Ökosystem Wald - Problem Vorstellung einer Nahrungskette?

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3 Antworten

Die Konsumenten sind seltenst nur in einer Kette, sondern in mehreren zugleich, daher können sie auch mal da ein Konsument 1. Ordnung, dann wieder dort einer der 2. Ordnung sein usw. Da die Ketten miteinander vernetzt sind, bzw. immer mal wieder untereinander interagieren, spricht man auch von einem Nahrungsnetz, was im realen Leben jenseits der bloßen Theorie mancher Schulbücher viel wahrscheinlicher, sprich gehäufter anzutreffen ist.

Wahrscheinlich folgendes Problem :

Nahrungsketten in dem Sinne gibt es fast nicht. Was man nahezu immer anfindet sind Nahrungsnetze (d.h. mehrere Produzenten, mehrere Konsumenten 1.Ordnung usw.). Nahrungsketten sind deshalb so selten anzufinden, weil sie so instabil sind. Fällt dort ein Glied (Lebewesen) heraus, dann sterben auch alle die ihm in der Nahrungskette folgen. Da in einem Nahrungsnetz mehrere Nahrungsquellen für die Lebewesen zur Verfügung stehen, ist das Aussterben einer Art nicht ganz so fatal, da dann die anderen Arten immer noch weiter existieren können, weil mehrere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen.

Eine Nahrungskette ist ein Idealtyp. Denn niemals wird ein 3. Konsument von nur einem 2. Konsumenten leben. Nahrungsnetze und Nahrungspyramiden stellen diese Nahrungsbeziehungen besser dar, da hier gezeigt wird, dass ein 1.  Konsument von mehreren Produzenten lebt. Dasselbe Problem tritt auch bei den Lotka-Volterra-Regeln auf.

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