pferd rennt in den galopp rein ..

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Also zunächst einmal muss das Pferd aus einem konstanten Trabtempo anspringen, wenn du merkst, es beginnt zu "fliehen" ist es besser durchzuparieren und nochmal von vorn zu beginnen. Dann muss natürlich die Hilfengebung stimmen, beobachte dich mal selbst, wie du das Pferd dazu bringen willst anzugaloppieren, vielleicht entdeckst du da schon einen Fehler (ich setzte jetzt mal voraus dass du die richtige Galopphilfe zumindest in der Theorie kennst!). Was oft gemacht wird, ist den äußeren Schenkel bewusst und damit viel zu weit nach hinten zu schieben. Die Lage des äußeren Schenkels ergibt sich automatisch durch das richtige Vorschieben der inneren Hüfte und davor sollte man sicher und geschmeidig aussitzen, dann ist die Hilfe eigentlich für das Pferd unmissverständlich. Nun kommt es noch auf den Zeitpunkt an, es ist nämlich nicht völlig egal aus welcher Trabphase man angaloppiert. Der optimale Moment ist wenn das innere Hinterbein sich gerade weghebt, da sollte man idealerweise die Galopphilfe geben, weil es dem Pferd gleich den ersten Schritt "in den Galopp hinein" erleichtert und der Übergang so flüssig von einer Gangart in die andere funktioniert. Das Gespür dafür bekommt man mit der Zeit.

Nun kommt es noch auf den Zeitpunkt an, es ist nämlich nicht völlig egal aus welcher Trabphase man angaloppiert.

Unglaublich, noch jemand, der DAS weiß - ist wirklich sehr, sehr selten. Zwinker & DH

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@Plattschnacker

Hm, dachte immer das wäre eigentlich reiterliches "Allgemeinwissen" und bin jetzt etwas schockiert...

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@Lossarnach

Das dachte ich auch... ist das bei euch anders? Das lernt man doch im Reitunterricht oder nicht?

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@DennisG8

Ich hab es früher auch gelernt, sowohl im Schritt als auch im Trab.

Aber nachdem mein Barocklehrer in Rente ging war ich viele Jahre in "normalen Reitschulen", wo ich sowas definitiv nicht gelernt hab. Da war auch keine Rede von der Beckenstellung, die ich dafür brauche, sondern da wurde den Anfängern immer nur gesagt "Angaloppieren! Mensch, dann mach halt mal Druck mit Deinem Bein! Nimm die Gerte!" Das von Trainern C bis Pferdewirtschaftsmeistern Schwerpunkt Reiten. Ich konnte leider niemanden kennenlernen, der irgendwas erklärt hätte, den Reiter mal zu sich geholt und es ihm theoretisch vermittelt, damit er versteht, warum er was tut etc.

Vielleicht ist sowas auch der Grund, warum ich, von der modernen Reiterei enttäuscht, zurück zum Barockreiten bin, denn ich habe im Gegensatz dazu keinen einzigen barocken Lehrer gefunden, der es nicht erst theoretisch erklärt und dann die Bestandteile der Hilfe so lange in die Bewegung rein diktiert, bis der Schüler alle rein setzen kann ohne das Diktat des Lehrers.

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@Baroque

Also ich war seit ich reite nur in "normalen" Reitschulen und habe auch jetzt nur "normale" Reitlehrer. Klar war die eine oder andere Enttäuschung dabei, das bleibt nie aus, aber der Großteil hat auf solche Dinge schon viel Wert gelegt, darum bin ich auch so überrascht, dass das anscheinend eher die Ausnahme als die Regel sein soll, die Erfahrung hätte ich bis jetzt nämlich noch nicht gemacht. Ich meine unsere Reitlehrer werden doch auch nicht anders ausgebildet als die in Deutschland...

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Die Antwort mit dem Schulpferd klingt ja erst mal gut... Ich habe das Problem, dass ich immer ein Schulpferd zugeteilt bekomme das aus dem renntrab, von mir liebevoll Schweinetrab genannt, angaloppieren will. Daich Anfänger bin bekomme ich diesen Trab nicht ausgesessen und muß durchparieren. Hilfe vom Reitlehrer kommt keine, ausser der Ansage dass es schon irgendwann klappen wird...

Pferd wird vor dem Angaloppieren zurückgenommen, sodass das Hinterbein vermehrt unter den Schwerpunkt tritt, dann wird eine präzise und eindeutige Hilfe gegeben!

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