Programmieren ohne Programm zum Programmieren?

4 Antworten

Um ein Programm zu erstellen und ans Laufen zu bekommen, braucht man nicht nur einen Compiler, sondern auch das dazu passende Betriebssystem. Jedes Programm benutzt bzw. braucht bei der Ausführung auch Zugriff auf Funktionen des Betriebssystems, sonst ist es nicht lauffähig.

Die Erstellung der ersten Compiler gleicht dem Versuch, sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Jede Hardware kann nur Nullen und Einsen verarbeiten, also Strom fließt oder fließt nicht. Bei der Maschinensprache wurde die Hardware nur mit Nullen und Einsen gefüttert. Die Arbeit damit war sehr fehleranfällig und für den Programmierer sehr mühsam. Somit kam der Wunsch auf, sich das Leben etwas zu vereinfachen. Mittels der Maschinensprache wurde ein Compiler für Assembler geschrieben. Mit dem Assembler konnte man dann leicht weitere Compiler für andere Programmiersprachen erstellen. Gleichzeitig wurden die Betriebssysteme immer leistungsfähiger. Die Entwicklung der Compiler und der Betriebssysteme ging dabei praktisch Hand in Hand mit der Entwicklung leistungsfähigerer Hardware. Bestes Beispiel: die Umstellung von 16 auf 32 Bit oder neuer, die Umstellung von 32 auf 64 Bit.

Die allerersten Programme hat man als Maschinencode händisch in Lochstreifen gelocht.

Später erst kam Assembler, wo ein Compiler die noch sehr primitive Befehle in Maschinencode übersetzt hat.

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