Roman: Vergewaltigungsszene schreiben?

5 Antworten

Die Idee mit der beobachteten Frau erscheint mir unausgereift. Es ist nur ein Vehikel für die grafische "Abdeckung" der späteren (relevanten) Szene. Vermeide das! Künstlich, durchschaubar und langweilig.

Ich würde die Szene auf eine direkte, aber nicht-pornografische Weise beschreiben. Gehe auf die Emotionen und Eindrücke der Protagonistin ein, auf die Abscheu oder die Angst, ohne dabei auf technische Details ein zu gehen. Damit erreichst Du mehrere Dinge:

Du lässt dem Leser seine eigene Fantasie, jedoch mit einer vorgegebenen emotionalen Richtung, was den emotionalen "Impact" der Szene erhöhen kann: Das beschriebene wird schrecklicher.

Du lieferst kein semi-erotisches Material, was in dem Moment eine unerwünschte erotische Reaktion beim Leser auslösen könnte und schützt so die Integrität Deiner Figur.

Was die Sympathie für Deine eigene Figur angeht: Da kann Dir niemand durch helfen. Wenn Du Sie nicht verletzten möchtest, musst Du entschieden harmlosere Geschichten schreiben, die dann aber auch entschieden "flacher" sein werden. (Deswegen aber nicht unbedingt schlecht)

Ja was du schreibst klingt eindeutig nach dem schwierigeren Weg :/ Aber deine Ideen klingen auch nachvollziehbar. Ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen. Vielen Dank!

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Beoachtung: Das ergibt viele Probleme. Wenn sie es sieht ohne einzugreifen, dann macht sie sich nicht nur der Unterlassenen Hilfeleistung schuldig, sondern wird schnell unsympathisch.

Zeuge: Das kommt auf die Erzählperspektive an, aber mitten drin zu einer ansonsten unwichtigen Person zu springen ist ganz mieser Stil.

Das du das nicht schreiben kannst, ist okay, aber dann versuch es auch nicht über schlechte Tricks. Schreib die Geschichte wenn du Erwachsen bist oder gar nicht. Nicht jede Geschichte will erzählt werden.

Danke für den Input! Da die Protagonistin immobilisiert ist (gefesselt), kann sie nicht helfen.

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@IUPAC

Und wie kommt sie da wieder raus? Wieso tut er ihr nichts an?
Für mich wirkt es aktuell so, als hättest du deine Idee nur bedingt durchdacht.

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Ich habe ja auch keine weiteren Informationen zur Verfügung gestellt :D Sie und die andere Frau sind gemeinsam gefangen. Eine durch Pflichtgefühl, die andere durch Fesseln. Natürlich wird die Protagonistin auf absehbare Zeit nicht hinaus kommen. Und dass er ihr letzten Endes etwas antut, ist ja quasi der Ursprung meiner Fragestellung.

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- beschreibe es subtil? mit nicht so harten begriffen

- oder gehe mehr auf die vergewaltigende Person ein. Stelle nicht das Opfer das leidet da, sondern den Täter der böses tut.

- Es muss keiner gelitten haben, damit du jmd. verabscheust. Er muss einfach nur böse/ schlechte Eigenschaften haben.

- oder lass diese Szene erstmal "weg"  

Danke für deine Meinung! :-)

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@IUPAC

gerne.

mir fällt gerade ein, dass ich mal eine sehr gut zensierte Szene gelesen habe;

Da wurde der Vergewaltiger barbarisch beschrieben und dann einfach geschrieben, dass er das Mädchen an sich nahm und "im hinteren Raum verschwand"

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