Sind Elektroheizungen sparsamer als Öl oder Gas?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Auf die Gefahr hin, dass ich mit meiner Antwort einen bereits vorhandenen Beitrag nur wiederhole, weil ich keine Lust habe mir jetzt alle Beiträge durchzulesen .................

Die Betriebskosten so ne E-Heizung sind natürlich preiswerter als Gas, Öl oder dieser Pellet Mist. Der Haken, man muss wissen wie und warum !

Man kann sagen, dass Öl ca. 10 Kw/h je Liter und Gas ca. 10 KW/h je m³ Energie liefert. Bei Strom wir natürlich direkt in KW/h abgerechnet. Wenn jetzt einem Liter Öl ca. 90 cent kostet, dann kostet der Energieträger ca. 9 cent je KW/h. ( Ich schlabber hier mal den Wirkungsgrad der Anlagentechnik, da der sowieso in die Nähe von100 % heran geht und Verteilverluste meist im Haus bleiben )

Strom kostet ca. 23 cent je KW/h und damit knapp 3 mal so viel wie Gas oder Öl.

Ohje, also ist eine Stromheizung 3 mal so teuer ????

Jaein, denn es gibt ja Wärmepumpentechnik, die ich schon wer weiß wie oft verbaut habe. ( Lassen hab ).

Eine so genannt Sole/ Wasserwärmepumpe, auch mit Strom betrieben, ( Übrigens von der KfW-Förderbank gefördert ) hat ein Jahresarbeitszahl von ca. 4,0 und darüber. Das bedeutet, dass der Energieertrag das Vierfache des Energieeinsatzes ausmacht. Also berechnen sich die Energiekosten so - 23,00cent / KW/h / 4 = 5,75 cent / KW/h. Da bei einer gut dimensionierten Pumpe der Ertrag noch höher liegt, wird auch die Einsparung über diesem Wert liegen.

Wermutstropfen - Das Gebäude sollte gut isoliert sein, denn am wirtschaftlichsten läuft so ne Pumpe mit Vorlauftemperaturen von < 45°C. Auch wenn viele da gleich nach ner Fußbodenheizung bzw. Flächenheizung schreien, im Altbau ist das nicht immer nachrüstbar und es Stehen nur bestehenden Heizkörper zur Verfügung. Nun, aber auch das macht nixen, denn wenn so ein Altbau wärmetechnisch saniert wurde, sind die bestehenden Heizkörper sozusagen überproportioniert. Bedeutet, ich kann die Heizkörper auch mit geringen Vorlauftemperaturen bis 35-40°C fahren. Bitte keine Zwischenrufe jetzt, ich habe zwei Häuser mit 140 + 185m² beheizte Nutzfläche in 2006 und 2007 so ausgerüstet. Und - das funzt bis heute einwandfrei. Was noch - das kleinere hat sogar nur eine Luft- / Wasserwärmepumpe :-)

Ob sich das rechnet ? Kommt darauf an wie alt man ist und wie viel Wert auf den Werterhalt und -Steigung gelegt wird. Die Amortisationszeiten für die Mehrkosten von ca. 8.000 - 14.000 € im Neubau für die Solewärmepumpe ( Je nach Gebäudegröße und Wärmebedarf ) liegen bei ca.10 - 12 Jahren. Also, Deinem Opa würde ich da nicht zu raten, da kann er lieber noch ein paar Kaffeefahrten mehr machen.

Wartungskosten ? Hm, sowas funktioniert wie ein Kühlschrank. Ab und an muss mal auf das Wasser- Glykolgemisch geschaut werden und vielleicht das Gehäuse abgestaubt werden. Der Schornsteinfeger ist übrigens dann auch arbeitslos. Nein, krach macht das Ding auch nicht mehr wie ein gewöhnlicher Haushaltskühlschrank.

Ansonsten gilt, wenn das Haus gut gedämmt und dicht ist, braucht man wenig Wärmeenergie zur Beheizung bereitstellen. Aber, man kann sich auch tot dämmen !!!!! Heißt, je dicker die Dämmung wird, je geringer die Wirkung. Eine 12cm dicke Dämmung leistet im Verhältnis zur Materialstärke mehr als eine 24cm starke Dämmung.

Generell kann ein Gebäudeenergieberater sowas optimieren. Was er aber auch kann ist, das Gebäude aufnehmen und verschiedene Varianten der Heizung und Warmwasserbereitung berechnen. Also verschiedenen Varianten gegenüberstellen. Dabei können auch die Investitionskosten und die Amortisationszeiten der Anlagentechnik unter Berücksichtigung der Verzinsung gegenübergestellt werden.

Das wäre mein Vorschlag für die Auswahl des richtigen Heizsystems, wenn man ökonomisch handeln möchte. Auch ein Heizungsbauer weiß Rat. In der Regel aber nur unter Berücksichtigung der Produkte die er kennt und mit einer guten Gewinnspanne verkaufen kann. Wenn Du 5 Firmen fragst, bekommst Du 5 Antworten. Nur brauchen kannst dann davon keine so wirklich. Also, lieber unabhängigen und objektbezogenen Rat einholen. Natürlich gibt es noch jede Menge weitere Möglichkeiten, Kombilösungen und Alternativen. Das würde aber jetzt den Rahmen sprengen.

Gruß - RAY -

Energeizer 15.03.2012, 16:07

Alles richtig, aber nicht komplett: bei Sole und Erdwärmekörbe komme ich billiger als bei Pellets und Ölheizanlagen, also keine Mehrkosten. Dämmung muss differenziert werden, eine Dachdämmung kostet wenig und ist sehr effektiv, ebenso stimmt das Verhältnis bei der Kellerdecke. Die Wände würde ich lieber mit TKMT - mit der Thermokeramischen Membrantechnologie - aufrüsten, also mit Anstrichen drinnen und draußen, die gegenüber der Dämmung viele, viele Vorteile haben und für unter 20,- € (2 x < 10,- €) zu machen sind. Eine Luft/Wasserwärmepumpe kriege ich mit ein wenig Technik auch auf JAZ von über 4. und zur Dämmung; schau mal in die Tabelle von Prof. Dr. Meier. bei Ueff, wo er die solare Einstrahlung mit in die U-Wertberechnungen einbezieht. http://www.fewb.de/info/html/speicherung.htm#4

Gerne liefere ich Dir auch noch Quellen, wo Du Messprotokolle beziehen kannst, die nachweisen, dass eben Öl und Gas nicht nur Wirkungsgradverluste von 20% und mehr haben, sondern wo auch die Elektro-Strahlungsheizung lediglich 1/3 der Energie (Kosten!!!- nich kWh) verbraucht, die in der Vergleichswohnung mit Gas erzeugt wird. Hier kam der Anstrich zum tragen. Da nur eine Fundstelle geht: versuche mal unter Einfamilienhaus in Erlenbach und Dipl. Ing. Mattias G. Bumann oder unter der Webseite Eurogrube unter haus-und-garten/Infrarotheizung. Das sind nun mal die Fakten, dass sogar Strom beim 1:1 Einsatz günstiger sein kann, aber nicht muss. Du nimmst nun diesen schon geringen Stromheizanteil und schickst den über eine Wärmepumpe. Das ist richtig!!! Ich würde - trotz der guten Nachweise auch den Strom nicht 1:1 einsetzen, sondern, wie Du 1:4 und höher! Falls es sich dann noch rechnet, würde ich den Strom auch noch selbst produzieren.

Und eine IR Strahlungsheizung selbst zu bauen ist für einen Heimwerker ein kleines Problem, für einen Handewerker überhaupt keines. und wer's nicht kann. dafür gibt es auch fertige Lösungen, die ein Maler einputzt ..

Infrarot heißt NICHT , mit Strom heizen!!! damit ist die langwellige Strahlung gemeint, die auch bei der Sonnen(Strahlen)reflexion an der Wand entsteht oder die der Mensch abstrahlt.

0
Kuemmerling 16.03.2012, 10:13
@Energeizer

Ich glaube, Du hast meinen Beitrag etwas zu schnell gelesen ! ? Da steht im Grunde nichts anderes :-) Daher auch meine Empfehlung sich qualifiziert zu verschiedenen Lösungen beraten zu lassen. Und Solarwärme ist natürlich günstiger und Pflegeleichter wie z. B. Pellets. Bei Privathaushalten kann ich da aus vielerlei Gründen nur vor warnen, wie ich auch bei EFH Wärme über Solarpaneel nur ablehnen kann. Fehlt nur noch ein Klein-BHKW wie z. B. der Dachs, der dank der Marketingstrategen tatsächlich auch noch seine Käufer findet. - Das Grauen für mich .............. Wenn man den Ratsuchenden wenigstens an eine super preiswerte Beratung bei der Verbraucherzentrale verweisen könnte ............ Das Problem, die verteile nur Flyer und Werbung an Privatleute die zu völlig falschen Entscheidungen führen kann und an der Praxis meist im großen Bogen vorbeilaufen. Zu solaren Einstrahlungen bei gedämmten Häuser will ich mich mal nicht äußern ...... Ein ganz besonders interessantes Thema, dass in der Planung meist gar nicht erst zur Geltung kommt. Da hat der Extremtheoretiker Konrad Fischer so einiges zu auf lager.

Dem Bauherrn hier sei gesagt - Beratung darf und muss Geld kosten, wenn sie qualifiziert und individuell auf das Vorhaben ausgerichtet ist. Hier kann man als Laie schnell zu falschen Rückschlüssen verleitet werden ! Dabei schließe ich mich selbst und " Energeizer " nicht aus !!!

0

Es kommt darauf an!!! Eine Speicherheizung ist sicher teuer und Ineffizent. Jedoch sieht die Bilanz bei Elektrostrahlungsheizungen ganz anders aus: diese sind flink UND Kosten sehr wenig in der Anschaffung. Kann man noch den strom per Fotovoltaik oder mit Windenergie selbst z. T. Produzieren UND gibt es noch Zuschüsse dazu, dann können diese Heizungen um Einiges günstiger als alle anderen in der Gesamtbilanz sein. Hat das Haus dann noch alte Fenster oder sind die Räume sehr hoch (Altbau oder Loft) dann kommen wir schnell in den bereich, wo doe E-Heizung jedes andere System schlägt. Auch im Neubau gibt es Vorteile. Den neben der Einsparung von Kamin, Lagerraum oder Gasanschluss mit den Gebühren für Kaminkehrer, Wartung und Reparaturen habe ich ein sicheres System. Die wärme wandert nicht durch die Wände nach außen, sondern wird von diesen weitgehend reflektiert. Fenstglas und Fliesen reflektieren fast zu 100% und die Strahlungswärme kommt voll den Menschen zugute.

Wer anderer Meinung ist, sollte sich im Winter mal auf die Terasse einer Almhütte in die Sonne setzen oder die wohltuende und gesundheitsfördernde Strahlung einer IR-Kabine genießen. Nicht umsonst sind die Heizungen auf Terassen und in Zelten, an Markständen und in den Raucher-Freiluftzonen Strahlungsheizungen.

und ein luftbeheizter Wintergarten ist im Winter kaum zu nutzen. einer mit Strahlungsheizug jedoch voll und bei den Glashäusern der Gärtnereien kann man die Strahlungswäre voll ausnutzen.

Hier in Tirol ist die Ölheizung auf jeden Fall teurer, denn bei den Ölheizungen verliert man bis zu 40% der Energie bei Elektro habe ich sie 1:1 und sofort. Wenn die Sonne durchs Fenster schaut, schaltet sie ab und die Sonnenweärme kommt leichter durch die Wände und gibt die dort gespeicherte Wärme in der Nacht zum Raum hin ab.

Wenn jemand eine Elektroheizung als teuer bezeichnet, hat er in den meisten Fällen Recht, aber ebebn bei Strahlungsheizungen sehr selten. Wir haben viele Erfahrungsberichte gesammelt, von den verschiedensten Systemen. Strahlungsheizungen elektrish und mit Warmwasser behizt. Allen gemeinsam ist die wohltuende Wärme und die niedrigen Temperaturen.

Z. B. kostet Öl ca. 1,- für 10kW und nur 7, 5 kW kommen meisten dem Menschen zugute. So kostet 10kW Nutzwärme bereits 1, 33 € und 10 kW elektrische Nutzwärme kosten hier zwischen 9 und 16 ct.

Bei Strahlungswärme kann die Luft um 3°C niedriger sein, weil die Wärmeverteilung im Raum besser ist und der Windzug von Konvektion entfällt.

1°C weniger Lufttemperatur spart 6% Heizenergie und zusammen mit der Solarnutzung und der schnellen Regelung komme ich auch über 30% weniger Energiekosten.

So wird dann das Verhältnis umgekehrt. und Öl wird teurer als E-Energie mit der Strahlungswärme.

Weiter kommen die Kosten für Kamin , zusätzliche Wärmedämmung, neue Fenster usw hinzu.

Nachweise und Verbrauchserfahrungen habe ich sehr viele gesammelt.

Für mich kommt allerdings nur noch folgende Lösung infrage:

Klimadecke oder Wandheizung, auch als Sockelheizleisten - je nach Bau und Bauzustand. Im Altbau auch mbile Steinheizungen oder Kachelöfen OHNE Konvektionsanteil .

Wo es möglich ist, statt mit Strom über eine Wärmepumpe und mit Wasser. und vielleicht über einen klein-Windgenerator mit Wasserstoffspeicherung.

Eine dreifachverglasung würde ich nicht mehr machen und eine Wärmedämmung bei einer Wand von mehr als 36cm auch nicht. Vielleicht würde ich die Innenseite der Wand mit einer Farbe streichen, die winzige Keramickügelchen enthält und daurch die Oberfläche noch strärker reflektieren läßt. Mit den zwischenräumen entsteht eine feuchteregulierende Membran wie bei Goretex und ähnlichen Outdorkleidungsstücken.

Wer sich in Errinnerung ruft, wie warm die halten der versteht auch das Konzept für ein Haus.

Ich habe nun etliche Energieausweise gerechnet. Wenn jemand diese für die Förderung benötigt und den Ausweis sonst nicht benötigt, z. B. eigengenutztes EFH, dann lehne ich die Aufträgg meist ab. Denn die meisten geplanten Maßnahmen brauchen über 100 Jahre bis zu 260 Jahre bis zur Amortisation ---und halten nur 10 - 25 Jahre..

Ich rate jedem, seine Energieverbräuche mit den in den Energieausweis berechneten (bedarfsorientierten) zu vergleichen.

Wer dann einen Rechtsanwalt wegen Fehlberatung oder einen Bausachverständigen braucht, kann sich melden... Die Chancen auf Schadensersatz stehen nicht schlecht, auch wenn man nach EnEv gebaut oder saniert hat. Denn diese schreibt ausdrücklich wirtschaftliche Maßnahmen vor und die EnEv beinhaltet nicht die anerkannten Regeln der Baukunst.. und berücksichtigt NICHT die Bauphysik.

einfachste Strahlungsheizung - (Heizung, Elektroheizung) http://www.konrad-fischer-info.de/7temp16.htm - (Heizung, Elektroheizung)
MisterKnowitall 13.03.2012, 13:40

Viel Text . . . aber wenig wahres. Ich würde an ihrer Stelle die Themen Stahlungswärme, Bauphysik, Konvektionswärme und . . . . eigentlich fast alles nochmal intensiv nachlesen. Und wenn Sie anfangen ihren realen Verbrauch mit dem berechnetem Verbrauch in einem Bedarfausweis zu vergleichen, zeigt mir das eindeutig, das Sie keine Ahnung haben und sich schön was zusammengereimt haben. Lassen Sie sich die Zusammenhänge doch mal von einem gutem Bauphysiker erklären.

0
Energeizer 13.03.2012, 14:05
@MisterKnowitall

Dann bitte auch konkret werden. Wenn ich einen Bedarfsausweis vorliegen habe und auf der Grundlage Investitionen anbiete, dann tut mir der Bauherr wirklich leid.

Und Zusammenhänge findet man z. B. in vielen Aufsätzen und Büchern von Prof. C.Meier, Prof. Fehrenbach, der gleich noch Ergebnisse mitliefert und dem Bausachverständigen und Arch. Dipl. Ing Konrad Fischer. Vielleicht glaubst Du auch noch, das Wärme nach oben steigt und Flugzeuge nicht fliegen können, weil sie schwerer als Luft sind, so die Thesen einiger Physiker der letzten 100 Jahre..

0
MisterKnowitall 14.03.2012, 13:47
@Energeizer

Nee, ist richtig. Ich mache das jetzt schon jahrelang hauptberuflich, und ich habe da diverse Erfahungen. Mit einer seriösen Bausubstanzuntersuchung kann man auch seriöse Einsparmöglichkeiten finden. Diese sollten in einem Energieausweis zu finden sein. Da ich auch Monitoring an den sanierten Gebäuden betreiben, kann ich sogar feststellen das die Energiesparmaßnahmen wirklich was bringen und ziemlich genau das, was berechnet wurde. Und wer hier erzählt man kann mit Keramikkugel in der Wandfarbe die Strahlungswärme effektiv reflektieren und, wie war das, dass eine feuchteregulierende Membran entsteht (?????), der brauch mir hier nicht mit altklugen Sprüchen zu kommen. Das zeugt eher von gefährlichem Halbwissen.

0
Energeizer 14.03.2012, 15:18
@MisterKnowitall

Leider kann ich nur einen Link hier rein setzen http://www.gesund-wohnen.biz/6.html

vielleicht gehst Du dann nicht mehr davon aus, dass alle Anderen solange dumm sind, solange Du Dich nicht informierst. Und zu dem Thema, dass das, was DU jahrelang richtig machst, auch alternativlos ist, möchte ich nichts sagen. ARD hatte kürzlich eine Sendung und 3- Sat macht eine Umfrage zu den 20 größten Flops. Dazu gehört die Fassadendämmung.

In einem hast Du Recht: wenn man eine seriöse Untersuchung UND dann eine seriöse Beratung macht, kann man den Energiebedarf drastisch senken. Aber wenn DU mir Halbwissen unterstellst, dann solltest Du diese Schmähungen mit Wissen und Fakten unterlegen!!! oder freundlich und sachlich bleiben. Ich habe Dir Fakten genannt, jetzt bist Du dran!! oder gib Ruhe...

Ich finde auf der ganzen Seite keinen Guten Rat von Dir. Auf unqualifizierte Angriffe können wir alle verzichten

1

gerade gefunden. Vieles stimmt und vor allen ist das eine seriöse Studie http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~kosack/forschung/index.php?INFRAROT%26nbsp%3BSTRAHLUNGSHEIZUNG Prof. Dr. Ing. Kosack hat sich sehr viel Mühe gegeben. Für mich kommt lediglich das Thema der Niedrigtemperatur- Flächenheizung sehr kurz, zumal eine Heizung mit 27°C an der Decke wenig Raum für Kovektion läßt und daher über 90% Strahlungswärme abgibt. Das relativiert er aber auf Seite 41 >>> möglichst einfache, flächige Aufbauten, um den Konvektionsanteil zu minimieren....

Bild 4.8: Wohnflächenbezogener Energieverbrauch im Vergleich Seite34

Im Verhältnis zur Niedertemperatur-Gasheizung (NTG) beträgt der Endenergieverbrauch der Infrarotheizung (IR) nur 34,1%, zur Gasheizung in Brennwerttechnik nur 37,9%. Das heißt, der Endenergieverbrauch der Gasheizung beträgt mehr als das 2,5fache derjenigen der Infrarotheizung.

Da ich die unseriösen und unqualifizierten Anfeindungen in den Komentaren leid bin. bitte ich umfassende Infos über die Freundschaftsfunktion.

Ich kann noch einige andere Messdaten liefern.

Ich bin übrigens KEIN Händler und habe diese heizungen noch nie selbst eingebaut. aber in vielen Fällen ist die IR Heizungein sehr gute Alternative.

Weiter auf Seite 41 ... Feuchtes Mauerwerk hat gegenüber trockenem drastisch verminderte Dämmwerte. Bereits eine Feuchte von 4% setzt den Dämmwert um ca. 50% herab. Durch die Austrocknung der Außenwände durch die Infrarotheizung (Gebäudetrocknung ist eine klassische Anwendung von Infrarotstrahlern) wurde wahrscheinlich der Dämmwert so stark angehoben, dass der Anstieg der Transmissionsverluste durch die größere Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenoberfläche der Außenwände mehr als ausgeglichen wurde.

(Ernst Vill: "Mauerfeuchtigkeit - Ursachen, Zusammenhänge, Lösungen", Verlag - Ernst Vill, Sauerlach 2002)

Westin 17.03.2012, 10:47

Die Standardstudie aller Infrarotheizungsverkäufer, "gähn". Mal ganz davon abgesehen, dass die Studie nicht mal formal wissentschaftlich ist, ist Herr Kosack kein Professor. Gerne kann ich Duzende Schwächen dieser Studie aufzeigen, wenn sie wirklich daran Interesse hätten. Was mir wirklich immer bitter bei diesem Werk aufstösst ist die Tatsache, dass hier jemand ganz bewußt an den Grenzen der Täuschung balanciert, um eine vermeindliche wissentschaftliche Autorität darzustellen.

Nebenbei bemerkt gibt es auch eine wirklich wissentschaftliche Studie zum Thema Infrarotheizungen von der Hochschule Luzern. Leider floppte da die Infrarotheizung so ziemlich:

http://www.endk.ch/tl_files/documents/fachleute/Schlussbericht_Studie_Effizienzvergleich_IR_vs_WP.pdf

0
Energeizer 17.03.2012, 19:10
@Westin

Danke für den Hinweis, rein überschläglich habe ich mal reingeschaut. Ich gehe auch nicht ganz konform mit Kosaack, der ja auch selbst seine Aussagen realtiviert und meint, man könnte mit größeren Flächen die Temperaturen senken.

Es gibt auch andere Untersuchungen mit Messungen und Konrad Fischer ist auch ein Verfechter der Elektrischen IR-Heizung. Die von Dir eingbrachte Studie vergleicht IR-Heizungen (als Elektro-Heizung mit Wärmepumpen und normalen Systemen.

Hier wird nicht untersucht, dass eine IR-Heizung, z. B. als Wand oder Deckenheizung, eine IR-Heizung ist, die mit einer Wärmepumpe betrieben werden kann, was letztendlich wirklich sinn macht.

Für Deinen SACHLICHEN Beitrag bedanke ich mich und werde ihn morgen durchgehen.

Das ist das, was hier manschmal guttut - gesunde Kritik, gegensätzliche meinungen --- wenn sie begründet sind. Danke!!

0
Energeizer 17.03.2012, 19:38
@Energeizer

Habe mich nicht zurückhalten können. Luzern geht von der Primärenergie aus, die auch die Verluste im Kraftwerk bei der stromerzeugung miteinbezieht. Das sprielt jedoch nur für den ÖkoFreak eine Rolle. Für den Nutzer ist der einsatz der Nutzenergie eine größe, und da liegt die Strahlungsheizung schon darunter. Wenn man dann die Endenergie mit einbezieht sieht sogar die Elektroheizung gut aus. Und wenn man die aktuelle Preisentwicklung je kWh mit einbezieht, dann unterstützt diese Studie meine These:eine wassergeführte IR-Strahlungeheizung mit Wärmepumpe ist optimal. Wnn ich dann noch den Strom ohne Kraftwerke z. B. mit eine Windenergieanlage erzeugen kann, dann fällt der ausrteisser bei der Porimärenergie in sich zusammen und jedem Ökologen müsste das Herz jubeln. Die Windenergie sollte als Insellösung mit Speicherbatterie oder h² - Speicher - also umwandlung in Wasserstoff erfolgen, der ungünstige Wirkungsgrad von Strom auf Gas von nur 70% wird durch die Abwärmenutzung über die Wärmepumpe auch wesentlich reduziert.

Die Studie berücksichtigt auch nicht, dass die Klimadecke oder Wandheizung nicht die vielen Totband - Unterbrechungen aufweist und mit einer signifikant niedrigeren Strahltemperatur als eine IR-Strahlplatte arbeitet. Die Vorlauftemperaturen für eine Deckenheizung können auf 25°C bei 100%iger Belegung abgesenkt werden.

Die Studie ist für unser Konzept wenig hilfreich. Unsere Lösung ist dabei nicht berücksichtigt: Niedrige Vorlauftemperaturen, Wasserheizung und Wärmepumpe mit dezentral oder ökölogisch erzeugtem Strom.

0

Elektro ist mit Abstand die teuerste Art zu heizen. Die Anschaffungskosten sind zwar relativ gering, aber die Folgekosten daür sehr hoch. Selbst Nachtstromspeicher sind inzwischen die teuerste Art zu Heizen obwohl hier der vergünstigte Nachtstrom gespeichert wird.

TimeShift 12.03.2012, 14:28

wobei aber auch der Nachteil entsteht: Man muss am Tag vorher bestimmen, wie genau man heizen will. Reicht die Wärme nicht aus, braucht man den Tagstrom, um nachzuheizen - was EXTREM ins Geld geht - und wenn man zu viel heizt, dann hat man Strom verschwendet.

So oder so - man zahlt immer drauf....

0
Energeizer 12.03.2012, 16:10
@TimeShift

Fehlinfo - bitte differenzieren zwischen Speicher und Direktheizung. Strahlplatten heizungen regieren nachzu soofrt, dann müssen Gas, Öl und Co noch tagelang die Wände auf Wohlfühltemperatur bringen und Kessel, Kamine und Heizungsrohre aufheizen.. bei Nachtstromspeichern ist das noch brutaler..

Hier kostet eine Heizung für einen Raum oft weniger als der Heizkörper ohne Rohre und Regelung

0
Kuemmerling 15.03.2012, 14:42
@Energeizer

Oh, da hab ich aber einen kleinen Einwand ........... so eine Strahlplatte hängt ja nicht auf allen Wänden. So bleiben bei nur temporärer Befeuerung die Wände insgesamt kalt. Das hat wiederum zur Folge, dass wir in der Nähe von kalten Flächen aufgrund des hohen Wärmeentzugs dieser Flächen frieren.

So liegt in einem hoch modernen und entsprechend gedämmten Neubau die Wohlfühltemberatur gerne mal bei nur 19-20°C. In einem Altbau können diese Temperaturen schnell auf 23°C und mehr ansteigen. Der Hintergrund ist, dass durch die höheren Temperaturen die negativen Kältezonen z. B. an Wänden sozusagen zusammengedrückt werden und damit die eher zur Raummitte hin gelegene Wohlfühlzone vergößert wird.

Wie Du schon einmal angemerkt hast, bedeutet das natürlich einen erhöten Wärmeenergieaufwand. So verballert man schnell 6-18 % mehr Energie.

Also, auch Strahlplatten sind da nichts weiter als teure Direktheizungen.

Gruß - RAY -

0
Energeizer 15.03.2012, 16:37
@Kuemmerling

PROJEKT-HOMEPAGE DR.-ING. PETER KOSACK suche mal hier die Untersuchung der TU-Kaiserslautern

oder hier http://www.fewb.de/info/heizunglueftung.htm

Der Vorteil der Strahlungsheizung ist: Hier werden keine Kältezonen zusammengedrückt, da diese durch den Energieentzug aus der Luft entstehen. Bei der strahlungsheizung, auch der durch Strahlplatten, werden die gegenüberliegenden Bauteile erwärmt ohne dass die Luft benutzt wird. Dr. Kosack geht sogar bei seinen Messungen ausschließlich von Strahlplatten aus, die sehr hohe Tempraturen benötigen, weil die Fläche sehr klein ist.

Ich möchte dagegen große Flächen verfügbar machen und da ist die Decke die Fläche, die am wenigsten zugestellt werden kann. und hier reichen dann auch 25 - 27 °C, was dann die Effektivität der Wärmepumpen drastisch erhöht.

Du schreibst immer viel, was auch richtig ist, aber bei der Strahlungsheizung haben wir ein ganz anderes Heizsystem. Wer sich nicht damit befasst, kommt eben zu anderen Schlüssen. Ich würde auch nicht von 0 auf 20 Heizen 18°C genügen ohnehin, sonder die Heizung auf 15°C absenken und dann bei Anwesenheit hochfahren. Das aber nicht über die Wärmepumpe, die dann wieder hochgejubelt würde, sondern über einen Pufferspeicher und Mischer.

Prof. Dr. Kosack hat die Messprotokolle mit aufgeführt. Ich habe den bericht selbst erst gestern gefunden und ich - als langjähriger Verfächter von Strahlöungsheizung - war überrascht, dass die Ergebnisse so krass ausfielen.

Andere Untersuchungen von Prof. Meier, Prof. Fehrenbach und vielen anderen Bausachverständigen und Universitätsdozenten beweisen auch, dass eine ungedämmte Altbauwohnung mit 50cm Mauerk jeder modern gedämmten Neubauwohnung mit Dämmungen von jetzt schon 25 cm auf der Außenwand haushoch überlegen ist. Ich glaube, derzeit läuft noch die Abstimmung über die größten Flops der letzen Jahre beim 3-SAT-Fernsehsender und die Dämmung gehört dazu. Zur Dämmung hat Herr Rechtsanwalt Haera - der zu googeln ist - einen Abschnitt auf seiner Webseite unter WDVS--

Übrigens habe ich 40 Jahre auch so argumentierst und leider so gebaut - wie Du es vortraägst und keiner war unzufrieden-- jetzt denke ich anders und hoffe noch vielen Leuten noch mehr Geld einsparen zu können.

Wir sollten uns außerhalb dieser Plattform austauschen, weil ich in so vielen Deiner Antworten mit Dir übereinstimme..

1

Elektroheizungen sind MIT WEITEM ABSTAND die wohl INEFFIZIENTESTEN Heizungen, die man überhaupt auf dem GESAMTEN Markt finden kann. Ihre Kosten/Nutzen-Bilanz ist ein Albtraum und derjenige, der ERNSTHAFT erwägt, ein Haus nur elektrisch zu heizen, ist ein klarer Fall für eine Nervenheilanstalt.

Wenn ein guter Gasbrennwertofen auf Energieeffizienz A oder A+ kommt - Elektroheizungen kommen BESTENFALLS auf ein G....

nein andersrum, öl und gas sind günstiger im verbrauch

Kuemmerling 15.03.2012, 14:45

Auch falsch :-)

0

Was möchtest Du wissen?