und daß wir denken können. Die elementarste übersinnliche Wahrnehmung, die jeder Mensch machen kann, ist die Wahrnehmung seines eigenen Denkens. Wenn man einen eigenen Gedankengang rückwärts bis zu seinem Anfang verfolgt, hat man Geistiges vor sich.

Auf genau diesem Wege, vor allem über die Beschäftigung mit der Mathematik, ist Rudolf Steiner zu seinen Erkenntnissen gekommen. Er ist bestimmt nicht allwissend und hat das auch nie von sich behauptet. Und vor allem hat er niemals von seinen Schülern verlangt, sie sollten ihm glauben - ganz im Gegenteil, er fordert sie immer wieder auf, die von ihm gemachten Aussagen durch eigene Wahrnehmungen auf allen Feldern, die sich bieten, nachzuprüfen.

Daß Rudolf Steiner Kenntnis und Erkenntnisse sehr vieler Dinge hatte, sollte man ihm nicht ver-übeln. Er hat sehr viel gelesen und das Gelesene behalten.

Mit einem Gegner der Anthroposophie zu diskutieren halte ich allerdings nicht für sinnvoll, wenn keine Bereitschaft vorhanden ist, sich auf Neues einzulassen.

Mit freundlichen Grüßen

jeffthefighter

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Lebensmittel mit hohem glykämischem Index machen "dumm". Die ständigen Blutzuckerschwankungen machen unkonzentriert und nervös. Konzentration und Lernen fällt schwerer. Dazu zählen in Kartoffelform allerdings nur Kartoffelbrei aus der Tüte sowie gebackene Kartoffeln (frittiertes wie Pommes etc.)

Hut ab !

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Wieso ausgerechnet Pommes Frites? Durch ihren Fettgehalt sind die doch eher ziemlich nachhaltige Sattmacher, nix mit Blutzuckerschwankungen.

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@Poindexter

http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/glyxindex.html, dort stehen die Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index. Das Fett ist dann gleich nochmal doppelt schlimm, in mehrfacher Sicht.

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Es gibt genau drei Makronutriente, von denen bezeichnest Du gleich zwei als "eins schlimmer als das andere". Bleibt noch Protein, aber das belastet Leber und Nieren. Demnach sollte man also wenn's hoch kommt Wasser und Vitaminpillen zu sich nehmen.

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