Soll ich meinem Lehrer von meiner Depression erzählen?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Nein 57%
Ja 28%
Vielleicht 14%

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein

Hi,

ich würde sowas glaube ich nie einfach so einem Lehrer erzählen...ich hatte damals selbst eine schlimme Zeit, da war ich etwa 15. Heute ist es weitestgehend vorbei, mittlerweile bin ich 18 Jahre alt. Damals wurde bei mir nichts diagnostiziert, da ich mich partout weigerte, eine Therapie zu beginnen, aber es war sicherlich eine depressive Episode. Zu der Zeit war das bereits jahrelange Mobbing sehr schlimm und meine Oma ging von uns. Ich war in der Schule dann etwa wie du...mich sprach damals meine Klassenlehrerin an. Ich habe ihr nicht viel erzählt...mit der Zeit verbesserte sich unser Verhältnis enorm (nicht wegen der Zeit, sondern einfach so). In Klasse 10 (da war ich noch 16) kam diese Episode erneut, ich rutschte wieder in der Schule ab etc. ...dann habe ich meiner Klassenlehrerin (die da immer noch meine KL war) alles erzählt, weil ich v.a. in ihren Fächern schlecht war (die Fächer liegen mir ohnehin nicht, aber ich bin da auf Noten von 4-6 abgerutscht). So kam es, dass wir immer häufiger redeten und schließlich das an die Schulleitung ging und meine Eltern das auch erfuhren. Sie wurden zu einem Gespräch gebeten und weiterhin fand eine Schulhilfekonferenz statt...so kam ich also in Therapie. Das ist jetzt fast 1 1/2 Jahre her, seit etwa einem Jahr bin ich in Therapie und es geht mir etwas besser. Es geht mir nicht mehr so oft und so lange schlecht, sodass ich dieses Schuljahr (komme jetzt in den Abi-Jahrgang, d.h. in die 12. Klasse) recht gut gemeistert habe und mich auch wieder enorm verbessert habe von den Noten her. :)

Also ich würde eher mit einer Lehrperson reden, der du vertraust. :)

i Fragen melde dich!

LG

Vielleicht

Ideal wäre es, wenn es bei euch an der Schule Schulsozialarbeiter gibt. Ein guter Ansprechpartner wäre auch der Vertrauenslehrer. Wenn es das beides nicht gibt, empfehle ich ein gemeinsames Gespräch mit dem Lehrer und deinen Eltern.

Du kannst es ruhig sagen, aber was versprichst du dir davon?

Depression ist eine Krankheit. Aufgrund dieser Krankheit funktioniert dein Gedächtnis im Augenblick nicht so gut. Das ist alles. Natürlich beeinflusst das auch deine Schulnoten.

Weshalb ist es dir so wichtig, nicht für "dumm" gehalten zu werden? Und was genau ist für dich der Riesenunterschied zwischen deiner Situation und jemandem, dessen Gedächtnis aus "Dummheit" nicht so gut ist? Wie haben wir uns diese Dummheit, die man dir nicht nachsagen soll, überhaupt vorzustellen?

Um es noch einmal zu wiederholen: Depression ist eine Krankheit, die auf ein ganzes Bündel von Ursachen zurückgeht. Eine einzelne Lehrerin dafür verantwortlich zu machen, wird dir kaum helfen, deine Probleme in den Griff zu bekommen.

Oh mein Gott, ich bin 17 Jahre alt und weiß, dass Depression eine Krankheit ist. Ich war auch schon bei einer Psychologin und habe mit einer Therapie bei einem Psychiater begonnen. Wie gesagt, ich werde die Auseinandersetzung mit der damaligen Lehrerin nicht vertiefen und mir ist auch klar, dass NICHT NUR sie daran Schuld ist, aber sie ist es HAUPTSÄCHLICH. Ich habe eigentlich nur nach einer dritten Meinung gesucht und gehofft, dass man mir gute Ratschläge gibt. Aber wenn dir diese Frage anscheinend zu blöd ist, warum hast du dir dann die Mühe gemacht und 3 Minuten deines wertvollen Lebens verschwendet, mir zu sagen, dass Depression eine Krankheit ist und dass das einem großen Teil der Menschheit inklusive mir eigentlich klar ist??????

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@MrsHeffronDrive

Bei dir klemmen offenbar ein paar Tasten ...

Auf meine Frage oben kannst du ja noch eingehen.

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@Kapodaster

Wie irgendwo anders schon erwähnt, erhoffe ich mir dadurch keine Mitleidspünktchen o.Ä. Mir ist es nur wichtig, dass er keinen schlechten Eindruck von mir hat und nicht denkt, dass ich ihn hasse (Gründe, dass er denkt, dass ich ihn hasse, werde ich nicht anführen), weil ich in der 10. Klasse angegeben habe, dass ich in Religion Colloquium machen werde und es, denke ich, angenehmer ist bei einem Lehrer mündlich Abitur zu machen, wenn man sich gegenseitig einigermaßen leiden kann. Außerdem verhalten sich an meiner Schule Lehrer und Schüler ziemlich locker gegenüber.

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