pferd geht beim aufsteigen durch?

18 Antworten

Zuerst mal die Frage - hast du das Pferd Probe geritten bevor du es gekauft hast, bist dir also sicher dass er überhaupt schon mal geritten wurde? Wie hat er sich da verhalten? Ich meine das Pferd ist gerade mal 3 - ist also höchstens angeritten. Ich hoffe das war dir vor dem Kauf bewusst?

Gerade beim jungen Pferd sollte man beim Aufsteigen generell noch sehr sanft vorgehen, sich ruhig und vorsichtig - am besten von einer Aufstieghilfe aus - in den Sattel gleiten lassen. Anfangs auch gerne noch mit Unterstützung einer zweiten Person die dir gegen hält und das Pferd nebenbei halten und beruhigen kann. Wenn du Dich da natürlich beim Aufsteigen reinknallen lässt kann es schon sein dass er das nicht so witzig fand ;-)

Für mich hört sich das ehrlich gesagt nicht wirklich so an als hättest du Erfahrung mit Jungpferden. Such dir also bitte schnellstmöglichst Unterstützung eines ordentlichen Trainers/Bereiters, der dir den Kleinen am besten noch mit in Teilberitt nimmt. Lieber jetzt ordentlich in die Ausbildung investieren als später unzählige Nerven und Geld in die Korrektur stecken zu müssen oder dir im blödsten Fall ein "Problempferd" zu schaffen...

Vermutlich haben sie dich beim probereiten übers Ohr gehauen. Warst du nur ein einziges Mal zum Reiten dort?

Der Gute ist drei Jahre alt, wenn der nicht schon verhunzt ist, sollte der eigentlich gar nichts gemacht haben außer dem Fohlen ABC und Spaziergängen.

Ich frage mich, wieso du dir, wenn du anscheinend so wenig Ahnung hast, keinen erfahrenen Pferdemenschen an die Hand nimmst, der dich beim Kauf berät.

Gut, jetzt ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen.

Stell das Reiten hinten an. Der braucht noch mindestens 1-2 Jahre, bis du wieder daran denken kannst und das braucht dann Vorbereitung.
Bitte hol dir einen Trainer dazu, der Erfahrung mit Jungpferden hat.

Gib dem Pferd erstmal noch Zeit, sich einzugewöhnen. Es reicht, wenn er erstmal die Herde und die Menschen kennenlernt. Vorausgesetzt natürlich, dass das Pferd mindestens 12 Stunden auf der Koppel steht und dort die Möglichkeit hat, sich auszutoben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Privat + Beruflich seit ü. 15 Jahren m. Pferden zu tun

Ist er überhaupt schon eingeritten? Du solltest in der Ausbildung ganz von vorne anfangen, um zu sehen, was Dein erst dreijähriges Pferd überhaupt schon kennt...

Die eine richtige Antwort wird Dir hier keiner geben können, denn die Möglichkeiten, warum das Pferd sich deiner entledigt hat, sind vielfältig. Hier nur eine kleine Auswahl an möglichen Antworten - und glaube nicht, dass nachfolgend erwähnte miese Tricks heutzutage unterlassen werden - sie sind leider immer noch an der Tagesordnung, wenn es darum geht, vermutlich naiven oder unwissenden Käufern ein Pferd aufzuschwatzen::

  1. Das Pferd stand unter Sedativa, als Du es Probe geritten bist und war unglaublich lieb und fügsam, trotz seiner erst 3 Jahre.
  2. Das Pferd wurde bevor Du kamst, entsprechend müde gemacht, durch langes longieren, endloses Führmaschinen-Laufen, oder sehr ausgiebiges Reiten - sodass es konditionell beim Ausprobieren derart am Rande seiner Kapazitäten war, dass es totenbrav und folgsam funktionierte.
  3. Man hat dem Pferd einfach ein paar Tage die Tränke abgestellt. Entsetzlicher Durst macht nämlich auch den renitentesten Kandidaten sanft wie ein Lamm.

Darüber hinaus gibt es noch ein ganze Reihe anderer fieser Tricks, derer sich bedient werden und die ein Laie nicht unbedingt durchschaut.

Und dann gibt es noch die vielen anderen Fehler, die Pferdebesitz-Neulinge gerne fabrizieren:

  1. das Pferd soll erst mal ankommen und sich eingewöhnen. Von 24/7 Weide kommt es in eine "wunderschöne" Box und steht sich die Füße platt - bis auf die eine Stunde am Tag, in der es entweder irgendwie planlos auf dem Platz longiert (zentrifugiert) wird, oder noch besser: man geht mit ihm spazieren u zeigt ihm alles. - nach einer Woche Boxenknast platzt das Pferd dann vor lauter überschüssiger Energie und lässt diese natürlich raus.
  2. das Pferd ist in Wirklichkeit so gut wie roh und da es nicht schon mehrere Stunden Führanlage oder anderes müde machendes erfahren hat, macht es das, was rohe Pferd tun, wenn ein Reiter sich in den Rücken fallen lässt.
  3. der Sattel ist nicht angepasst - ein Stallkollege hat gesagt, er passt. Der Pferderücken sagt jedoch sehr deutlich "nein" und das Pferd wehrt sich gegen den davon ausgehenden Schmerz
  4. der Rücken des jungen, kaum angerittenen Pferdes ist wenig bis gar nicht bemuskelt, das Pferd nicht mit Sedativa ruhig gestellt und deshalb wehrt es sich gegen den Reiter im Rücken.
  5. der Rücken des Norikers ist nicht in Ordnung. Sattel und Reiter verursachen Schmerzen. Das Pferd entledigt sich dieses Problems, in dem es den Reiter absteigen lässt.
  6. Noriker sind keine Warmblüter - Kalte brauchen in der Regel deutlich länger Entwicklungszeit. Ich würde einen 3-jährigen Kalten noch nicht reiten, weil er mir dafür noch viel zu jung wäre. Und unter Umständen sind das Pferd das genau so.
  7. ein Jungpferd gehört in erfahrene Hände, die genau wissen, wie man ein Pferd ausbildet und wie behutsam man vorgehen bildet.

Bitte hole Dir kompetente Hilfe - dem Pferd und auch Deiner Gesundheit zuliebe.

Das liegt daran, dass du dir ein junges Pferd gekauft hast, was in dem Alter höchstens angeritten - wenn überhaupt - ist, noch keine Balance hat, vermutlich nichts kennt und du - sorry - keine Ahnung hast! Sonst würdest du dich nicht alleine nach 1 Woche auf ein 3j. Pferd setzen! Evtl. hast du dir auch aus Unwissenheit noch ein schönes Früchtchen andrehen lassen...

Such dir einen Jungpferdebereiter! In der Zwischenzeit lernst du das Pferd - und es dich - erstmal vom Boden aus kennen. In sicherem Terrain (Halle, umzäunter Platz). Und ohne kompetente Unterstützung durch einen Trainer setzt du dich da nicht mehr rauf!

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

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