Sprachfehler/Stöhrung, wieso?

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8 Antworten

Hallo  - hast du schon mal Magnesium probiert? Das ist ein Mineralstoff, der IMMER in ausreichender Menge im Körper vorhanden sein muss und sich mit Kalzium ergänzt. Wenn es fehlt, gibts so etwas wie Krämpfe - die fangen klein an und können richtig eklig werden. 

Dein Symptom klingt so, als würde es bei dir an Magnesium fehlen. Es würde z.B. die beiden Hirnhälften entkrampfen und synchronisieren helfen. Denn sie sind u.a. dafür verantwortlich, dass die Worte schnell genug gefunden werden und im Kontext parat stehen. Wenn die Hirnhälften besser miteinander kommunizieren können und sich synchronisieren, wäre dein Problem behoben.
So spielen deine beiden Hirnhälften eine Art 'versetzten Pingpong' miteinander: die eine liefert das falsche Wort aus der Erinnerung, die andere ist in Zugzwang und muss das nehmen bzw. aussprechen, was geliefert wird - mit dem Ergebnis, das du nicht magst.

Jetzt kannst du dir z.B. Magnesiumhydrogencitrat (lose) in der Apotheke holen (nicht teuer) und davon 1 Teel. in Wasser trinken. Oder du nimmst gleich ein fertiges Magnesiumpräparat ohne zu viele andere Substanzen. Das würde den Mangel auf Dauer beheben.

Für die Feinsteuerung, auf die es bei dir gerade ankomt, gibt es den Mineralstoff Nr. 7: Magnesium Phosphoricum D6 von Dr. Schüsslers Biochemie (auch in der Apotheke). Die Wirkung kommt  unmittelbar nach der Einnahme und entkrampft direkt. Man nimmt iidealerweise immer so ca. 5 Tabl. mit heißem Wasser verrührt - es wirkt aber auch schon so, wenn du sie einfach im Mund zergehen lässt. 

Man kann sie, da sie biochemisch hergestellt sind (also in dieser Dosierung  1 Millionstel Gramm Wirkstoff pro Tabl.) , ruhig öfter nehmen, und zwar immer wenn du meinst, du kommst in eine Sprechsituation, wo du korrekt sprechen willst. Sie sind auch nicht gefährlich, dazu sind sie viel zu schwach dosiert - wirken aber trotzdem stark - In deinem Falle würde ich beide Magnesium-Sorten anwenden: das hochdosierte (als Pulver oder Kapseln mit 400 mg) UND das biochemische. 

Mit Dr. Schüsslers Biochemie kenne ich mich nun schon seit 38 Jahren aus und wende sie laufend bei kleineren und grßeren Beschwerden an.

Meine besten Erfahrungen mit Magnesium Phos. habe ich beim Studium in Prüfungssituationen gemacht, wo das Denken auch schneller als sonst gehen musste. Mit gutem Erfolg. Und man kann auch das Reden fördern - ich musste immer aufpassen, dass ich nicht zuviel davon nahm, weil ich sonst zu gesprächig wurde.

Ich wünsche dir viel Erfolg damit! Alles Liebe.


PS  Noch einen kleinen Tipp von der Praxisfront: 
Wenn du ab und zu ein schönes warmes Bad nimmst, in dem du 1-2 Doppelhände voll Bittersalz auflöst, kann sich dein ganzer Körper gut entkrampfen (also entspannen) und es ist einfach eine Wohltat.

Bittersalz enthält 49% MgSO4 (also Magnesiumsulfat = ein Naturprodukt) und es gibt es in Säcken in der Pflanzenabteilung von Baumärkten als Dünger (z.B. für Nadelbäume - damit kann man den Effekt des sauren Regens puffern). Das ist zumindest preiswerter als Totes Meer-Salz, das aber auch prima in dieser Richtung wirkt.

In Deiner Frage kommt das Wort "Stottern" nicht vor. Ich beantworte in GF sehr viele Fragen zum Stottern, der von Laien und Betroffenen oft falsch als "Sprachfehler" bezeichnet wird. Tatsächlich ist Stottern ein Sprechfehler, d.h. eine Fehlleistung beim Vollzug der Sprechbewegung, und zwar genau genommen beim Übergang von einer Lautstellung in die nächste.

Was Du aber beim Sprechen tust, nämlich Wörter wiederholen oder Wörter ersetzen, könnte auch eine hochautomatisierte Stotterreaktion sein. Dagegen spräche allerdings, dass diese Reaktion noch nicht so alt ist (1/2 bis 1 Jahr). Die Mechanik bzw. den Nutzen dieser Stotterreaktion möchte ich erklären:

Menschen, die Stottern, wissen oft, wenn auch nicht immer, dass sie bei einem Wort, das sie zu sagen planen, stottern werden. Das wird oft als "selbsterfüllende Prophezeiung" erklärt, es gäbe auch noch eine weitere Erklärungsmöglichkeit.

Stotterer machen auch oft die Erfahrung, dass sie ein gefürchtetes Wort leicher oder ohne zu stottern sagen können, wenn sie das Wort davor wiederholen, ggf. ein paar Mal. Das könnte die Wiederholungen erklären.

Stotterer können oft ein Stotterereignis (Hängenbleiben) ganz vermeiden, indem sie ein anderes Wort statt des gefürchteten verwenden, also zum Beispiel statt einer Currywurst eine Bratwurst bestellen. Nicht, dass das Wort "Bratwurst" aus objektiven Gründen leichter ist als "Currywurst", aber vielleicht für den betreffenen Menschen doch. Das könnte die Wortersetzungen erklären. Warum allerdings "habt" (2. Pers. Pl.) leichter sein soll als "hatten" (1. oder 3. Pers. Pl.) erschließt sich mir nicht so ganz. Aber die Mechanik des Stotterns ist manchmal nicht ganz logisch erklärbar.

Das häufigere Versprechen hat vielleicht seinen Grund darin, dass Dir im "Eifer des Gefechts" kein passendes Ersatzwort einfällt. Vielleicht alles Spekuation.

Vielleicht wird Dir beim Lesen dieser Antwort etwas klar, was vorher nicht klar war, weil Du es noch nie so betrachtet hast.

An Deiner Stelle würde ich eine Fachperson zum Thema Stottern, z.B. eine/en Logopädin/en aufsuchen, dass sie/er sich das einmal anhört. Vorher solltest Du einmal bei einem Gespräch, z.B. beim Telefon, etwas aufnehmen. Hör Dir die Aufnahme an und schreibe das, was Du gesagt hast, auf, Wort für Wort, nicht die korrekten Sätze, d.h. das, was Du sagen wolltest, sondern das, was Du gesagt hast. Mach also ein Transkript. Das hört sich ganz wissenschaftlich an. So gehen Sprachforscher vor, wenn sie auf eine fremde Sprache (z.B. bei Naturvölkern) treffen und sie unersuchen wollen. Vielleicht sind es nur die aus dieser Aktivität gewonnenen Einsichten, die es Dir erlauben, ohne Deinen "Sprachfehler" zu sprechen, vielleicht auch nicht. Dann entscheide, ob Du damit leben kannst / willst oder suche den Rat einer Fachperson.

Passiert dir das unbewusst und einfach so, oder ist es eher ein Zwang?


Ich kann selber sagen, dass viel mehr dahinter stecken kann, als Pubertät oder Nervosität. Wichtig ist, frühzeitig dagegen vorzugehen.

Wie Zwang?

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@ichbintolldoofk

Ein Zwang wäre, wenn du nicht anders kannst, als bestimmte Worte zu wiederholen. Also, dass du es gar nicht willst, aber tun musst. Oder passiert es bei dir ganz automatisch?

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