Röntgenstrahlung, ab wann wirds gefährlicht?

4 Antworten

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Klingt sehr interessant :-). Eigentlich ist jeder Röhren-Fernseher auch eine Röntgen-Röhre. Man hat beschleunigte Elektronen im Vakuum, welche auf eine Anode knallen. Nur ist die Anode beim klassischen TV nicht aus Wolfram oder Molybdän sondern aus Silizium (Glas). Da Silizium eine kleinere Ordnungszahl hat als Wolfram, Molybdän hat, ist die Erzeugung der Röntgen-Strahlung weit schwächer. Auch die charakteristische Röntgenstrahlung von Silizium ist weit schwächer als die von den Metallen. Ich würde es auch mal versuchen, jedoch dürfte das Hoch-Vakuum, welches man für eine gute Röntgenröhre braucht, das eigentliche Problem sein. Aber es geht auch ohne. Die ersten Röntgenröhren hatten alle ein schwaches Vakuum, was eine besondere Elektrode zum Steuern voraussetzte. Du kannst zur Sicherheit Deine Röhre in einem Bleigefäß ausprobieren.

Viel Spass :-)

Danke für die Hilfreiche antwort, das mit dem Vakkum wird kaum ein problem werden da eine Vakuumpumpe im 0,05mbar bereich eingesetzt wird

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Lass die Finger davon. Du hast keine Möglichkeiten die Röhre richtig zu steuern. Du hast auch kein Dosimeter dabei, um die Strahlendosis zu messen.

Strahlung ist grundsätzlich ab der ersten sekunde schädlich, die frage welches risiko an früh und spätfolgen du eingehst.

@ raster280 :

Na ja, dass ist doch jetzt schon etwas zu einfach gedacht. Ohne ionisierende Strahlung gäbe es Dich nicht, da sie die Mutationen im Erbgut anregt, welche Einzeller zum Mehr-Zellern und somit auch zum Menschen werden lassen hat.

Daher gilt : Und ohne Mutation keine Evolution ....

Da unsere Körper seit eh und je radioaktiver, UV und ionisierender Strahlung ausgesetzt sind, hat sich unser Organismus notgedrungen darauf eingestellt und Abwehr- und Reparations-Mechanismen entwickelt. Das kann man vielleicht mit der UV-Strahlung vergleichen, welche für die Vitamin-D-Bildung in der Haut sorgt. Ist die UV-Strahlung jedoch zu stark (große Dosis-Leistung), überwiegt die negative Gesamt-Wirkung. Ein anderer Vergleich ist das Schlangen-Gift. Kleine Dosen pro Zeit von Giften sorgen im Körper für die Bildung von Anti-Körpern und somit für eine Immunisierung gegen das spezielle Gift (Bsp. Schlangen-Gift). Ist die Gift-Dosis pro Zeit jedoch zu groß, so dass das Immunsystem nicht schnell genug eingreifen und somit die Gift-Wirkung nicht schnell genug neutralisieren kann, kommt es resultierend zu Schäden. Also, wie sagte schon Paracelsius „ Die Dosis macht das Gift“. Genauer müsste es heißen, die Dosis-Leistung (Giftmengen pro Zeit) machen die Giftigkeit aus. Es ist doch etwas anderes, ob ich 2 kg Salz pro Jahr oder ob ich 2 kg Salz am Tag esse. 2 kg pro Jahr entsprechen 5,48 g pro Tag der durchschnittlich empfohlenen Tages-Dosis an Salz. 2 kg Salz an einem Tag jedoch sind absolut tödlich. Vergleichbares gilt für Gifte und eben auch für Strahlung aller Art. Man muss dem Körper Zeit geben, dass er sich reparieren kann. Schädigt man den Körper zu sehr pro Zeit, kommen die Reparaturen nicht hinterher und es entstehen bleibende Schäden.

Wie schützen sich Zellen? Menschliche Zellen können sich selbst auf einen DNS-Schaden überprüfen und sich zerstören (Wiki " Apoptose "). Sollte der sehr seltene Fall eintreten, dass eine Zelle sich nicht mehr selbst überprüfen kann, gibt es noch das Immunsystem, welches solche Zellen zerstört. Für den noch selteneren Fall, dass auch das Immunsystem versagt, und es zu unkontrollierter Vervielfältigung (Krebs) kommt, kann im Frühstadien von den Nachbarzellen Immun-Alarm gegeben werden, worauf der betreffende wuchernde Zellhaufen zerstört wird. Erst wenn all diese natürlich erworbenen (Darwinismus) Schutzmechanismen versagen, kommt es zu einem Krebs-Geschwür. Man darf jedoch nicht vergessen, dass um 98% aller DNS-Schäden nicht die Kopie-Mechanismen treffen, sondern beliebig andere Informationen. Daher ist es ganz klar einzusehen, das 98% aller Zell-DNS-Schäden sich im Altern darstellen. Weiter ist der zellschaedigende Einfluss von chemischen Giften (Benzol, Arsensaure, ... siehe Wiki de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen ) viel umfangreicher, als die Wirkung von radioaktiver Strahlung. Weiter kann man die DNS-Schädigung auch eindämmen, wenn man radikal-fangende Stoffe wie Vitamin-C, Lycopin, Omega-3,6-Fettsaeuren, Flavonoide, ... zu sich nimmt (siehe Wiki " Lycopin ", " Radikale (Chemie) "). Mit Hilfe dieser Radikal-Fänger kann man also die Folgen von Radikalen, welche z.B. durch Strahlung im Körper erst gebildet werden, eindämmen. Im Falle der chemischen DNS-Schädigung nimmt man chemische Radikale zu sich, welche sich an beliebigen Molekülen abreagieren (Proteinen, Fetten, ...). Ist eines dieser Moleküle ein DNS-Molekül, kommt es zu besagten DNS-Schäden, mit den angesprochenen Folgen (im seltensten Fall zu Krebs, hauptsächlich zur Alterung). Bringt man nun besondere Moleküle ein (Radikal-Fänger), kann man die Radikale unschädlich machen, bevor sie wichtige Moleküle wie die DNS beschädigen. Also ordentlich Gemüse (Tomaten, rote Paprika,...) essen und viel Hagebutten-Tee trinken. Bei der radioaktiven Strahlung (besser ionisierenden und UV Strahlung) werden die Radikale erst im menschlichen Körper erzeugt. In seltenen Fällen trifft ein Strahlungs-Quant auch direkt z.B. das DNS-Molekül und erzeugt so auch angesprochene DNS-Schäden. Daher ist klar, dass z.B. starke Raucher, starke Sonnenbader verstärktem Altern unterliegen und bedingt erhöhtes Krebsrisiko haben. Natürlich hat sich der menschliche Körper an ionisierende Strahlung im Bereich bis vielleicht max. 200 mSv pro Jahr gewöhnt, da es in der Natur so auftritt. (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation).

Durchschnitts-Werte zur Strahlung: BRD, Österreich, Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8 mSv pro Jahr; Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro Jahr; Schweden um 6 mSv pro Jahr; Eine Röntgen-CT des Bauches belastet den Menschen mit etwa 20 mSv . Röntgen-Durchleuchtung beim Herz-Katheter-Setzen um 300 mSv pro Untersuchung (siehe Wiki "Herzkatheteruntersuchung"). In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich und West-Österreich liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSievert pro Jahr

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@ocin1

[Hilfreichste antwort Knof drück]

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