Soll ich antworten?

Klaudia, wie alt seid ihr?

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6 Antworten

Von Experte DianaValesko bestätigt

Klaudia, ich vermute, dass die Situation deine Freunde überfordert und im wahrsten Sinne des Wortes "sprachlos" macht.

Ihr seid noch sehr jung. Sprich mit ihnen und suche dir einen Ansprechpartner, dem du deine Sorgen anvertrauen kannst.

Ich wünsche deinem Vater und deinem Onkel gute Besserung und dir und deiner Familie von Herzen alles Gute. 🍀

Ich würde mich von der Reaktion deiner Freunde sehr verletzt fühlen und sie wahrscheinlich drauf ansprechen. Niemand erwartet dass die sich jetzt in Psychologen verwandeln oder perfekt mit der Situation umgehen, aber ein einfacher Satz darauf dass dein Vater im Koma liegt kriegt jeder Mensch mit etwas Verstand hin. „Deine Freunde wusste nicht wie sie mit der Situation umgehen sollen“ ist so eine billige Ausrede, es ist doch nicht so schwer gute Besserung oder Gott sei mit ihm oder sag bescheid wenn du was brauchst zuschreiben. Sehr schade

Ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Vater lag 1989 2 Tage im Koma vor seinem Tod, meine Mutter 2014 1 Monat.

Ich selbst hatte 2018 Brustkrebs und lag 1 Woche im Krankenhaus.

Einige Freunde meldeten sich ständig und fragten nach. Andere fragten nicht so oft, da sie mich nicht "belästigen" wollten, boten aber ernstgemeinte Hilfe an, z.B. meinen Sohn aus der Schule abzuholen, ihn zum Spielen einzuladen usw.

Das Seltsame war, flüchtige Bekannte meldeten sich oft und waren sehr betroffen, während enge Freunde und Verwandte sich teils gar nicht rührten.

Sowas tut sehr weh.

Aber: nicht jeder hat Erfahrungen mit solchen Extremsituationen. Manch einer denkt, die schafft das schon, oder: die Familie wird da immer anwesend sein, da stören wir sicher und es könnte uns als Neugier ausgelegt werden.

Die Mädchen, die dort nachfragen, sind sicher interessiert. Die anderen Mädchen eventuell auch, aber sie haben einen Heidenrespekt vor dem Thema Tod, Krankenhaus, Koma.

Es geht ja um Deinen Vater und Onkel. Da sind viele sprachlos. Was soll man sagen? "Kopf hoch, wird schon?".

Und was, wenn es nicht "wird"? Dann hat man falsche Hoffnungen geschürt und schämt sich für diesen "Faux Pas".

Als ich Krebs hatte, hat sich meine beste Freundin, mit der ich seit 40 Jahren befreundet war, nur knapp gemeldet. Kein Besuch, kein Anruf, nur "alles klar?".

Als ich entlassen wurde, wollte sie mich einladen mir war aber die Lust vergangen.

Seitdem ist Funkstille.

Was ich Dir rate: sage deutlich, dass Du für Gespräche dankbar wärst und frage wer Dich da unterstützen würde. Nicht nur das Thema in den Raum werfen und alle sind zu ängstlich, etwas falsches zu tun oder zu sagen.

Sage "ich brauche Euren Rückhalt". Und dann schau, wer sich meldet und entscheide.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hi 😊antworte erst mal nicht .Wenn es sie wirklich interessiert dann würde sie ja noch mal fragen und nachhaken und ich weiß nicht wieso die nicht antworten weil sowas ist so unglaublich krass, weil ich denke nicht das sie glücklich wären wenn sich niemand dafür interessieren würde das ihre Familie im Koma liegt. ich wünsch Deinem Vater und Onkel auf jeden Fall allen Segen der Welt und ich hoffe dass die wieder gesund werden❤️Hoffe ich konnte helfen

Vielen lieben Dank!❤️

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Würde die Gruppe damit konfrontieren. "warum sagt keiner etwas dazu"? Musst ihnen ja nicht unbedingt direkt was vorwerfen, einfach nur fragen. Wenn sie keine sinnvollen Erklärungen bringen ("ich weiss nicht was ich dazu sagen soll" fällt z.b. unter die Kategorie sinnlos) würde ich sie abschießen. Wenn sie sich wirklich um dich kümmern würden käme sowas wie "was kann ich für dich tun?"...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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