Ohne Ausbildung nach Spanien auswandern?

8 Antworten

Naja, Spanien hat etwa mit die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Besonders junge Leute finden keinen Job. Wenn du also unqualifiziert dort auftauchst wirst du es noch schwerer haben. Falls die aber keine Arbeit zu schwer ist kannst du natürlich dein Glück versuchen. Ich rate dir, geh die 6 Monate dahin, such nach Arbeit und dann wenn es dir immer noch gefällt riskier es, wenn du Zweifel bekommst lass es. Zuviele sind gescheitert.

Entgegen den ganzen Ahnungslosen hier kann ich dir Hoffnung machen - es geht! Die spanischen jungen Leute sind zwar fast alle arbeitslos, jedoch ist die Region in die du möchtest wirtschaftlich vergleichsweise stark und du bist Deutscher - zwei große Vorteile.

Es gibt in Barcelona einige Call Center internationaler Firmen, die oft auf der Suche nach Leuten sind, die Deutsch und einigermassen gut Englisch sprechen - Spanisch ist denen ziemlich egal. Das wäre eine gute Möglichkeit für dich. Mit ein wenig erster Arbeitserfahrung in dem Bereich (ein paar Monate reichen) bist du da gerne gesehen.

Also ohne eine abgeschlossene Ausbildung wuerde ich solche ein Risiko gar nicht erst eingehen. Denn ungelernte Jugendliche ohne Job hat Spanien sicherlich genug. Und die haben zumindest den Vorteil, dass sie die Sprache beherrschen. Also kuemmer Dich erst mal darum, dass Du etwas lernst und auch dass Du die Sprache beherrschst, und dann kannst Du immer noch ueber Auswandern nachdenken.

Am besten auch schonmal mit Sparen anfangen, denn etwas Startkapital solltest Du schon haben, falls es am Anfang mit dem Job nicht gleich klappt.

Aber mal kurze Frage: Du schreibst, Du traeumst seit Du Kind bist davon, nach Spanien auszuwandern, hast dort sogar Verwandte und trotzdem hast Du es bis heute nicht geschafft die Sprache zu lernen? Dann kann der Traum ja nicht soooo gross sein!

Huhuuu, in Spanien gibt es keine Ausbildungsplätze wie in Deutschland, da geht man lediglich zur Berufsschule und macht dort die Ausbildung. Allerdings ist Studieren seit den zahlreichen Reformen sehr teuer geworden, und viele junge Leute, die eigentlich studieren wollten, können sich lediglich ein FP, eine Berufsausbildung, leisten. Dementsprechend sind auch die Schlangen bei der Anmeldung. Meine Nichte ist in ein FP hineingerutscht, sie war eine von den 30 Schülern, die von 300 ausgewählt wurden.

Damit möchte ich dich nicht entmutigen, aber iin Spanien hat man es ganz schön schwer. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 60%. Die meisten Spanier jobben, bis sie in den Ruhestand gehen, das schon eh und je. Ich selbst habe 10 Jahre lang in Spanien gelebt, und bin mit meinem Partner und meinen beiden Kindern vor zwei Jahren wieder nach Deutschland gekommen, weil wir unsere Rechnungen nicht weiter bezahlen konnten.

Wenn du nicht Spanisch sprichst, oder nicht gut, wirst du auch in keiner Berufsausbildung angenommen, das ist in Spanien genauso wie in Deutschland. Du solltest mindestens einen B1-Level haben. Weiterhin zählen die Noten seit der 10. Klasse, da muss dir die Äquivalenz vom spanischen Kultusministerium bescheinigt werden. Eine Ausbildung in Deutschland zu machen ist deutlich einfacher und wird vor allem bezahlt.

Und das mit der Berufsausbildung in Spanien ist nicht so das Problem, wie dir ein Vorgänger schon schreibt: Call Center, Immobilienfirmen, Firmen, die exportieren wollen, suchen Leute mit Deutsch - aber das nützt dir nix, wenn du später mal wieder nach Deutschland kommen willst!

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Soweit ich weiß, ist es kaum Möglich so eine Stelle in Spanien zu finden, aber wenn du dort schon Verwandtschaft hast, bist du allen anderen schon mal einen großen Schritt voraus.

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