sind Laster lebensnotwendig

10 Antworten

Schon das Wort trägt in sich schwer an seiner Last - es hat etwas erdrückendes an sich, vielleicht weil es buchstäblich eine empfindliche Druckstelle verursachen kann.

Das Wort Laster leitet sich vom althochdeutschen lastar, für „Schmach“, „Tadel“ oder „Fehler“ ab und steht für Untugend, Schwäche, schlechte Angewohnheit oder ausschweifende Lebensweise, die ohne Selbstbeherrschung das natürliche Maß überschreitet. Die Ethik bescheinigt daher dem Laster moralische Verwerflichkeit, mit schädlichen Auswirkungen für den Einzelnen oder die Gemeinschaft. Es ist daher in der Regel etwas das man gerne loswerden will, aber nicht kann... Dies wird im Deutschen häufig mit den Morphemen "Sucht" und "Gier" ausgedrückt: Herrschsucht, Habgier, Geldgier etc. (Quelle wiki) Was alles in diesen Bereich fällt wird Kultur- und Religionsabhängig etwas unterschiedlich bewertet.

Wenn man also einmal ernsthaft untersucht was ein Laster ist - kann man nur zu dem Schluß kommen das ein Laster ungefähr so lebensnotwendig wie ein Hühnerauge ist.

Weniger ernst betrachtet darf man aber auch ein Einsehen haben, das das was wir heute oft scherzhaft als unsere kleinen Laster und Lästereien bezeichnen, in die Kategorie - verzeihliche Menschlichkeit - fällt. Denn ganz ehrlich - Menschen ohne jedwede Schwäche für irgendwas sind mir immer schon suspekt vorgekommen ;-))

LG IID

Sehr gut geantwortet. Mir fehlt bloß ein eindeutiges Ja, für die kleinen Laster.

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@Seeteufel

Geht leider nicht - wie schnell werden sonst aus kleinen Lastern große...wehret den Anfängen sach isch nur :-)

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jaja, die Last mit dem Laster! Nur jedem sein eiges bitteschön, Rauchen als Laster belästigt ja auch andere, wenn ein Laster wirklich lässlich ist, ist es eben ein schöner überflüssiger Luxus des "Seelenlebens" und so trifft auf manchen die eine oder andere Prämisse zu oder eigentlich weder die eine noch die andere ausschließlich... Radio Eriwan eben: es kommt darauf an ....!

und ein Laster, das nicht fährt, ist wirklich gar nichts wert ;-)

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ich verstehe jetzt laster mal als schlechte angewohnheit bzw. als unart.....

ich denke mal, wer immer nur gesund lebt, lebt zwar tadellos, aber vllt. auch ein wenig freudloser.....die frage die sich mir dann immer stellt, lautet:..... leben diese leute wirklich länger, oder kommt es ihnen nur länger vor?

auch bezweifele ich, dass es menschen gibt, die so tadellos leben, dass sie sich gar nix gönnen.... geht das überhaupt, sich sämliche freude zu versagen...?

Was ein "Laster" ist, kann doch jeder selbst entscheiden. Wenn ein Mann 20x Sex in der Woche hat, kann der das cool finden, der Dorfpfarrer oder die alte Jungfer werden es als Laster bezeichnen. Diese ganzen moralischen Begriffe sind alle schwamming und jeder muss selbst entscheiden, was er für richtig hält bzw. was er braucht.

Ein Leben ohne Laster? Wie langweilig wär doch das Leben!!! Viele Frauen haben es ganz sicher täglich, dann, wenn für sie die Migräne beginnt :))).

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